Wirtschaft

US-Delegation derzeit in China Trump erwägt Fristverlängerung im Zollstreit

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US-Präsident Trump hatte damit gedroht, am 2. März neue Zölle einzuführen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem G20-Gipfel beschließen die USA und China, bis zum 1. März keine weiteren Strafzölle zu erheben. Nun denkt US-Präsident Trump über eine Verlängerung der Frist nach. Sie soll aber nur kommen, wenn bei den aktuellen Verhandlungen mit der Volksrepublik wichtige Fortschritte erzielt werden.

US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit China angedeutet, die Frist für mögliche neue oder höhere Zölle am 1. März hinauszuschieben. "Wenn wir nahe an einer Übereinkunft sind (...), könnte ich mir vorstellen, dass ich das für eine Weile schiebe", sagte Trump in Washington. Insgesamt neige er jedoch nicht zu einer Aufschiebung.

Trump hatte sich mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping beim G20-Gipfel in Argentinien Anfang Dezember auf eine 90-Tages-Frist geeinigt, innerhalb derer es nicht zu weiteren Zöllen kommen soll. Die Frist läuft am 1. März aus. Trump hatte auch gesagt, eine Übereinkunft könne nur von den beiden Präsidenten getroffen werden. Ein Treffen mit Xi vor dem 1. März sei aber nicht geplant.

Derzeit ist erneut ein US-Verhandlungsteam in Peking, mit dem Ziel, den Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt beizulegen. An diesem Donnerstag wird nach Angaben aus dem Weißen Haus auch Finanzminister Steven Mnuchin dazustoßen.

Trump hat mit einer Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Importe zum 2. März gedroht, sollte es bis dahin keine Einigung geben. Der US-Präsident stört sich am hohen US-Defizit im Warenaustausch mit China und wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. China bestreitet die Anschuldigungen. Der Konflikt belastet bereits die globale Konjunktur.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/rts