Wirtschaft

Lockdown belastet größtes Werk Tesla dementiert Produktionsstopp in Shanghai

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Tesla gibt an, von stillstehenden Bändern in Shanghai zumindest nichts zu wissen.

(Foto: picture alliance / CFOTO)

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet über stillstehende Bänder in Teslas größtem Werk. Der US-Autobauer widerspricht - oder weiß zumindest nichts davon. Klar scheint nur: Der Lockdown in Shanghai belastet Tesla weiter enorm.

Der US-Elektroautobauer Tesla dementiert, die Produktion in seinem Werk in Schanghai erneut gestoppt zu haben. Es sei allerdings aufgrund der seit Langem andauernden Abriegelung des Covid-19-Geländes in der Stadt zu einigen Störungen in der Logistik gekommen, sagte ein Sprecher des US-Autobauers laut dem Finanznachrichtendienstleister Bloomberg.

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Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor über einen Produktionsstopp berichtet, woraufhin Tesla Bloomberg zufolge eine Erklärung abgab, in der es hieß, dass es keine Mitteilung über die Einstellung der Produktion in Shanghai erhalten habe. Das Unternehmen habe zudem darauf hingewiesen, dass einige Fahrzeuge weiterhin hergestellt würden. Reuters hatte Insider zitiert, die Lieferengpässe als Grund für die stillstehenden Bänder angaben: Es sei unklar, wann die Probleme gelöst sein würden und wann Tesla die Produktion wieder aufnehmen könne, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen demnach.

Der strikte Lockdown der Wirtschaftsmetropole Shanghai zur Eindämmung des jüngsten Virus-Ausbruchs belastet die Konjunktur und den weltweiten Handel samt Lieferketten. Die chinesische Metropole ist seit Anfang April weitgehend abgeriegelt, die meisten der rund 25 Millionen Einwohner dürfen ihre Wohnungen so gut wie nicht verlassen. Der Notbetrieb im größten Containerhafen der Welt wird nach Einschätzung von Schifffahrts-Experten der Allianz den globalen Lieferverkehr noch monatelang durcheinanderbringen.

Tesla hatte die Produktion am Standort Shanghai nach einem 22-tägigen Stillstand erst am 19. April wieder hochgefahren. Durch den Betriebsstopp waren laut Reuters-Berechnungen mehr als 50.000 Fahrzeuge nicht gebaut worden. Die sogenannte Gigafactory in Shanghai ist das größte Werk von Tesla. Das Werk bedient nicht nur den chinesischen Markt, sondern exportiert auch viele Fahrzeuge nach Europa und Japan.

Quelle: ntv.de, lwe/rts

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