Der Börsen-Tag
16. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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11:20 Uhr

Kartellamt: Brüssel bei Kampf um Coba mit wichtiger Rolle - Aktie schießt hoch

Auf die italienische Großbank Unicredit käme im Fall einer Übernahme der Kontrolle über die Commerzbank dem Bundeskartellamt zufolge eine Prüfung durch die EU-Kommission zu. "Nach unserem aktuellen Verständnis muss bis zum Kontrollerwerb keine erneute Anmeldung erfolgen. Dann wäre aber die EU-Kommission zuständig", sagte ein Sprecher der Bonner Behörde.

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme eines Minderheitsanteils an dem Frankfurter Institut durch Unicredit bereits im April 2025 ohne Auflagen freigegeben. "Schon durch den angemeldeten Minderheitserwerb kommt es zu einer Stärkung der Marktposition der UniCredit im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland", hatte Kartellamtschef Andreas Mundt damals mitgeteilte. Doch gebe es in allen Bereichen, in denen die beiden Institute tätig seien, "weitere bedeutende Wettbewerber". Deshalb habe das Kartellamt keine Bedenken mit Blick auf den Wettbewerb. Die Commerzbank-Aktie legte um 5,3 Prozent hoch.

Kartellamt: Brüssel bei Kampf um Coba mit wichtiger Rolle - Aktie schießt hoch
11:10 Uhr

Aluminiumpreis bleibt hoch - Hütte in Bahrain produziert auf Sparflamme

Die Aluminiumpreise notieren weiterhin über 3400 US-Dollar je Tonne, da Lieferunterbrechungen im Nahen Osten die Exporte des Metalls und die Versorgung mit dem Rohstoff Aluminiumoxid einschränken. Aluminium Bahrain, der Betreiber der weltgrößten Aluminiumhütte an einem einzigen Standort, hat 19 Prozent seiner Produktionskapazität aufgrund anhaltender Lieferkettenunterbrechungen in der Straße von Hormus ausgesetzt.

"Dies dürfte nicht nur die reinen Preise stützen, sondern auch die regionalen Prämien hoch halten", so die Analysten von ING. "Etwaige Preisrückgänge dürften gering ausfallen, da die knappe Spot-Verfügbarkeit weiterhin sowohl die Preise als auch die Prämien stützt." Im frühen Handel gibt Dreimonats-Aluminium an der LME um 0,7 Prozent auf 3416 US-Dollar je Tonne nach, liegt auf Monatssicht aber mehr als zwölf Prozent im Plus.

Aluminiumpreis bleibt hoch - Hütte in Bahrain produziert auf Sparflamme
10:48 Uhr

Bessere Stimmung im Wohnungsbau 

Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im Februar erneut aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg um 3,2 Punkte auf minus 17,6 Punkte, wie das Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage positiver, während zugleich die Skepsis zu den Aussichten deutlich nachließ. "Die Stimmung verbesserte sich zwar, aber die Branche ist noch nicht über den Berg", ordnete der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, die Entwicklung ein. "In den Auftragsbüchern zeigt sich die Belebung bislang kaum."

Bessere Stimmung im Wohnungsbau 
10:23 Uhr

US-Dollar ist der klare Kriegsgewinner

Der US-Dollar verteidigt seine Aufschläge vom Wochenschluss weitgehend - der Dollar-Index bewegt sich kaum. Der Euro erholt sich minimal um 0,2 Prozent auf 1,1445 Dollar. Die US-Notenbank werde voraussichtlich die Zinssätze unverändert lassen, da der Iran-Krieg sie zu einer vorsichtigen Vorgehensweise zwinge, was jedoch wahrscheinlich keine großen Auswirkungen auf den Dollar haben werde, erklären die Strategen des Investment Institute von Unicredit.

Der Dollar werde derzeit fast ausschließlich von dem Krieg im Nahen Osten getrieben, heißt es. Der Konflikt sollte den Dollar aufgrund seiner Rolle als sicherer Hafen stützen, wobei die Währung eine positive Korrelation zur Volatilität der US-Aktienmärkte aufweise. Faktoren, die in der Vergangenheit zur Schwäche des Dollar beigetragen hätten - darunter Unsicherheit über die US-Wirtschaft, die Politik der Fed und Zölle - würden laut den Strategen derzeit vom Krieg in den Hintergrund gedrängt.

