Wirtschaft

Spielzeughändler am Abgrund Toys'R'Us erwägt Schließung aller US-Filialen

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Toys 'R' Us hat weltweit 64.000 Angestellte und 1600 Filialen.

picture alliance / Jason Szenes/

Der insolvente Spielzeughändler Toys'R'Us glaubt offenbar selbst nicht mehr an eine Rettung. Der US-Konzern denkt Insidern zufolge darüber nach, alle US-Filialen aufzugeben. Tausende Mitarbeiter würden dann ihren Job verlieren.

Der US-Spielwarenkette Toys'R'Us droht das Aus. Die Gesellschaft bereite sich darauf vor, alle ihre Geschäfte in den Vereinigten Staaten zu schließen, verlautete aus dem Umfeld des angeschlagenen Handelskonzerns. Damit wären die Bemühungen des Unternehmens, sich bei laufendem Geschäftsbetrieb unter US-Gläubigerschutz zu sanieren, gescheitert.

Toys'R'Us, das vor allem unter der scharfen Konkurrenz durch Internet-Händlern leidet, hatte im vergangenen September Insolvenz angemeldet. Der Konzern mit Sitz in Wayne im US-Bundesstaat New Jersey strebte bislang eine Umschuldung seiner Verbindlichkeiten an, die sich auf fünf Milliarden US-Dollar belaufen.

Im Rahmen einer Neuausrichtung sollten auch die Niederlassungen umgestaltet werden. Zudem hoffte Toys'R'Us, nach der Reorganisation als Spielzeughändler weiter bestehen zu können.

Entscheidung am 12. März?

Das Unternehmen kündigte erst kürzlich an, 184 Filialen seiner insgesamt 800 US-Filialen zu schließen. Nun prüfe der Konzern auch Pläne, die restlichen Niederlassungen ebenfalls aufzugeben, zitieren US-Medien verschiedene Informanten. Dies könnte Toys'R'Us frühestens am kommenden Montag ankündigen.

Zu Beginn kommender Woche treffen sich die Konzernvertreter und Gläubiger vor dem Konkursgericht in Richmond im US-Bundesstaat Virginia. Der Plan, das US-Geschäft abzuwickeln, sei aber nur eines von mehreren Szenarien, erklärte ein Insider. Einige Kreditgeber würden diesen Weg bevorzugen, während andere offenbar andere Optionen für Toys'R'Us im Sinn hätten, um den Betrieb fortzusetzen.

Quelle: n-tv.de, tje/DJ

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