Wirtschaft

Energie und Kraftstoffe Verbraucherpreise ziehen stärker an

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Haushaltsenergie verteuerte sich im Januar überdurchschnittlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verbraucher müssen zu Jahresbeginn für die Kosten des täglichen Lebens tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr. Dabei steigt die Inflation stärker als von Experten erwartet. Im Vergleich zum Vormonat allerdings geben die Preise vielfach nach.

Die Verbraucherpreise haben im Januar im Vorjahresvergleich kräftiger zugelegt als in den Monaten zuvor. Vor allem die Kosten für Energie und Nahrungsmittel trieben die Preise. Wie das Statistische Bundesamt vorläufig mitteilte, lag die Inflationsrate bei 1,7 Prozent. Im Dezember hatte sie 1,5 Prozent betragen, im November und Oktober jeweils 1,1 Prozent.

Spürbar teurer wurden im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat vor allem Haushaltsenergie und Kraftstoffe mit einem Plus von 3,4 Prozent. Nahrungsmittel legten um 2,4 Prozent zu. Dagegen kletterten die Preise für Dienstleistungen (plus 1,5 Prozent) und Mieten (1,4 Prozent) langsamer.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2019 ist nach Angaben der Statistiker für den Januar 2020 ein Rückgang der Verbraucherpreise zu verzeichnen - um voraussichtlich 0,6 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse für Januar 2020 sollen am 13. Februar 2020 veröffentlicht werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt für die Eurozone eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die sie als ideal für die Konjunktur erachtet. Im Gesamtjahr 2019 blieb sie in Deutschland mit 1,4 Prozent weit hinter dem Ziel zurück. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Teuerungsrate sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr unter der Zwei-Prozent-Marke verharren wird. Das Ifo-Institut rechnet für 2020 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,5 Prozent, die 2021 auf 1,6 Prozent klettern soll.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/rts