Wirtschaft

Überraschend viele neue Jobs US-Arbeitsmarkt meldet sich robust zurück

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Viele US-Unternehmen stellen wieder ein - die Frage ist nur wie nachhaltig der Aufschwung am Arbeitsmarkt angesichts steigender Coronavirus-Zahlen ist.

(Foto: AP)

So schnell, wie es in der Corona-Krise am US-Arbeitsmarkt bergab ging, scheint es auch wieder bergauf zu gehen. Überraschend viele neue Jobs entstehen im Juni - die Arbeitslosenquote sinkt deutlich. Allerdings gibt es einen Haken.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist inmitten der Coronavirus-Krise stärker zurückgegangen als erwartet. Laut US-Arbeitsministerium wurden innerhalb eines Monats 4,8 Millionen Menschen eingestellt. Experten hatten nur mit knapp 3 Millionen gerechnet. Die Arbeitslosenquote war im Zuge der Coronavirus-Pandemie zwischenzeitlich auf 14,7 Prozent gesprungen. Im Mai sank sie dann auf 13,3 Prozent - und nun auf 11,1 Prozent.

Allerdings wurden die Daten bereits Mitte Juni erhoben. Danach stiegen die Zahlen der Coronavirus-Infektionen aber wieder stark an. Dies könnte den Aufschwung am Arbeitsmarkt wieder bremsen. Die US-Stundenlöhne fielen gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent auf 29,37 Dollar. Ökonomen hatten nur ein Minus von 0,8 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 5,0 Prozent höher.

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Allerdings verlieren wegen der Corona-Krise nach wie vor viele Menschen ihre Jobs. In der vergangenen Woche meldeten sich knapp 1,43 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das Arbeitsministerium in einer zweiten Erklärung mitteilte. Nach Einschätzung der US-Währungshüterin Mary Daly ist das Land noch weit von Normalität entfernt: Sie geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote auch gegen Jahresende noch zweistellig sein wird.

Die Coronavirus-Pandemie hat die USA in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt. Zwar gab es in den vergangenen Wochen Anzeichen einer ökonomischen Erholung. Zugleich steigt derzeit die Zahl der Corona-Infektionen wieder rasant an. Zuletzt wurde binnen 24 Stunden die Rekordzahl von knapp 53.000 Neuinfektionen registriert. Bislang wurden in den USA rund 2,7 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 128.000 Tote gemeldet. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

In den vergangenen Wochen waren die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus - trotz Warnungen von Experten - schrittweise gelockert worden. US-Präsident Donald Trump will eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität, um vor der Präsidentschaftswahl im November die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/rts/DJ