Wirtschaft

Autobauer begrüßen Entscheidung Trump kippt Bußgeld für Spritfresser

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Gebracht hat die Obama-Verordnung nichts: Die Autobauer haben lieber Strafe gezahlt statt die Vorgaben für den Spritverbrauch ihrer Fahrzeugflotte zu erfüllen.

(Foto: REUTERS)

Autobauer in den USA bleiben künftig von höheren Strafen für Verstöße gegen eine Verordnung zum Bau von spritsparenden Autos verschont. US-Präsident Trump nimmt eine entsprechende Verordnung seines Vorgängers Obama wegen des wirtschaftlichen Schadens zurück.

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump nimmt eine Regelung zurück, mit der Autobauer zum Bau von spritsparenden Fahrzeugen angehalten werden sollten. Die noch unter Trumps Vorgänger Barack Obama erlassene Verordnung sah mehr als doppelt so hohe Bußgelder vor, wenn die Hersteller mit ihrer Fahrzeugflotte über einer bestimmten Grenze des Treibstoffverbrauchs liegen.

Die Industrie ging dagegen vor und argumentierte, dass sie das Vorhaben jährlich eine Milliarde Dollar kosten könnte. Als die US-Verkehrsaufsicht die Verfügung aus der Obama-Zeit aussetzte, zogen mehrere Umweltgruppen und US-Staaten wie New York und Kalifornien 2017 vor Gericht. Trumps Regierung begann daraufhin, die Regelung zurückzunehmen - was nun mit einer endgültigen Anordnung abgeschlossen wird.

Der Automobilverband, der unter anderem Volkswagen, Toyota und General Motors vertritt, begrüßte die Entscheidung. Die Obama-Regierung habe den wirtschaftlichen Schaden, der aus ihrem Vorgehen resultiere, außer Acht gelassen, sagte eine Sprecherin. Die Bundesstaaten, die sich juristisch für den Erhalt der strengeren Regelung starkgemacht hatten, wollten die Autobauer in die Pflicht nehmen. Sie argumentierten, wenn die Strafen nicht hoch genug seien, gebe es keine Anreize zum Bau spritsparender Fahrzeuge.

Einige Autobauer, darunter Daimler, Fiat Chrysler und Jaguar Land Rover, haben in der Vergangenheit Bußgelder gezahlt, statt die Vorgaben für den Spritverbrauch ihrer Fahrzeugflotte zu erfüllen.

Quelle: n-tv.de, ddi/rts

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