Wirtschaft
Die Wachstumzahlen in den USA werden nach oben korrigiert.
Die Wachstumzahlen in den USA werden nach oben korrigiert.(Foto: dpa)
Donnerstag, 22. Dezember 2016

Zuletzt mehr als drei Prozent: US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Überraschend deutlich steigt die Wirtschaftsleistung in den USA im dritten Quartal. Nach mäßigen Wachstumsraten im ersten Halbjahr müssen Ökonomen ihre Prognosen nach oben korrigieren. Der Grund dafür liegt an einer wichtigen Kennziffer.

Die US-Wirtschaft ist etwas besser in Schwung als gedacht. Wie das US-Handelsministerium in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent. Ökonomen hatten mit 3,2 Prozent gerechnet.

Das ist der stärkste Zuwachs seit Sommer 2014. Im zweiten Quartal war das BIP um 1,4 Prozent gestiegen und im ersten Quartal sogar nur um 0,8 Prozent. Grund für die Aufwärtskorrektur: Die Konsumausgaben stiegen etwas kräftiger als bislang angenommen. Diese stiegen um 3,0 Prozent und die Unternehmensgewinne um 2,6 Prozent.

Im November steigerten die Verbraucher ihre Ausgaben jedoch nur moderat. Der private Konsum zog zum Vormonat um 0,2 Prozent an. Im Oktober war der Zuwachs nach revidierten Daten noch doppelt so groß. Die Verbraucherausgaben stehen für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftskraft.

Die Notenbank hat angesichts der rund laufenden Konjunktur ihren Leitzins erstmals seit einem Jahr erhöht. Für 2017 fasst sie drei weitere Anhebungen ins Auge. Die Währungshüter erwarten, dass die Wirtschaftsleistung nächstes Jahr um zwei Prozent zulegen wird. Viele Experten rechnen damit, dass die geplanten Steuersenkungen und ein billionenschweres Infrastrukturprogramm des künftigen US-Präsidenten Donald Trump der Konjunktur zusätzlichen Schub verleihen werden.

Die Fed schaut jedoch nicht nur auf den Konsum, sondern ebenso auf die Inflation. Die Preise bei den persönlichen Verbraucherausgaben (PCE) - also ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten - zogen im Vergleich zum November 2015 um 1,6 Prozent an. Dieser Wert liegt unter dem Zielwert der Fed, die 2,0 Prozent anstrebt.

Quelle: n-tv.de

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