Wirtschaft

T-Mobile Niederlande Telekom bläst Verkauf ab

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Der Betriebsgewinn in den Niederlanden ist gesunken.

(Foto: dpa)

Die Deutsche Telekom behält ihre niederländische Tochter. Der Dax-Konzern zieht die Konsequenz aus einem aus ihrer Sicht zu niedrigen Angebot seitens zweier Finanzinvestoren.

Die Deutsche Telekom nimmt nach Aussagen von Vorstandschef Timotheus Höttges Abstand vom milliardenschweren Ausstieg bei der Mobilfunktochter in den Niederlanden. "Wir planen derzeit keinen Verkauf des Geschäfts", sagte der Manager auf der Branchenmesse "Mobile World Congress" in Barcelona zu Bloomberg TV. Derzeit gebe es dafür keine Möglichkeit.

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Nach Reuters-Angaben sind die Beteiligungsgesellschaften Warburg Pincus und Apollo die einzigen im Rennen verbliebenen Investoren. Die Deutsche Telekom hoffe auf einen Preis von mindestens dem Achtfachen des für 2016 erwarteten Betriebsgewinns oder 3,6 Milliarden Euro, sagten Insider. Die Finanzinvestoren böten aber voraussichtlich weniger als das Siebeneinhalbfache.

Die Telekom ist seit der Jahrtausendewende in den Niederlanden vertreten. Im Mobilfunk ist der Wettbewerb durch die Platzhirsche KPN und Vodafone in den vergangenen Jahren härter geworden.

Vodafone hatte vor wenigen Tagen angekündigt, sein Geschäft in den Niederlanden mit dem des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global zu bündeln. Der Betriebsgewinn (Ebitda) von T-Mobile Niederlande ist in den ersten neun Monaten 2015 um 17 Prozent auf 382 Millionen Euro gesunken.

Quelle: n-tv.de, wne/rts