US-Dollar ist der klare Kriegsgewinner
10:11 Uhr

Hypoport-Aktie geht nach "knackigen" Zahlen kräftig hoch - doch dann ist die Luft raus

Die Aktie von Hypoport ist mit Aufschlägen von 5,2 Prozent in die Handelswoche gestartet. Ein Marktteilnehmer sprach von "knackigen" Geschäftszahlen, die sich über den Erwartungen bewegten. Der Immobiliendienstleister hat die Ebit-Marge im abgelaufenen Jahr stark auf zwölf von sieben Prozent gesteigert. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird eine Verdoppelung der Marge angestrebt. Die Freude über die Kurssteigerung hielt aber nicht lange an. Am Vormittag verlor das Papier 0,5 Prozent.

Hypoport-Aktie geht nach "knackigen" Zahlen kräftig hoch - doch dann ist die Luft raus
09:46 Uhr

EU sucht Lösungen für hohe Energiepreise

An den Tankstellen ist es deutlich sichtbar: Infolge des Iran-Kriegs sind Verbraucher und Unternehmen in Europa mit steigenden Energiepreisen konfrontiert. Was tun? Darüber laufen in der EU die Diskussionen. Die Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfeltreffen Ende der Woche über Lösungen für die stark steigenden Energierechnungen sprechen. Schon heute beraten Energieministerin Katherina Reiche von der CDU und ihre Amtskollegen der anderen EU-Länder bei einem Treffen in Brüssel über die Folgen des Konflikts im Nahen Osten - und vor allem darüber, wie sich die Preise senken und abfedern lassen. Fragen und Antworten.

In den ersten zehn Tagen des Iran-Krieges stiegen die Gaspreise in der EU laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen um 50 Prozent und die Ölpreise um 27 Prozent. Dadurch entstehende zusätzliche Kosten für Importe fossiler Brennstoffe bezifferte sie auf rund 3 Milliarden Euro.

EU sucht Lösungen für hohe Energiepreise
09:33 Uhr

Bitcoin mutiert zum vermeintlich "sicheren Hafen"

Der Bitcoin ist über 74.000 US-Dollar gestiegen und hat sich angesichts der Marktunruhe über eine ausbleibende Deeskalation im Nahen Osten um diese Marke stabilisiert. Institutionelles Kapital kehre nach einem vorsichtigen Jahresauftakt langsam zurück, meint Linh Tran von XS.com. Bemerkenswert ist, dass die Spot-Bitcoin-ETFs fünf Sitzungen in Folge Zuflüsse verzeichnet haben. Der Anstieg des Bitcoin um fast 12 Prozent, seit die Spannungen Mitte Februar zu eskalieren begannen, deute darauf hin, dass er möglicherweise beginne, die Eigenschaften eines "digitalen sicheren Hafens" zu zeigen, so Tran.

Die Märkte werden diese Woche auf Signale der Fed achten. Ein restriktiverer als erwarteter Ton, der die Notwendigkeit betont, die Zinsen zur Inflationskontrolle länger hoch zu halten, könnte Risikoanlagen unter Druck setzen. Eine ausgewogenere Haltung oder Signale für eine geringere geldpolitische Rigidität könnten die Risikostimmung heben.

Bitcoin mutiert zum vermeintlich "sicheren Hafen"
09:14 Uhr

"Anleger schauen sehr genau auf den Ölpreis"

Der Dax startet mit leichten Gewinnen in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der die Vorwoche mit einem Minus von 0,6 Prozent und 23.447 Punkten beendet hatte, notiert aktuell im Bereich von 23.465 Zählern.

"Die Anleger schauen auch in dieser Woche sehr genau auf den Ölpreis", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Daneben rücken aber zudem die zahlreichen Noten- und Zentralbanksitzungen in den Vordergrund", erläutert sie.

"Anleger schauen sehr genau auf den Ölpreis"
08:57 Uhr

Diese Aktie steht vorbörslich unter Druck

Eine Herabstufung der Aktie setzt einem Händler zufolge Teamviewer zu. Die Titel des Softwarehauses geben im vorbörslichen Handel 2,3 Prozent nach. Die Analysten von Barclays haben dem Händler zufolge die Titel auf "Equal-weight" von zuvor "Overweight" zurückgestuft. 

