Wirtschaft

Unterwegs mit Mach 1,7 US-Airline integriert künftig Überschallflieger

In vier Stunden von New York nach Frankfurt - der Überschallflieger von Boom macht es möglich. Mit United Airlines will nun die erste Fluggesellschaft solche Overture-Flugzeuge in die Flotte aufnehmen. Passagiere müssen sich allerdings noch ein paar Jahre gedulden.

Die US-Fluggesellschaft United Airlines Holdings will die künftigen Überschallflugzeuge von Boom Supersonic kaufen, sollten diese die Sicherheits- und Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Wie die beiden Gesellschaften mitteilten, erklärte sich United bereit, 15 der von Boom geplanten Overture-Flugzeuge zu erwerben. Diese sollen in der Lage sein, mit Mach 1,7 zu fliegen - also mit 1,7-facher Schallgeschwindigkeit.

Die derzeitigen Verkehrsflugzeuge überschreiten die Schallgeschwindigkeit nicht. Der Vertrag beinhaltet eine Option für weitere 35 Flugzeuge. Mit der Overture könnte ab 2029 der erste kommerzielle Passagierjet mit Überschallgeschwindigkeit seit der Concorde in den Linienbetrieb gehen, die ersten Testflüge sollen 2026 starten.

Zukünftig geplante Routen beinhalten einen dreieinhalbstündigen Flug von Newark nach London, von Newark nach Frankfurt in vier Stunden und von San Francisco nach Tokio in nur sechs Stunden, so die beiden Unternehmen weiter.

Vom Overture-Typ gibt es noch nicht einmal einen Prototyp, an Bord sollen aber zwischen 65 und 88 Personen Platz haben. Seit der Gründung des Unternehmens 2014 konnte Boom bereits 270 Millionen Dollar an Kapital einsammeln und hat mittlerweile 150 Angestellte.

Der Ansatz von Boom ist ein völlig anderer als beim letzten Überschallflieger, der Concorde. Für Flüge mit der französisch-britischen Co-Produktion mussten Passagiere bis zu 20.000 Dollar zahlen, ehe das Modell 2003 aus dem Verkehr genommen wurde. "Das ist kein Reisen, das ist etwas, was man vielleicht einmal im Leben erreichen möchte", sagte Boom-Gründer Blake Scholl dem Sender CNN. Sein Unternehmen wolle das Gegenteil erreichen: "Dass man in vier Stunden für 100 Dollar überall auf der Welt ist."

Quelle: ntv.de, mba/DJ

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