Wirtschaft

Gewinnprognose nach oben korrigiert Tui trotzt der Angst vor Terror

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Zwar verkauft Tui auf dem Heimatmarkt weniger Pauschalreisen - konzernweit steigt die Zahl der Gäste allerdings.

(Foto: dpa)

Der Reisekonzern Tui steckt die Terrorangst und den massiven Buchungsrückgang bei Türkei-Reisen offenbar gut weg. Insgesamt verzeichnet das Unternehmen mehr Gäste. Aber an der Reiselust der Deutschen liegt das nicht.

Tui trotzt der Türkei-Krise und den Terroranschlägen in Europa. Obwohl der weltgrößte Reisekonzern im Sommer auf dem wichtigen deutschen Heimatmarkt weniger Pauschalreisen verkaufte als ein Jahr zuvor, stieg die Zahl der Gäste konzernweit um ein Prozent, wie der Reiseveranstalter mitteilte.

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Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr rechnet Vorstandschef Fritz Joussen daher mit mehr Gewinn als zuletzt: Rechnet man Sondereffekte, Währungskurse und das verkaufte Reiseportal Hotelbeds heraus, soll der operative Gewinn (Ebita) um 12 bis 13 Prozent zulegen. Bisher hatte Tui ein Plus von 10 Prozent angepeilt.

Einen herben Buchungseinbruch bei Reisen in die Türkei konnte Tui mit Angeboten für andere Ziele mehr als wettmachen. Die Kunden verhielten sich allerdings sehr unterschiedlich. Während die Briten bei Tui 5 Prozent mehr Reisen buchten als im Vorjahr und dabei im Schnitt gleich viel ausgaben, ging die Zahl der Gäste aus den nordischen Ländern um 10 Prozent zurück.

Thomas Cook spürt die Flaute

In Deutschland verkaufte Tui zwei Prozent weniger Reisen als im Vorjahreszeitraum, dabei gaben die Kunden aber im Schnitt 1 Prozent mehr Geld aus. In den Benelux-Ländern, wo die Terroranschläge in Belgien viele Menschen verunsichert hatten, zählte Tui 2 Prozent mehr Gäste. Der durchschnittliche Reisepreis sank jedoch um 3 Prozent.

Der kleinere Tui-Rivale Thomas Cook hat im Sommer hingegen auch insgesamt einen merklichen Buchungsrückgang zu spüren bekommen. Bei dem Veranstalter mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor ging die Zahl der Urlauber im Sommer insgesamt um vier Prozent zurück, in Deutschland sogar um sechs Prozent. Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser hatte daher bereits im Juli sein Gewinnziel gesenkt.

Quelle: ntv.de, jgu/dpa

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