Wirtschaft

Plan für Stellenabbau bekräftigtVW-Konzern will 50.000 Jobs bis 2030 streichen

10.03.2026, 15:51 Uhr
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Mitarbeiter-ueberpruefen-im-Lichttunnel-der-Lackiererei-im-Werk-von-Volkswagen-den-Lack-einer-Karosserie-Der-VW-Konzern-praesentiert-am-Dienstag-in-Wolfsburg-seine-Bilanz-fuer-2025
Vor allem durch Altersteilzeit und Abfindungen sollen Stellen wegfallen. (Foto: picture alliance/dpa)

Europas größter Autobauer steht seit Jahren unter Druck. Unter anderem die zunehmende Konkurrenz aus China, der Wandel zur Elektromobilität und Zölle machen dem VW-Konzern zur schaffen. Und so fällt auch das jüngste Konzernergebnis bitter aus. An ihrem Vorhaben zum Stellenabbau wollen die Autobauer festhalten.

Der VW-Konzern hat das Ziel bekräftigt, bis 2030 Zehntausende Jobs zu streichen. "In Summe sollen im Volkswagen Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen", heißt es im Geschäftsbericht des Konzerns. Das Ziel hatte der Konzern bereits ab Ende 2024 in Tarifeinigungen bei den einzelnen Marken genannt.

Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich damals nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das allein bei der Kernmarke VW den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Weitere kommen bei Audi und Porsche hinzu: Bei Audi sollen bis 2029 bis zu 7500 Stellen wegfallen, bei Porsche bisherigen Plänen zufolge 3900 Stellen inklusive Leiharbeitern. Der Abbau soll vor allem über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei ausgeschlossen.

Der Volkswagen-Konzern macht weiterhin harte Zeiten durch. Das zeigt auch die jüngste Bilanz: Im vergangenen Jahr brach der Gewinn des Konzerns um knapp die Hälfte ein. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro. Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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