Wirtschaft

Düsseldorfer Dividende lockt Uniper-Interessent Fortum wächst kräftig

95738996.jpg

Fortum setzt deutlich mehr um.

(Foto: picture alliance / Linda Manner/)

Kommende Woche will Fortum den Stand ihrer Bemühungen um die Eon-Tochter Uniper bekanntgeben. Zuvor öffnen die Finnen die Bücher - und präsentieren ein glänzendes abgelaufenes Geschäftsjahr.

Der Uniper-Käufer Fortum aus Finnland hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Der Stromkonzern steigerte seinen Gewinn auf Jahressicht um 75 Prozent auf 882 Millionen Euro. Der Umsatz legte um knapp 900 Millionen Euro auf 4,5 Milliarden zu. Das Unternehmen will seinen Anteilseignern, darunter mehrheitlich der finnische Staat, wiederum 1,10 Euro pro Anteilsschein als Dividende ausschütten.

In der Jahresbilanz nimmt die Übernahme der bisherigen Eon-Kraftwerkstochter Uniper eine prominente Position ein. "Wir sehen zahlreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Uniper, um Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen. Wir betrachten unsere Investition als Win-Win-Situation", sagte Fortum-Chef Pekka Lundmark.

Für den Anteil von 46,65 Prozent zahlen die Finnen rund vier Milliarden Euro an Eon. Weil sie mehr als 30 Prozent übernehmen wollten, musste ein Angebot an alle Aktionäre vorgelegt werden. Um Mitternacht endet an diesem Freitag die Frist für Uniper-Aktionäre, die Fortum ihre Anteile andienen wollen.

Bislang halten sie sich aber zurück, weil der Uniper-Kurs an der Börse über der Offerte von 22 Euro je Aktie steht. Bisher sind dem Konzern aus dem hohen Norden nur 0,28 Prozent des Grundkapitals zusätzlich angeboten worden.

Am Dienstag will Fortum berichten, wie viele Aktionäre auf das Angebot schließlich eingegangen sind. Lundmark schloss neulich aus, den Investmentfonds Elliott und Knight Vinke ihre Anteile abzukaufen. Nach seinen Worten ist es die Dividende aus Düsseldorf, die den Einstieg in Deutschland rechtfertigt. Uniper hatte die Übernahme über Monate als feindlichen Vorstoß bekämpft. Vorstandschef Klaus Schäfer wollte den Versorger in eigener Regie führen.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

Mehr zum Thema