Diese Aktie steht vorbörslich unter Druck
08:39 Uhr

Schnäppchenjäger stechen heraus

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich im Handelsverlauf uneinheitlich. Bremsend wirken die weiter hohen Ölpreise vor dem Hintergrund der anhaltenden gegenseitigen Angriffe im Nahost-Krieg. Zum Wochenstart verteuert sich Öl um rund 1,5 Prozent, Brent-Öl wird mit fast 105 Dollar gehandelt. Die wichtige Öl-Schifffahrtsstraße, die Straße von Hormus, ist praktisch unpassierbar und die USA verstärken nun ihre Anstrengungen, bei anderen Ländern Unterstützung beim Geleitschutz von Schiffen durch die Straße von Hormus zu finden. Derweil lastet unverändert die mit den stark gestiegenen Energiepreisen einhergehende Sorge vor einem globalen Inflationsanstieg die Stimmung.

In Tokio gibt der Topix-500-Index um 0,7 Prozent nach, in Sydney, wo der Handel bereits beendet ist, ging es für das Marktbarometer um 0,4 Prozent nach unten. An den chinesischen Plätzen ist die Tendenz uneinheitlich, obwohl neue Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte in den ersten beiden Monaten des Jahres besser als erwartet ausgefallen sind. Während der Shanghai Composite um 0,4 Prozent nachgibt, legt der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent zu und macht das Minus vom Freitag wieder wett.

In Seoul vermuten Marktteilnehmer hinter dem kleinen Plus des Kospi von 0,6 Prozent Schnäppchenkäufe. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen 1,9 bzw. 5,0 Prozent.

Schnäppchenjäger stechen heraus
08:18 Uhr

Unicredit greift nach Commerzbank

Die Unicredit hat ein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Die Eigner des Frankfurter Geldhauses erhielten 0,485 neue Unicredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie, teilte die italienische Großbank mit. Unicredit ist bereits der größte Investor bei der Commerzbank.

Unicredit greift nach Commerzbank
08:03 Uhr

Trump droht, Iran-Krieg im Anlegerfokus

Europas Börsen dürften mit einem kleinen Plus in den Handel starten. Weiterhin gibt es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und hier steht für die Märkte weiterhin die Entwicklung des Ölpreises im Fokus. Brent stand im Tageshoch bereits bei 106,50 Dollar das Barrel, hat sich seitdem aber auf 104,57 Dollar zurück entwickelt. Für etwas Entspannung sorgt die Nachricht, dass zwei Tanker mit Flüssiggas auf dem Weg nach Indien die Straße von Hormus passiert haben. Die Meerenge gilt seit mehreren Tagen als praktisch geschlossen.

Derweil drohen die USA den Nato-Bündnispartnern, sollten sie die Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen nicht unterstützen, die Meerenge wieder zu öffnen. Dem Verteidigungsbündnis stellt US-Präsident Donald Trump andernfalls eine "sehr schlechte" Zukunft in Aussicht. Die Reaktion der Allierten fällt bislang zurückhaltend aus. Außerhalb der Nato haben Australien sowie Japan bereits erklärt, keine Schiffe in die Region zu entsenden. "Und selbst wenn sich eine Koalition bilden sollte, ist aktuell nicht klar, ob die Straße von Hormus damit befahrbar gehalten werden kann", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Etwas Unterstützung für den Markt kommt von positiven Wirtschaftsdaten aus China. Nicht nur zogen die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar kräftig an. Auch bei den Anlageinvestitionen gab es positive Signale: Diese stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von 0,8 Prozent. Dies deutet auf eine Erholung hin, nachdem im Jahr 2025 noch ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Die Industrieproduktion legte im selben Zeitraum um 6,3 Prozent zu, was sowohl über dem Dezemberwert von 5,2 Prozent als auch über den Expertenprognosen von 5,0 Prozent lag.

