Wirtschaft

Testbetrieb geplant? VW will wohl in E-Scooter-Sharing einsteigen

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Eine Frau fährt auf einem E-Tretroller auf einem Fahrradweg. E-Scooter sind in vielen europäischen Metropolen schon im Einsatz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch hat der Bundesrat nicht entschieden, ob E-Scooter auf deutschen Straßen überhaupt erlaubt sind. Autobauer Volkswagen soll vorsorglich trotzdem bereits den Einstieg ins E-Scooter-Sharing prüfen - und setzt für sein mögliches Angebot auf Technik von einem chinesischen Unternehmen.

Der Autokonzern Volkswagen prüft laut "Handelsblatt" einen Einstieg ins E-Scooter-Sharing. VW lasse von einem Dienstleister bereits E-Scooter mit den Logos seiner Sharing-Plattform We Share für einen kommenden Testbetrieb bekleben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Projekt betraute Personen.

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Der Dienstleister aus Dortmund kümmere sich neben dem Branding auch um die Beschaffung. Volkswagen bestätigte, dass konkrete Projekte bezüglich Mikromobilität in Arbeit seien. "Derzeit gibt es allerdings noch keine Entscheidung", teilte der Konzern dem "Handelsblatt" mit. Für das mögliche Angebot setze VW auf US-chinesische Technik, berichtete die Zeitung. Die E-Scooter für We Share würden vom US-Hersteller Segway produziert. Seit 2015 befindet sich Segway im Besitz der chinesischen Firma Ninebot.

Der Bundesrat will am 17. Mai über die "Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge" abstimmen, die E-Scooter auf deutschen Straßen erlauben soll. Der Verkehrsausschuss sprach sich vergangene Woche aber dafür aus, dass Gehwege für die Tretroller tabu bleiben sollen.

Die Bundesregierung hatte Anfang April eine Verordnung zur Zulassung der Tretroller beschlossen, die auch die Freigabe für die Gehwege bei einer Höchstgeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern vorsah. Gegen dieses Vorhaben regte sich Widerstand, auch bei Unfallforschern und Sozialverbänden.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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