Wirtschaft

Zahlen im Mai stark eingebrochen Urlauber bleiben Türkei fern

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Die Bundesregierung hatte die Türkei vergangene Woche zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Tourismusbranche ist auf Urlauber aus Russland, Deutschland und Großbritannien angewiesen. Doch unter der Corona-Pandemie hat der Wirtschaftszweig stark gelitten. Im Mai sind nur rund 30.000 Besucher in das Land gereist - und damit 99 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Türkei setzt auf ein rasches Wiederhochfahren des für die Wirtschaft des Landes so wichtigen Tourismus und baut dabei auf deutsche Urlauber. Er hoffe, dass die gesamte Zahl der Reisenden in diesem Jahr trotz der Corona-Krise noch etwa die Hälfte der 45 Millionen von 2019 erreiche, sagte Tourismus-Minister Mehmet Ersoy.

Im Mai war die Zahl der ausländischen Gäste um 99,3 Prozent auf knapp 30.000 eingebrochen, wie sein Ministerium mitteilte. Seit dem 11. Juni ist das Einreiseverbot etwa für Deutsche aufgehoben. Das Auswärtige Amt warnt wegen der Virus-Pandemie allerdings weiter "vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei".

Der türkische Tourismus ist auf Urlauber - und damit auch auf Flüge - aus Russland, Deutschland und Großbritannien angewiesen. Die Urlaubsregion Antalya war am Wochenende fast wie leergefegt und in Hotels wurden kaum ausländische Besucher gesehen. Solche Hotels "können nicht überleben nur mit türkischen Touristen", betont Ersoy. Die nächsten zehn Tage seien entscheidend, was die Öffnung von Grenzen angehe. "Bis jetzt ist noch unklar, wie der internationale Verkehr starten wird."

Die Tourismusbranche kommt in der Türkei auf rund zwölf Prozent der Wirtschaftskraft. Die Regierung hat zuletzt das Programm "gesunder Tourismus" angeschoben, um auch mit Hygiene-Tests für Vertrauen bei den Urlaubern zu sorgen.

Quelle: ntv.de, jki/rts