Wirtschaft

US-Prozess zu Abgas-Skandal VW-Manager legt Geständnis ab

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Der Abgas-Skandal hat VW allein in den USA bereits mehr als 20 Milliarden Dollar gekostet. Einzelnen Mitarbeiter drohen darüber hinaus hohe Haftstrafen.

(Foto: REUTERS)

Im Prozess gegen die mutmaßlich für den Abgasbetrug in den USA verantwortlichen VW-Manager bahnt sich eine Wende an. Der Mann, der jahrelang für die Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden verantwortlich war, will nun offenbar ein Geständnis ablegen.

Ein seit Anfang des Jahres inhaftierter Volkswagen-Manager, den die USA im Abgas-Skandal zur Rechenschaft ziehen wollen, will sich nun doch schuldig bekennen. Die Anwälte des langjährigen VW-Mitarbeiters haben den zuständigen Richter Sean Cox informiert, dass ihr Mandant ein Geständnis abgeben will. Das teilte ein Sprecher des Gerichts in Detroit mit.

Das Schuldbekenntnis soll bei einer Anhörung am 4. August erfolgen. Das FBI hatte den Deutschen,  im Januar in Miami festgenommen. Die USA beschuldigen den Mann, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Bislang hatte der VW-Angestellte, dem eine lange Haftstrafe droht, die Vorwürfe zurückgewiesen und auf unschuldig plädiert.

Der Ex-Chef des für die Koordination mit den US-Behörden zuständigen Umwelt- und Ingenieursbüros von VW ist einer von acht früheren und aktuellen Managern unterhalb der Konzernführung, die von der US-Justiz für die Manipulation von Abgaswerten und deren Verschleierung verantwortlich gemacht werden. Ein weiterer ehemaliger VW-Mitarbeiter in den USA, der sich bereits schuldig bekannt hat, arbeitet mit den Ermittlern zusammen. Die anderen halten sich in Deutschland auf und müssen keine Auslieferung fürchten.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts/dpa

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