Wirtschaft

Erwartungen übertroffen UBS verdient an Firmen und Verbrauchern

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Die Bank hat nach eigenem Bekunden erneut unter komplizierten Marktbedingungen "sehr konkurrenzfähige Renditen" erwirtschaftet.

(Foto: REUTERS)

Die Vermögensverwaltung bereitet den Schweizern bei der UBS Sorgen. Die Erträge fallen angesichts des weiter angespannten Marktumfeldes geringer aus. Dagegen legt das Kreditgeschäft zu. Am Ende verdient die Bank überraschend viel.

Die Schweizer Bank UBS hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Dabei profitierte das Geldhaus von einem starken Asset Management und einem soliden Privat- und Firmenkundengeschäft. Sowohl im Wealth Management als auch im Investmentbanking verdiente die Bank dagegen weniger.

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Unter dem Strich blieben mit knapp 1,4 Milliarden US-Dollar etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern belief sich das Ergebnis auf gut 1,8 Milliarden Dollar - ein Plus von drei Prozent. Dagegen fielen die Einnahmen mit 7,5 Milliarden Dollar geringer aus. Allerdings hatten die Analysten mit einem größeren Rückgang gerechnet.

Die Bank habe es geschafft, "auch unter weit schwierigeren Marktbedingungen als im letzten Jahr sehr konkurrenzfähige Renditen zu generieren", sagte Vorstandschef Sergio Ermotti. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTE) lag bei 12,0 Prozent.

In der Sparte Global Wealth Management, welche den größten Teil zum Konzerngewinn beiträgt, verdiente die Bank deutlich weniger als im Vorjahr. Zudem zogen die Kunden Gelder ab. Die Nettomittelabflüsse beliefen sich auf 2 Milliarden Dollar, was laut UBS auf die USA zurückzuführen war, hauptsächlich wegen saisonaler steuerbedingter Abflüsse von 5,1 Milliarden. Im ersten Quartal hatte das Geschäftsfeld noch 22 Milliarden Dollar eingesammelt. Das bereinigte Vorsteuerergebnis der Sparte sank um zwölf Prozent auf 886 Millionen Dollar.

Steigendes Kreditvolumen und niedrigere Kosten

Im Investmentbanking konnte sich die UBS dem schwierigen Umfeld nicht entziehen. Das bereinigte Vorsteuerergebnis brach um fast ein Viertel auf 440 Millionen Dollar ein. Im Beratungsgeschäft meldete die Bank zwar steigende Erträge. Im Aktiengeschäft sanken die Einnahmen jedoch wegen rückläufiger Volumina, Marktvolatilität und Kundenaktivität um neun Prozent.

Besser lief es in der Sparte Personal & Corporate Banking. Hier profitierte die Bank von einem steigenden Kreditvolumen und niedrigeren Kosten. Am Ende kletterte das Ergebnis um elf Prozent. Mehr Gebühreneinnahmen sorgten im Geschäftsfeld Asset Management für einen Ergebnisanstieg um zehn Prozent.

Die UBS setzt darauf, die Auswirkungen der von den Notenbanken signalisierten neuen Stimulierungsmaßnahmen durch das stark diversifizierte Geschäftsmodell zu mindern. Eine verbesserte Anlegerstimmung und höhere Marktvolatilität könnten dazu beitragen, die typische Verlangsamung im dritten Quartal auszugleichen, so die UBS.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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