Wirtschaft

Unternehmen erhalten ErstattungTrump-Regierung zieht zwei Windparks den Stecker

28.04.2026, 15:29 Uhr
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Statt in Windenergie wollen die Unternehmen nun in Flüssigerdgas investieren. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

US-Präsident Trump ist erklärter Gegner erneuerbarer Energien. Die US-Regierung versucht, mehrere Projekte zu stoppen. Nun trifft es zwei Windparks vor der Küste. Die Unternehmen sollen entschädigt werden. Sie kündigen ihrerseits aber auch Maßnahmen an, um die Regierung zu besänftigen.

Fossile Energien statt Windkraft: Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Aufgabe zweier weiterer geplanter Offshore-Windkraftprojekte verkündet - im Gegenzug für Erstattungen an die beteiligten Unternehmen. Mit den erzielten Vereinbarungen würden Projekte beendet, die "nur dann rentabel" seien, wenn sie "durch massive Steuergelder subventioniert" würden, erklärte Innenminister Doug Burgum. Die Rückerstattungen an die Unternehmen sollen nun in die Öl- und Gasförderung fließen. Wie hoch die genannten Investitionen sind und ob die Projekte ohne sie tatsächlich unrentabel wären, ist nicht bekannt.

Wie das Innenministerium am Montag ausführte, betreffen die Vereinbarungen BluePoint Wind, einen Offshore-Windpark vor den Küsten der Bundesstaaten New York und New Jersey, sowie Golden State Wind vor der Küste Kaliforniens. Ocean Winds, ein Joint Venture zwischen dem französischen Energiekonzern Engie und EDP Renewables aus Portugal, hielt 50 Prozent an beiden Projekten. Eine Tochtergesellschaft des Investmentkonzerns Blackrock war Partner beim BluePoint-Windpark.

Den Angaben zufolge erklärte sich die Blackrock-Tochter im Rahmen der Vereinbarung bereit, bis zu 765 Millionen Dollar in eine US-Anlage für Flüssigerdgas (LNG) zu investieren. Bei Golden State Wind gibt es demnach eine Rückerstattung in Höhe von 120 Millionen Dollar, die nun in US-Öl- und Gasvorkommen sowie "Energieinfrastruktur und/oder LNG-Projekten entlang der Golfküste" investiert werden sollen.

Engie erklärte, beide Windkraft-Projekte hätten sich noch in einem frühen Stadium befunden. Das Unternehmen sei "weiterhin engagiert" im Bereich der Offshore-Windenergie - vor allem im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa.

Das US-Innenministerium wies darauf hin, dass die getroffenen Vereinbarungen einem im vergangenen Monat erzielten Abkommen mit dem französischen Energiekonzern TotalEnergies ähnelten. Ende März hatte sich das Unternehmen bereit erklärt, rund 928 Millionen Dollar in ein LNG-Projekt umzuleiten und dafür auf zwei Offshore-Windprojekte vor der Küste New Yorks und North Carolinas zu verzichten.

US-Präsident Trump ist ein erklärter Windkraft-Gegner und hatte nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 ein Dekret gegen den Ausbau der Windenergie unterzeichnet. Sein Vorgänger Joe Biden hatte Windkraft dagegen gefördert.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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