Wirtschaft

Nach Trumps Amtseinführung US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

RTX2U50L.jpg

Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank.

(Foto: REUTERS)

Die US-Notenbank Fed tastet den Leitzins auch nach Trumps Amtseinführung im Januar erwartungsgemäß nicht an. Obwohl der Arbeitsmarkt in den USA stabil bleibt, wird es in Zukunft nur vorsichtige Änderungen geben.

Die US-Notenbank hat das Niveau ihres Leitzinses bestätigt, aber ohne einen Zeitpunkt für den nächsten Zinsschritt zu signalisieren. Der geldpolitische Schlüsselsatz verharrte damit in der Spanne von 0,50 bis 0,75 Prozent. Der Zinsbeschluss fiel einstimmig. Börsianer und Ökonomen hatten mit diesen Beschlüssen gerechnet. In ihrem Begleittext zu der Zinsentscheidung erklärten die Währungshüter, dass es "nur zu schrittweisen Erhöhungen des Zinsniveaus" kommen dürfte.

Im Dezember 2016 hatte die Federal Reserve ihren Leitzins angesichts der besser laufenden Konjunktur um 25 Basispunkte erhöht. Nach Äußerungen führender Währungshüter könnte er dieses Jahr bis zu dreimal um insgesamt 75 Basispunkte angehoben werden. Viele Anleger erwarten, dass die von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur die Konjunktur zusätzlich anheizen werden.

Sollte die Konjunktur in den kommenden Monaten nur moderat vorankommen und die Inflation aufgrund des starken Dollar überschaubar bleiben, rechnen die meisten Experten erst im Juni mit der nächsten Zinserhöhung. Nach diesem Zeitpunkt hängt viel von Umfang und Ausrichtung des von Trump angekündigten Fiskalpakets ab. In ihrem Statement machte die Fed allerdings keinerlei Aussagen zu Trumps Fiskal- oder Wirtschaftsplänen.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, jki/dj

Mehr zum Thema