Wirtschaft

Kräfteringen mit den Demokraten Trump reist wegen Mauerstreit nicht nach Davos

RTS2A4D5.jpg

Ist nach wie vor unnachgiebig in Sachen Grenzsicherung: Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Der US-interne Disput über den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko wirkt sich zunehmend auch aufs Ausland aus. Nun sagt Präsident Trump eine geplante Reise zum Weltwirtschaftsforum kurzerhand ab. Die Schuld dafür gibt er den Demokraten.

US-Präsident Donald Trump hat wegen des Streits um den Haushalt und den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. Er werde die "sehr wichtige Reise" wegen der Unnachgiebigkeit der Demokraten "bei der Grenzsicherheit und der Bedeutung der Sicherheit für unser Land" absagen, erklärte Trump auf Twitter.

Das Weltwirtschaftsforum findet vom 21. bis 25. Januar in der Schweiz statt. Das Weiße Haus hatte Mitte Dezember angekündigt, Trump wolle an der Spitze einer ranghohen US-Delegation dorthin reisen - unter anderem mit Außenminister Mike Pompeo, Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Mnuchin und Pompeo sind für mehrere Diskussionsrunden vorgesehen.

*Datenschutz

Derzeit ist der Republikaner aber mit einem zähen Kräfteringen mit den oppositionellen Demokraten im Kongress beschäftigt. Sie verweigern ihm die geforderte Milliardensumme für sein Mammutprojekt eines Mauerbaus an der mexikanischen Grenze. Der sogenannte Shutdown hält nun schon den 20. Tag an und könnte am Samstag zu dem längsten in der Geschichte der USA werden. Der bisherige Rekord lag bei 21 Tagen 1996 unter Präsident Bill Clinton.

Trump hatte im vergangenen Jahr erstmals an dem bei Globalisierungsgegnern umstrittenen Treffen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzelite in dem Schweizer Skiort Davos teilgenommen. Zuvor hatte er sich mehrmals negativ über die Zusammenkunft geäußert.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa/rts

Mehr zum Thema