Wirtschaft

Umstrittener Plan, knappes Votum T-Mobiles Mega-Fusion nimmt vorletzte Hürde

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Die Telekom-Tochter ist gegenwärtig der drittgrößte Anbieter auf dem US-Telekommunikationsmarkt.

(Foto: picture alliance / Peer Grimm/dp)

Gemeinsam haben T-Mobile US und der Konkurrent Sprint 131 Millionen Kunden. Der geplante Zusammenschluss würde den Telekommunikationsmarkt der USA verändern. Das milliardenschwere Vorhaben nimmt nun die nächste wichtige Hürde - allerdings noch nicht die letzte.

Die US-Tochter der Deutschen Telekom hat eine weitere große Hürde auf dem Weg zu ihrer geplanten Fusion mit dem US-Unternehmen Sprint genommen. Die US-Wettbewerbsbehörde FCC genehmigte nach eigenen Angaben den von T-Mobile US angestrebten Deal unter bestimmten Auflagen. Vor rund drei Monaten hatte bereits das US-Justizministerium den Zusammenschluss unter Auflagen gebilligt.

Gegen die Transaktion mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar (23,5 Milliarden Euro) gibt es allerdings weiterhin massiven Widerstand. Vor Gericht ist eine Klage mehrerer US-Bundesstaaten unter Führung von Kalifornien und New York dagegen anhängig. Sie machen unter anderem geltend, dass die Fusion zu steigenden Preisen für die Mobilfunkkunden führen würde. Am 9. Dezember soll das Verfahren vor Gericht starten.

Die Entscheidung der FCC zugunsten der Fusion fiel knapp aus, mit drei gegen zwei Stimmen. Die beiden von der Demokratischen Partei in das fünfköpfige Führungsgremium entsandten Mitglieder stimmten gegen die Fusion. Die drei Republikaner befürworteten sie. In der FCC-Entscheidung hieß es, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb in der Mobilfunkbranche steigern, unter anderem im "ländlichen Amerika". Die von der Behörde verhängten Auflagen sehen unter anderem vor, dass Sprint den Prepaid-Service Boost Mobile abstößt.

T-Mobile US und Sprint - das mehrheitlich der japanischen SoftBank gehört - sind der dritt- beziehungsweise viertgrößte Mobilfunkanbieter in den USA. Marktführer sind Verizon Wireless und AT&T. Mit der Fusion hätten T-Mobile US und Sprint zusammen 131 Millionen Kunden. Sie würden so mit AT&T gleichziehen und den Marktführer Verizon herausfordern.

Quelle: ntv.de, mra/DJ/AFP