Wirtschaft

Erwartungen trotzdem übertroffen Tesla meldet Rekordverluste

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Bezüglich des Model 3 konnte Tesla Fortschritte vermelden.

(Foto: picture alliance / Andrej Sokolo)

In den vergangenen Monaten steht der Autobauer Tesla sich häufig selbst im Weg, insbesondere bei der Produktion. Nun legt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor - und sorgt trotz Rekordverlust für eine positive Überraschung.

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Trotz eines Rekordverlusts hat der Elektroautobauer Tesla die Erwartungen zu Jahresbeginn übertroffen. Zudem meldete die Firma des Tech-Milliardärs Elon Musk nach US-Börsenschluss Fortschritte bei der problematischen Produktion des Hoffnungsträgers Model 3.

Im ersten Quartal nahm der Verlust im Jahresvergleich von 330,3 Millionen auf 709,6 Millionen Dollar (592,1 Mio Euro) zu. Der Umsatz wuchs gleichzeitig um 26 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Damit übertrafen die Ergebnisse die Prognosen der Analysten. Je Aktie wurde ein bereinigter Verlust von 3,35 Dollar (Vorjahr: 1,33) Dollar verbucht. Analysten hatten mit einem Minus von 3,54 Dollar gerechnet. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um 1, 4 Prozent.

Tesla erwartet im dritten und vierten Quartal 2018 einen Gewinn auf GAAP-Basis und einen positiven Cashflow. Das Unternehmen reduzierte seine Investitionsprognose für das Jahr von 3,4 Milliarden Dollar auf 3 Milliarden Dollar.

Produktionsprobleme mit dem Model 3

Bei Anlegern sorgte für Erleichterung, dass Tesla die Produktionsziele für sein erstes Mittelklasseauto Model 3 bestätigte und trotz Problemen daran festhält, bis Mitte des Jahres pro Woche rund 5000 Wagen vom Band laufen zu lassen. Zuletzt kam man beim schwierigen Anlauf der Massenfertigung schon etwas voran. In der letzten Aprilwoche stellte Tesla 2270 Model 3 her, Ende März waren es nur 2020 gewesen. Die ehrgeizigen Vorgaben von Musk waren zuvor aber auch schon mehrfach verfehlt und nach hinten verschoben worden.

So bekam Tesla über 400.000 Reservierungen für das Fahrzeug, müht sich aber seit dem offiziellen Produktionsstart im Sommer 2017, diese abzuarbeiten. Der Firmenchef wollte die Produktion bereits zum Ende des vergangenen Jahres auf 5000 Wagen pro Woche bringen. Dieses Ziel wurde auf Ende Juni verschoben. Ende März fertigte Tesla gut 2000 Model 3 wöchentlich.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa/dj

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