Wirtschaft

Bahnalternativen boomen Streik treibt Kunden zur Konkurrenz

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Raketenhafter Anstieg: Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Nachfrage bei Flixbus um etwa 70 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die einen streiken, die anderen können sich vor Buchungen kaum retten. Nach der Streikankündigung der Deutschen Bahn vermelden andere Anbieter großen Andrang. Ob per Bus oder Mietwagen - Kunden scheint jede Möglichkeit recht, von A nach B zu kommen. Jetzt ist bei Reisenden Schnelligkeit gefragt.

Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn bringt für andere Verkehrsmittel eine erhöhte Nachfrage. Wegen des Passagierandrangs setzt die Lufthansa bis einschließlich Freitag größere Flugzeugtypen auf ihren innerdeutschen Flügen ein. Auf den 70 bis 80 Flügen pro Tag sind nun verstärkt auch Airbus A321 unterwegs, mit bis zu 215 Sitzen der größte Typ in der Mittelstreckenflotte des Herstellers. Es sind aber keine zusätzlichen Flugzeuge reaktiviert worden.

Der Fernbus-Anbieter Flixbus verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche eine um etwa 70 Prozent höhere Nachfrage. Auch die Fernzüge der Marke Flixtrain wurden um rund 30 Prozent mehr gebucht als in der vergangenen Woche. Laut der Flixbus-Leitstelle hat sich der Streik am Mittwochvormittag auf den Straßen noch kaum bemerkbar gemacht. Busse und Bahnen seien planmäßig und pünktlich unterwegs.

Bei einer erhöhten Nachfrage steigen auch die Preise für die Einzeltickets. Flixbus und Lufthansa arbeiten mit automatisierten Buchungssystemen, die automatisch höhere und teurere Buchungsklassen aufmachen, wenn die Plätze knapp werden.

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Die Streikankündigung hat auch die Buchungen von Mietwagen in die Höhe schnellen lassen. Demnach wurden bundesweit rund 74 Prozent mehr Leihwagen gebucht als am Dienstag vor einer Woche. Dem Vergleichsportal Check24 zufolge war die Nachfrage nach einer Mietwagenabholung in den Metropolen Berlin und Hamburg besonders groß - dort hätten sich die Buchungen mehr als verdoppelt. Da es zu Engpässen kommen könne, werde Verbraucherinnen und Verbrauchern geraten, sich rasch zu entscheiden - eine kostenfreie Stornierung sei online bis 24 Stunden vor Abholung möglich.

Die GDL bestreikt seit dem frühen Mittwochmorgen den Personenverkehr und bereits seit Dienstagabend den Güterverkehr der Deutschen Bahn. Der Ausstand soll am frühen Freitagmorgen enden. Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.

Quelle: ntv.de, law/dpa/AFP

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