Wirtschaft

Zölle und Porsche belastenGewinn bei Volkswagen um knapp die Hälfte eingebrochen

10.03.2026, 07:35 Uhr
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Bei Volkswagen läuft es nicht mehr so gut wie zu früheren Zeiten. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Ein Grund dafür sind die US-Zölle, ein anderer die schlecht laufenden Geschäfte bei Porsche. Für 2026 wird aber ein Umsatzplus erwartet.

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Der Nettogewinn sank auf 6,9 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern mitteilte. Das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016. Verantwortlich macht der Autobauer vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche.

Doch auch bereinigt um Sonderfaktoren wie Abschreibungen bei Porsche lag die Gewinnmarge nur bei 4,6 Prozent. Werden die Zollkosten herausgerechnet, steigt sie auf 5,5 Prozent. Das reiche "langfristig nicht aus", erklärte VW-Finanzvorstand Arno Antlitz. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern zunächst mit 4,0 bis 5,5 Prozent Rendite.

Der Konzernumsatz blieb 2025 den Angaben nach weitgehend stabil bei knapp 322 Milliarden Euro (minus 0,8 Prozent). Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent voraus. Weltweit beschäftigte VW 662.900 Mitarbeiter - 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Gute Geschäfte in Europa und Südamerika

Bei den Absatzzahlen freut sich der Autokonzern über einen Anstieg um fünf Prozent in Europa und zehn Prozent in Südamerika. In Nordamerika verkaufte VW hingegen zwölf Prozent weniger Fahrzeuge, in China sechs Prozent weniger. Insgesamt verkaufte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge, nach etwas mehr als neun Millionen im Vorjahr. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge stieg auf 22 Prozent vom Auftragsbestand. Im Absatz legten E-Autos um 55 Prozent zu.

Wie Volkswagen mitteilte, belief sich das operative Ergebnis von Porsche 2025 auf gerade mal 90 Millionen Euro - nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor. Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro (2024: 5,6 Milliarden Euro).

Quelle: ntv.de, rog/rts/AFP

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