Trump droht, Iran-Krieg im Anlegerfokus
07:45 Uhr

Europa holt in der Quantentechnologie auf

Deutschland und Frankreich haben den europäischen Rückstand auf die USA bei der Entwicklung der Quantentechnologie verringert. Nach einer Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) ist der Anteil der veröffentlichten Quanten-Patentanmeldungen aus den beiden Ländern im vergangenen Jahr auf 195 gestiegen, ein knappes Viertel (23,9 Prozent) aller Anmeldungen in diesem Bereich. Im Jahr 2021 zuvor hatte es erst 57 deutsche und französische Patentanmeldungen gegeben, damals ein Anteil von 16,7 Prozent. Die Quantentechnologie ist das Thema des diesjährigen DPMA-Nutzerforums, der alljährlich wichtigsten Veranstaltung der Münchner Bundesbehörde.

Die Quantentechnologie umfasst im Wesentlichen drei Bereiche: Hochleistungs-Quantencomputer, entschlüsselungssichere Quantenkommunikation und extrem präzise Messverfahren der Quantensensorik. Quanten gelten als die kleinsten und unteilbaren Einheiten, die physikalische Wechselwirkungen hervorrufen. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften können diese Licht- und Energiebausteine von Forschern für verschiedene Anwendungsfelder genutzt werden.

Europa holt in der Quantentechnologie auf
07:29 Uhr

Zündet Nvidia die nächste KI-Stufe?

Nvidia läutet ab heute mit seiner viertägigen Entwicklerkonferenz GTC die nächste Runde im Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) ein. Konzernchef Jensen Huang dürfte zum Auftakt der jährlichen Veranstaltung im Silicon Valley neue Produkte und Partnerschaften vorstellen, um die dominante Marktposition des US-Chipherstellers gegen die wachsende Konkurrenz zu verteidigen. Im Fokus stehen dabei voraussichtlich Fortschritte bei Rechenzentren, der Software CUDA sowie sogenannte KI-Agenten und Roboter.

Zündet Nvidia die nächste KI-Stufe?
07:10 Uhr

"Konjunktursorgen werden eingepreist"

Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten belastet die asiatischen Börsen. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 53.570,31 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 3610,59 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 0,7 Prozent auf 4066,40 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,5 Prozent auf 4643,43 Punkte fällt.

In Japan drückt die Krise im Nahen Osten den Nikkei den dritten Handelstag in Folge ins Minus. Anleger fürchten längerfristige wirtschaftliche Schäden durch höhere Energiepreise und einen schwächeren Yen. "Die Sorgen über eine Konjunkturabschwächung aufgrund steigender Ölpreise werden eingepreist", sagt Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Zu den größten Verlierern zählen die KI-Zulieferer Furukawa Electric und Fujikura mit einem Minus von jeweils 6,7 Prozent.

In China belastet die anhaltende Immobilienkrise die Stimmung. Die Preise für neue Eigenheime fielen im Februar auf Monatsbasis um 0,3 Prozent und im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Dies dämpft die Konsumausgaben und das Vertrauen. "Der langsamere monatliche Rückgang ist ein positives Zeichen, aber der Markt befindet sich immer noch in einer Anpassungsphase", sagt Zhang Dawei, Analyst bei Centaline Property. Die Erholung verlief uneinheitlich, wobei sich erstklassige Projekte in den Metropolen widerstandsfähiger zeigten als in kleineren Städten.

"Konjunktursorgen werden eingepreist"
06:52 Uhr

Immobilienkrise überschattet Chinas Industriewachstum

Die chinesische Wirtschaft hat zu Jahresbeginn ein uneinheitliches Bild gezeigt. Während die seit Jahren andauernde Immobilienkrise die Konjunktur weiter bremste, legte die Industrieproduktion in einigen Bereichen zu. Das geht aus Daten des nationalen Statistikamtes hervor. Die Preise für neue Häuser sanken im Februar weiter, während die Produktion von Aluminium und der Durchsatz von Rohöl in den ersten beiden Monaten des Jahres zulegten.

Die Immobilienpreise gaben im Februar um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach. Im Jahresvergleich betrug der Rückgang 3,2 Prozent, was den stärksten Preisverfall seit acht Monaten darstellt. In 53 der 70 untersuchten Städte sanken die Preise. In Metropolen wie Peking und Schanghai legten sie jedoch leicht zu. Andere Daten zeigten zudem, dass die Immobilieninvestitionen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 11,1 Prozent im Jahresvergleich zurückgingen.

Der chinesische Immobiliensektor befindet sich seit fast fünf Jahren in einer Krise und belastet die gesamte Wirtschaft. Auslöser waren staatliche Maßnahmen ab 2020, die die Verschuldung von Immobilienfirmen begrenzen sollten.

