Wirtschaft

Milliardensumme und neues Werk VW erhöht Investitionen in E-Mobilität

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In den nächsten 5 Jahren will VW zur neuen Nummer eins der Elektromobilität aufsteigen.

(Foto: dpa)

VW will zur globalen Nummer eins in der E-Mobilität werden. Dafür legt der Konzern auf die beschlossenen Investitionen nochmal zehn Milliarden Euro oben drauf. Drei deutsche Werke werden komplett für E-Autos umgerüstet, in Osteuropa soll ein neues Werk entstehen.

Volkswagen greift für den Wandel zum Anbieter von Elektroautos tiefer in die Tasche. In den nächsten fünf Jahren will der weltgrößte Autobauer 44 Milliarden Euro in die Elektromobilität, das autonome Fahren, Mobilitätsdienste und die Digitalisierung investieren. Das beschloss der Aufsichtsrat. Für den letzten fünfjährigen Planungszeitraum (2018 bis 2022) hatte VW noch ein Investitionsvolumen von 34 Milliarden Euro für diese Themen festgelegt.

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Die neue Summe entspreche nun etwa einem Drittel der für den Zeitraum geplanten Gesamtausgaben. "Wir nehmen uns vor, VW zur globalen Nummer eins in der E-Mobilität zu machen", sagte Konzernvorstand Herbert Diess in Wolfsburg. Das Geld dafür will sich VW selbst erarbeiten - im Klartext durch milliardenschwere Sparprogramme bei mehreren Marken. In den nächsten zwei Jahren würden die Kosten für die selbstverursachte Diesel-Krise das Unternehmen noch belasten. Dennoch hält der Konzern an seinem Ziel fest, jährlich einen Cashflow von mindestens zehn Milliarden Euro zu erzielen.

Emden, Zwickau und Hannover werden umgerüstet

"Die finanzielle Ausgangslage für den Konzern für die nächsten Jahre ist grundsolide und robust", sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Die drei Werke Emden, Zwickau und Hannover sollen für die Produktion von E-Autos umgerüstet werden. In Zwickau hat dieser Umbau schon begonnen. Dadurch würden auch Arbeitsplätze verloren gehen, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Aber es sei ein Erfolg, dass E-Autos künftig überhaupt in Deutschland produziert würden. Für den Bau eines Elektromotors braucht man weniger Mitarbeiter als für die Herstellung eins Verbrennungsmotors.

Ab 2022 plant VW ein zusätzliches Werk in Osteuropa. Um für die Steigerung der Zahl an Elektroautos die nötige Menge an Energiespeichern zur Verfügung zu haben, denkt VW auch über eine eigene Beteiligung an einer Batteriezellenfertigung nach, wie Diess bestätigte. Bisher bezieht der Konzern seine Batteriezellen von den asiatischen Zulieferern LG Chem, Samsung und CATL, künftig auch von der südkoreanischen SK Innovation. Doch auch die Bundesregierung befürchtet eine zu große Abhängigkeit der deutschen Autobauer von Asien in dieser Technologie - und will deshalb den Aufbau einer Batteriezellen-Produktion in Deutschland fördern.

VW investiert vier Milliarden Euro in China

VW startet auch in China durch. Zusammen mit Partnern wollten die Wolfsburger in der Volksrepublik mehr als vier Milliarden Euro etwa in Elektro-Autos, autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen investieren, gab der scheidende VW-China-Chef Jochem Heizmann im Rahmen der Guangzhou Motor Show bekannt. Bis zum Jahr 2020 wolle VW in China das größte Angebot an elektrifizierten Modellen auf dem Markt haben - 30 neue Elektromodelle planen die Wolfsburger dafür, die Hälfte davon aus lokaler Produktion. So sollen 2020 rund 400.000 elektrifizierte Modelle in China ausgeliefert werden, bis 2025 dann 1,5 Millionen Fahrzeuge.

Heizmann geht Anfang nächsten Jahres in den Ruhestand, dann wird das Geschäft auf dem wichtigsten Einzelmarkt von VW zur Chefsache: VW-Konzernchef Diess wird selbst die Leitung übernehmen. "Die chinesische Regierung erwartet, dass die Konzernspitze regelmäßig in China präsent ist", sagte ein Insider. Daher habe man sich zu dieser hochrangigen Besetzung entschieden.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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