Wirtschaft

Elon Musk sei "unglaubwürdig" Twitter gibt sich vor Prozess siegessicher

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Tesla-Chef Musk gibt an, von Twitter hereingelegt worden zu sein.

(Foto: REUTERS)

Nach der geplatzten Twitter-Übernahme durch Elon Musk treffen sich beide Parteien im Oktober vor Gericht. Der Konzern gibt sich auch nach einer Gegenklage des Tech-Milliardärs gelassen und vertraut auf "Beweise und gesunden Menschenverstand".

Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat der Kurzbotschaftendienst dem Hightech-Milliardär Elon Musk Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Musks Aussage, er sei von Twitter "hereingelegt" worden, sei "unglaubwürdig" und widerspreche den Fakten, teilte Twitter mit. Der Prozess um die abgesagte Übernahme soll am 17. Oktober im US-Bundesstaat Delaware beginnen.

Der reichste Mensch der Welt hatte die im April angekündigte Übernahme von Twitter für einen Preis von 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) am 8. Juli wegen angeblich "falscher und irreführender" Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen lassen. Er wirft Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben. Twitter bezeichnete diese Begründung als "Heuchelei" und will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs zwingen.

Der Prozess vor dem Gericht in Delaware ist auf fünf Tage angesetzt. Der Milliardär reichte Gegenklage ein, allerdings als vertraulich gekennzeichnet, sodass sie nicht eingesehen werden kann. In einer Entgegnung auf diese Gegenklage erklärte nun Twitter, "Beweise und gesunder Menschenverstand" widersprächen der "Geschichte", die Musk erzähle. Es sei einfach unglaubwürdig, dass Musk, "der Gründer mehrerer Unternehmen, beraten von Wall-Street-Bankern und Anwälten" von Twitter hereingelegt worden sei.

Der Verwaltungsratschef von Twitter, Bret Taylor, erklärte, die Angaben Musks seien "ungenau, juristisch nicht ausreichend und geschäftlich nicht haltbar". Er fügte hinzu: "Wir haben es eilig, dass der Prozess beginnt." Beobachter halten eine gerichtliche Niederlage Musks und damit eine erzwungene Erfüllung des Übernahmeabkommens für durchaus denkbar. Möglich wäre auch, dass der Multimilliardär Twitter eine in der Vereinbarung vorgesehene Vertragsstrafe von bis zu einer Milliarde Dollar zahlen muss.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP

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