Wirtschaft

Größte britische Sammelklage VW zahlt Millionenvergleich im Dieselskandal

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VW entschuldigte sich bei seinen Kunden für den Einbau der Manipulationssoftware.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als sieben Jahre sind vergangen, seit der Dieselskandal bei VW aufgedeckt wurde. Seitdem werden zahlreiche Sammelklagen eingereicht: In England eine mit 90.000 Teilnehmern - die nun einen millionenschweren Vergleich erhalten.

Der Automobilkonzern Volkswagen hat nach einer britischen Massenklage im Dieselskandal einen Vergleich in Höhe von rund 227 Millionen Euro (193 Mio. Pfund) geschlossen. Geklagt hatten mehr als 90.000 Besitzer von Diesel-Fahrzeugen der Volkswagen-Marken VW, Audi, Seat und Skoda wegen manipulierter Emissionsdaten. Das Verfahren, das im Januar 2023 am Londoner High Court verhandelt werden sollte, gilt als größte je vor einem englischen Gericht vorgebrachte Sammelklage.

Im Rahmen des Vergleichs seien keinerlei Eingeständnisse von Haftung, Kostenverursachung oder Verlust gemacht worden, betonte der Konzern in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Klägerseite. Zugleich entschuldigte sich VW aber bei seinen Kunden für den Einbau der Manipulationssoftware und kündigte an, deren Vertrauen zurückgewinnen zu wollen. "Der Vergleich ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Volkswagen Group, um die zutiefst bedauerlichen Vorfälle bis zum September 2015 hinter sich zu lassen", sagte VW-Chefjurist Philip Haarmann der Mitteilung zufolge.

Der Geschäftsführer der Anwaltsfirma Slater and Gordon, die etwa 70.000 Kläger vertrat, zeigte sich "immens stolz" auf das Ergebnis. "Der Vergleich macht einen langen, komplexen und teuren Gerichtsprozess überflüssig, und wir sind erfreut, dass wir diese Einigung für unsere Klienten als Ergebnis der Sammelklage erreicht haben." Eine sogenannte Abschalteinrichtung hatte bei dem in Millionen Autos verbauten Dieselmotor EA189 erkannt, ob der Wagen in einer Testsituation war. Nur dann war die Stickoxid-Reinigung ganz aktiviert, während auf der Straße ein Vielfaches an Schadstoffen in die Luft geblasen wurde.

Quelle: ntv.de, cls/dpa

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