Wirtschaft

"Wohl bereits in der Rezession" US-Wirtschaft bricht im März ein

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Die Pandemie erfasst die US-Wirtschaft mit voller Härte.

(Foto: dpa)

Die US-Einkaufsmanager verheißen nichts Gutes - sie liegen in diesem Monat weit unterhalb der Wachstumsschwelle und sind damit schlechter als von Ökonomen prognostiziert. Ein Experte erwartet einen massiven Einbruch am US-Arbeitsmarkt.

Die US-Wirtschaft hat im in diesem Monat wegen der Coronavirus-Pandemie den stärksten Einbruch seit einem Jahrzehnt erlitten. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 40,5 von 49,6 Punkten im Vormonat. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2009. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sank jedoch lediglich auf 49,2 von 50,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen regelrechten Absturz auf 42,5 erwartet. Der Index für den Servicesektor brach indessen auf 39,1 von 49,4 Punkten ein. Die Prognose hatte auf einen Rückgang auf 42,0 gelautet.

"Die Umfrage unterstreicht, dass sich die USA wahrscheinlich bereits in einer Rezession befinden, die sich unweigerlich noch weiter vertiefen wird", erklärte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

"Der Einkaufsmanagerindex weist auf einen BIP-Rückgang von annualisiert rund 5 Prozent, aber die wachsende Zahl von Ausgangssperren und Betriebsschließungen bedeutet, dass der Rückgang im zweiten Quartal wahrscheinlich viel stärker ausfallen wird."

Fed-Banker: Arbeitslosenzahl wird hochschnellen

Die Coronakrise belastet die größte Volkswirtschaft der Welt massiv. Der Präsident der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard, rechnet mit einer Arbeitslosigkeit von 30 Prozent im zweiten Quartal.

Derzeit verbreitet sich das Virus in den USA rasch; in einer Studie vom 16. März sagten die Experten des Imperial College in London 2,2 Millionen Tote voraus. Die Kapazitäten der Krankenhäuser würden bereits in der zweiten Aprilwoche überfordert. Bei einer "optimalen Eindämmungspolitik" könnten 600.000 Leben gerettet werden, sagten Volkswirte der Northwestern University sowie der Freien Universität Berlin.

Quelle: ntv.de, wne/rts