Wirtschaft

Musk plant deutsche Minifabriken Tesla mischt beim Curevac-Impfstoff mit

Elon Musk denkt gerne groß. Nicht einmal der Weltraum ist ihm zu weit weg. Nun kündigt der Tesla-Chef ein Unternehmen auf der Mikro-Ebene an: Für die deutsche Biotech-Firma Curevac will er Minifabriken bauen, die schnell riesige Mengen eines Corona-Impfstoffs herstellen können.

Der US-Elektroautobauer Tesla arbeitet laut Konzernchef Elon Musk mit dem deutschen Biotechunternehmen Curevac beim Bau von dezentralen Produktionsanlagen zur Impfstoffherstellung zusammen. "Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Minifabriken für Curevac und möglicherweise andere", erklärte Musk auf Twitter. Dies geschehe bei der deutschen Maschinenbau-Tochter Tesla Grohmann. Näher äußerte sich Musk nicht. Bei Curevac, das an einem Coronavirus-Impfstoff forscht, und bei dem die Bundesregierung kürzlich eingestiegen war, und auch von Tesla selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das deutsche Biotechunternehmen will mobile, automatisierte Produktionseinheiten für den Zell-Botenstoff mRNA entwickeln, die es als "Drucker" bezeichnet, und die Musk nun "RNA-Minifabriken" nannte. Sie sollen Impfstoffkandidaten und andere mRNA-basierte Therapien produzieren können.

Das Projekt, das auch von der internationalen Impfinitiative CEPI finanziell unterstützt wird, hatte Curevac bereits Anfang 2019 angekündigt. Damals hieß es, das erfolge in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Organisationen und einem zusätzlichen Partner aus dem Bereich Maschinenbau. Ein mit Curevac vertrauter Insider sagte, die Tesla-Tochter Grohmann und Curevac arbeiteten schon seit einer Weile gemeinsam an den RNA-Druckern.

Diese Produktionseinheit zur Herstellung von Boten-RNA (mRNA), auf der die Impfstoffe von Curevac basieren, soll etwa eine schnelle Lieferung vor Ort in Regionen ermöglichen, in denen eine Epidemie ausbricht. Sollte Curevac mit seinem Coronavirus-Impfstoffkandidaten erfolgreich sein und eine Zulassung erhalten, verfügt das Tübinger Unternehmen bereits über Produktionsstätten mit behördlicher Zulassung in Deutschland, die Hunderte Millionen Dosen produzieren könnten.

Quelle: ntv.de, mau/rts