Wirtschaft

Hilfsprogramm für Airlines läuft US-Regierung macht Milliarden locker

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Die Flugpläne sind auf ein Minimum zusammengestrichen, der Großteil der Flotten bleibt derzeit am Boden.

(Foto: AP)

Die Corona-Krise hat US-Fluggesellschaften schwer getroffen. Weit über 2000 Flugzeuge stehen im Hangar, die noch fliegenden Maschinen bleiben meist fast leer. Jetzt kommt die Regierung den Airlines zur Hilfe.

Die US-Regierung wird heimische Fluggesellschaften wegen der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Rettungspaket unter die Arme greifen. Zehn Fluglinien - darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines - wollten die Unterstützung der Regierung annehmen, erklärte das US-Finanzministerium. Mit den Hilfen - einer Mischung aus Fördermitteln und Krediten - soll vor allem der Großteil der Gehälter der Beschäftigten weitergezahlt werden, um Entlassungen zu vermeiden. Medienberichten zufolge geht es dabei insgesamt um rund 25 Milliarden US-Dollar (23 Milliarden Euro).

US-Präsident Donald Trump erklärte im Weißen Haus, es gehe bei dem Hilfsprogramm darum, "die wichtige Rolle zu erhalten, die Airlines für unsere Wirtschaft spielen". Die Hilfen würden es den Fluggesellschaften ermöglichen, die nicht von ihnen verschuldete "schwierige Phase" zu überstehen, sagte Trump. Das Geschäft vieler Airlines ist infolge der Coronavirus-Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen. Einem Industrieverband der Luftfahrtindustrie zufolge haben US-Airlines inzwischen rund 2400 Flugzeuge stillgelegt.

Mittel sollen rasch fließen

American Airlines hat angekündigt, aus dem Programm der Regierung rund 5,8 Milliarden US-Dollar zu erhalten. Davon seien 4,1 Milliarden Dollar direkte Unterstützung, der Rest sei ein Kredit mit niedrigem Zinssatz. Zudem will sich die Fluggesellschaft um einen weiteren Kredit der Regierung in Höhe von 4,75 Milliarden Dollar bewerben. Die Firma beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben 130.000 Menschen.

Delta Air Lines
Delta Air Lines 34,66

Delta Airlines soll 5,4 Milliarden Dollar erhalten. "Das ist ein entscheidender Schritt, aber nur einer von vielen, die uns über die kommenden Monate bringen werden", erklärte Delta-Vorstandschef Ed Bastian in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Die Hilfen würden es ermöglichen, bis Ende September Kürzungen beim Personal zu vermeiden, obwohl die Passagierzahlen um 95 Prozent eingebrochen seien.

Southwest Airlines wiederum teilte mit, die Fluggesellschaft werde rund 3,2 Milliarden Dollar Hilfen bekommen, um die 60.000 Arbeitsplätze des Unternehmens bis Ende September zu erhalten. Rund 2,3 Milliarden Dollar davon seien direkte Hilfszahlungen. Die Fluggesellschaft JetBlue soll knapp eine Milliarde Dollar bekommen. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, die Regierung wolle die Vereinbarungen möglichst rasch abschließen und "die Mittel so schnell wie möglich auszahlen". Die Regierung stehe zudem noch mit weiteren Airlines im Gespräch über eine mögliche Inanspruchnahme der Hilfen. Das Programm zur Fortzahlung der Löhne war Teil des im März beschlossenen und 2,2 Billionen Dollar schweren Konjunkturpakets. Es steht auch anderen Unternehmen und Industrien offen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa