Wirtschaft

60.000 Entschädigungen täglich VW überweist Kunden erste Millionen

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Die ersten 46 Millionen Euro haben die Konten von VW nach Konzernangaben bereits verlassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

240.000 im Abgasskandal geschädigte Kunden bekommen in den nächsten Tagen Geld von VW. Der Konzern beginnt, die ausgehandelten Entschädigungen zu überweisen. Bei Tausenden weiteren Kunden steht eine Prüfung noch aus. Insgesamt erstattet VW eine dreiviertel Milliarde Euro.

Die ersten VW-Kunden, die im Dieselskandal einen Vergleich mit dem Autokonzern geschlossen haben, haben laut Konzernsprecher Christopher Hauss ihr Geld erhalten. VW habe gestern die ersten Summen überwiesen; 15.000 Kunden hätten die individuelle Vergleichssumme heute auf ihrem Konto, teilte Hauss mit. Insgesamt seien bereits 46 Millionen Euro überwiesen worden.

Täglich würden 60.000 weitere Überweisungen getätigt, kündigte der Sprecher an. VW und der Verbraucherzentrale Bundesverband hatten sich Ende Februar auf einen Vergleich für gut 262.000 vom Abgasskandal betroffene Dieselfahrer geeinigt. Bislang seien die Angaben von 240.000 Kunden positiv geprüft worden, teilte Hauss mit. VW zahlt ihnen nach eigenen Angaben insgesamt über 750 Millionen Euro.

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Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, in weltweit elf Millionen Fahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. In Deutschland betroffen waren mehr als zwei Millionen Kunden. Diejenigen unter ihnen, die sich für den Vergleich entschieden, bekommen nach Angaben von VW je nach Fahrzeugtyp und Modelljahr Beträge von mindestens 1350 Euro bis maximal 6250 Euro. Im Schnitt sind das rund 15 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises.

Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) wurde am Dienstag eine Schadenersatzklage eines vom Dieselskandal betroffenen Kunden verhandelt. Der Vorsitzende Richter äußerte Zweifel an der Position von VW, wonach den Kunden durch die Abschalteinrichtung kein Schaden entstanden sei. Der Kläger könne einen Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises haben, müsse sich aber eine Nutzungsentschädigung anrechnen lassen, sagte der Richter. Das Urteil soll am 25. Mai verkündet werden. An der höchstrichterlichen Entscheidung können sich die Gerichte in Deutschland dann orientieren.

Quelle: ntv.de, mra/AFP

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