Wirtschaft

Erneut Ärger beim Pannenflieger US-Aufsicht ordnet 737-Max-Reparatur an

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Boeing hatte Kunden schon vor drei Wochen vor einem möglichen Defekt gewarnt.

(Foto: imago images / Xinhua)

Wieder Probleme mit dem Krisenjet: Erneut schaltet sich die US-Flugbehörde bei Problemen mit Boeings 737 Max ein. Das Elektro-Problem stellt sich gravierender als gedacht heraus. Die Mängelbeseitigung soll aber keinen großen Aufwand verursachen.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat Reparaturen an etlichen Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max angeordnet, die derzeit wegen eines Problems mit der Elektrik nicht abheben können. Die Behörde veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) in Washington konkrete Instruktionen zur Beseitigung der Mängel. Betroffen sind laut FAA 106 Maschinen, von denen 71 in den USA zugelassen seien. Die Reparaturen dürften maximal 24 Stunden Arbeit pro Flugzeug erfordern, schätzte die Aufsicht.

Boeing hatte Kunden vor rund drei Wochen vor einem potenziellen Defekt gewarnt und geraten, den Betrieb der Flieger auszusetzen, bis mögliche Mängel am Stromversorgungssystem ausgeschlossen werden können. US-Airlines zogen daraufhin Dutzende Maschinen aus dem Verkehr. Dieser Schritt erfolgte freiwillig, ein Startverbot der FAA gab es nicht. Später räumte Boeing ein, dass das Problem weitreichender als gedacht sei und Komponenten in mehreren Bereichen des Cockpits betreffe.

Die nun veröffentlichte FAA-Direktive zur Gewährleistung der Flugtauglichkeit der 737 Max scheint immerhin die von Boeing bereits geäußerte Annahme zu bestätigen, dass die Mängelbeseitigung keinen übermäßig großen Aufwand verursacht. Die Kosten für die Reparatur der 71 in den USA zugelassenen Flugzeuge beziffert die Aufsicht auf rund 155.000 Dollar. Boeing-Chef Dave Calhoun hatte zuvor erklärt, dass nicht mehr als ein paar Tage Arbeit pro Maschine nötig sein dürften.

Zusätzlich zu den Jets in Flugbetrieb müssen allerdings auch noch Hunderte 737 Max repariert werden, die Boeing seit 2019 gebaut und noch nicht an Kunden übergeben hat. Die Modellserie war nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten rund 20 Monate mit Flugverboten belegt und erst im November wieder in den USA zugelassen worden. Als Grund für die Unglücke galt eine defekte Steuerungssoftware. Die aktuellen Probleme stünden nicht im Zusammenhang damit, versichert Boeing.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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