Wirtschaft

Wirtschaftsstandort weiter top US-Firmen loben deutsche Krisenmaßnahmen

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Die US-Handelskammer erwartet im kommenden Jahr eine erholte deutsche Wirtschaft

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Kurzarbeit, Kündigungen und Konjunktureinbruch. Die Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft hart, doch das Vertrauen von US-Unternehmen in den Wirtschaftsstandort Deutschland ist weiter hoch. Grund dafür ist vor allem das Krisenmanagement der Bundesregierung.

US-Unternehmen geben dem Wirtschaftsstandort Deutschland auch in der Corona-Krise gute Noten. Die 50 umsatzstärksten US-Firmen hierzulande bewerteten den Standort in diesem Jahr mit der Note 1,8 und damit noch positiver als im Jahr zuvor, wie die US-Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) mitteilt. "Das Vertrauen der Top-50-Unternehmen in die deutsche Wirtschaft ist groß", sagt Frank Sportolari, Präsident von AmCham Germany.

Maßnahmen wie das Kurzarbeitergeld zeichnen den Wirtschaftsstandort aus, ebenso wie der Rettungsschirm für Selbstständige und Mittelständler. Die Hälfte der Top-50-Unternehmen hat ihre Investitionen in Deutschland im Zuge der Covid-19-Pandemie konstant gehalten, 31 Prozent investieren sogar mehr als zuvor. Die US-Firmen erwarten, dass sich die deutsche Wirtschaft 2021 deutlich erholt. In diesem Jahr hinterlässt die Krise allerdings deutliche Spuren in den Bilanzen. Den Angaben zufolge sehen 56 Prozent der Firmen einen Umsatzrückgang in Deutschland, 39 Prozent einen Rückgang der Profitabilität.

Das Ranking der größten US-Arbeitgeber in Deutschland wurde im vergangenen Geschäftsjahr erneut von McDonald's Deutschland (etwa 61.000 Mitarbeiter inklusive Franchise) angeführt, gefolgt von den Ford-Werken (22.650 Mitarbeiter) sowie Amazon und United Parcel Service Deutschland (jeweils 20.000 Mitarbeiter). Der Umsatz der Top 50 steigt im Schnitt um 1,8 Prozent und damit weniger stark als im Jahr zuvor. Bremsspuren im Maschinenbau- und Automobilsektor haben sich bemerkbar gemacht.

Quelle: ntv.de, dhe/dpa