Wirtschaft

Besuch angekündigtTrump sieht Handelsabkommen mit Indien auf der Zielgeraden

18.06.2026, 08:43 Uhr
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U-S-President-Donald-Trump-attends-a-bilateral-meeting-with-Indian-Prime-Minister-Narendra-Modi-during-the-G7-Summit-in-Evian-les-Bains-France-June-17-2026
"I feel it in my fingers" sangen schon Wet, Wet, Wet in "Love is all around". Auch zwischen Modi (l.) und Trump hellt sich die Lage wieder spürbar auf. (Foto: REUTERS)

Auf dem Höhepunkt des Handelskonflikts erheben die USA Abgaben in Höhe von 50 Prozent auf Waren aus Indien. Für das bevölkerungsreichste Land der Welt mit seiner aufstrebenden Wirtschaft ein herber Schlag. Nun lichten sich die Wolken, konstatieren Analysten.

Indien und die USA stehen offenbar kurz vor Unterzeichnung eines Handelsabkommens - zumindest wenn man US-Präsident Donald Trump Glauben schenkt. Der Deal sei "sehr nahe", sagte er beim Briefing mit Premierminister Narendra Modi auf dem G-7-Gipfel in Frankreich. Beide Länder haben mehrere Verhandlungsrunden über Zölle geführt. Im Februar hieß es, sie hätten eine Einigung über die Senkung der US-Abgaben auf indische Waren erzielt, ein endgültiges Abkommen steht jedoch noch aus.

In einem Beitrag auf X teilte Modi mit, er und Trump hätten bei ihrem Treffen im französischen Evian die anhaltenden Fortschritte in der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie, Verteidigung und Technologie erörtert. Trump nannte Modi einen "sehr harten Verhandlungsführer" und sagte: "Wir werden sehr bald in Indien sein." Solange er Präsident sei, habe Indien einen großen Freund im Weißen Haus.

Die anhaltende Unsicherheit über die Zölle hatte monatelang die Wirtschaftsaussichten Indiens überschattet und die Marktstimmung belastet. Ökonomen zufolge lichten sich die Wolken jedoch. Laut einem Bericht von Barclays erreichten die effektiven US-Zölle auf indische Waren auf dem Höhepunkt der Handelseskalation 50 Prozent, was die Aussichten für Exporte und ausländische Direktinvestitionen trübte.

Dies habe in Verbindung mit einer Umschichtung in Märkte für Hardware für künstliche Intelligenz in anderen Teilen Asiens und dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten zu einem Ausverkauf an den indischen Aktienmärkten geführt, so Ajay Rajadhyaksha und Aastha Gudwani von Barclays.

Vor drei Monaten sei Indien mit einer Energiekrise, Zollproblemen und einem Markt konfrontiert gewesen, der deutlich Schlimmeres eingepreist habe, so Barclays. Da der Gegenwind nun nachlasse, verdiene die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt einen zweiten Blick, fügte die Bank hinzu.

Barclays erwartet, dass Indien auf einen noch niedrigeren Zoll als vereinbart drängen wird, da viele Länder bei zehn Prozent liegen. Aber selbst wenn dies nicht geschieht, scheint die Situation deutlich verbessert.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

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