Wirtschaft

Keine Impulse vom Onlinehandel Taschenhersteller Bree ist insolvent

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Seit 1970 designt Bree Taschen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kurz vor dem 50. Firmenjubiläum gerät der Taschenhersteller Bree ins Straucheln. Die Einnahmen decken nicht länger die Kosten. Vor allem der Online-Verkauf kommt nicht in Tritt. Im Zuge eines Insolvenzverfahrens wird nun ein Investor gesucht. 150 Beschäftigte müssen um ihre Jobs bangen.

Der Taschenhersteller Bree ist pleite. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Damit bleibe die Geschäftsführung im Amt. Die bisherigen Sanierungsbemühungen hätten noch nicht den erwarteten Erfolg gezeigt und das Unternehmen zurück in die Gewinnzone geführt. Nun gehe es in erster Linie darum, einen Investor zu finden. Das Geschäft soll trotz der Insolvenz unverändert weitergehen.

Das 1970 gegründete Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 150 Mitarbeiter. Sie sind bereits über die Lage des Unternehmens informiert. Die Löhne und Gehälter seien nun die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Taschenhersteller seine Zentrale von Hannover nach Hamburg verlagert. Zudem war die Kollektion deutlich überarbeitet worden. Im Zuge der bisherigen Sanierungsbemühungen hatte Bree bereits die Belegschaft verkleinert.

Die Hoffnungen ruhten vor allem auf dem Online-Handel. "Diese Strategie ist leider nicht schnell genug aufgegangen", hieß es nun. Zwar sei das Geschäft in den etwa 30 Filialen zufriedenstellend. Doch hätten die Online-Umsätze noch nicht einmal die Fünf-Prozent-Schwelle übersprungen. Konkurrenten kämen hier auf einen Anteil von bis zu 20 Prozent. Um auf einen ähnlichen Wert zu kommen, braucht Bree nach eigenem Bekunden einen "starken, international erfolgreichen Investor aus der Branche".

Quelle: n-tv.de, jwu

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