Immobilienkrise überschattet Chinas Industriewachstum
06:38 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 159,48 Yen und notiert damit nur knapp unter seinem 20-Monats-Hoch. Händler bleiben wachsam bezüglich möglicher Interventionen der japanischen Regierung. Zum chinesischen Yuan legt der Dollar leicht auf 6,8992 zu. Der Euro steigt um 0,3 Prozent auf 1,1452 Dollar. Zur Schweizer Währung notiert der Dollar 0,3 Prozent niedriger bei 0,7888 Franken. 

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:19 Uhr

Ölpreise legen erneut deutlich zu

Die Ölpreise starten in Asien mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuert sich im frühen asiatischen Handel um 2,76 Dollar oder 2,7 Prozent auf 105,90 Dollar je Fass. Am Freitag hatte der Kontrakt bereits 2,68 Dollar zugelegt. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI klettert um 2,29 Dollar oder 2,3 Prozent auf 101,00 Dollar. In der vorangegangenen Sitzung hatte WTI fast drei Dollar gewonnen.

Angesichts des seit zweieinhalb Wochen andauernden Kriegs der USA und Israels gegen den Iran fürchten Anleger Schäden an der Ölinfrastruktur und eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Die Sperrung der strategisch wichtigen Meerenge, durch die in Friedenszeiten ein Fünftel der weltweiten Ölförderung transportiert wird, stellt eine massive Störung der Versorgung dar.

Ölpreise legen erneut deutlich zu
05:59 Uhr

"Echte Bewährungsprobe": Iran ist nicht das einzige Thema

Auch die neue Börsenwoche steht im Schatten des US-Konflikts mit dem Iran. Die Nachrichtenflut zu dem Thema schickte die Ölpreise und damit den Aktienmarkt auf Achterbahnfahrt. "Sind zu Wochenbeginn noch einige Marktteilnehmer von einem kurzfristigen, nur Tage dauernden Krieg ausgegangen, zeichnet sich mit jeder neuen Nachricht ein vollkommen anderes Bild ab", sagt Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. Angriffe des Iran auf Tanker im Persischen Golf schürten zum Wochenausklang neue Versorgungsängste, am Freitag schloss der Dax mit 23.447 Punkten mehr als ein halbes Prozent unter dem Vorwochenschluss. Dabei werden erneut steigende Energiepreise laut Lipkow zu einer "echten Bewährungsprobe" für Inflation und Wachstum.

Angesichts wachsender Inflationssorgen warten Anleger mit Spannung auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Teuerung einzudämmen, ohne den Konjunkturmotor abzuwürgen. Bei der US-Notenbank gehen Experten und Händler von einer Zinspause am 18. März aus. "Wir erwarten, dass Präsident Jerome Powell andeuten wird, dass die Fed zunächst durch die Ölpreisentwicklungen hindurchschauen will und diese den mittelfristigen Ausblick bislang nicht tangieren", sagt Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender des Vermögensverwalters MainSky. Die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die Fed die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte nochmals senkt, hält der Experte für "angemessen".

Pessimistischer zeigen sich Analysten und Händler mit Blick auf den geldpolitischen Kurs der europäischen Währungshüter. An den Terminmärkten wird aktuell für eine Zinserhöhung der EZB am 19. März eine Wahrscheinlichkeit von rund zehn Prozent eingepreist, bei den Zinsentscheiden im April und Juni sind es rund 30 und 65 Prozent. Die Ökonomen der Commerzbank zeigen sich jedoch gelassen: "Im Hauptszenario eines eher kürzeren Kriegs legen unsere Inflationsprognosen und Einschätzungen der EZB-Reaktionsfunktion keine Zinserhöhung nahe."

Die neue Konjunkturdatenwoche eröffnen heute die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion in China im Februar. Diese dürften zeigen, dass die boomenden Exporte weiterhin einer nur verhalten zunehmenden Inlandsnachfrage gegenüberstehen, sagt Commerzbank-Experte Henry Hao. Ebenfalls zum heutigen Wochenstart stehen zudem die Daten zur US-Industrieproduktion im vergangenen Monat an.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

"Echte Bewährungsprobe": Iran ist nicht das einzige Thema