Wirtschaft

Mietenplus in Berlin erwartet Vonovia wächst kräftig in der Krise

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Durch Neubauten und Modernisierungen konnte Vonovia um 14,1 Prozent wachsen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Corona-Krise? Die kann Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia kaum etwas anhaben. Auch im ersten Quartal wächst der Konzern im zweistelligen Prozentbereich. Das Aus des Berliner Mietendeckels bringt zudem gute Aussichten: Mit den Mieten in der Hauptstadt geht es wieder nach oben.

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist auch zu Jahresbeginn ohne Blessuren durch die Corona-Pandemie gekommen. Im ersten Quartal erhöhte sich der Gewinn aus dem operativen Geschäft (Group FFO) - die bei Immobilienfirmen zentrale Kennziffer - vor allem durch organisches Wachstum wie Neubau und Modernisierung von Wohnungen um 14,1 Prozent auf 382,9 Millionen Euro, wie der Bochumer Dax-Konzern mitteilte.

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"Unser Geschäftsmodell zeigt sich weiterhin krisenfest und widerstandsfähig", sagt Vonovia-Chef Rolf Buch. Seine Jahresprognose bestätigte der Konzern. Für 2021 peilt Vonovia damit weitere Zuwächse an: Group FFO werde von fast 1,35 Milliarden Euro auf rund 1,415 bis 1,465 Milliarden Euro zulegen, stellte Vonovia erneut in Aussicht. Der Wohnimmobilienkonzern profitierte zuletzt von Kostensenkungen durch Skalen- und Synergieffekte, unter anderem durch die Integration des Wohnungsbestands in Schweden auf eine einheitliche Plattform.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Dax-Konzern, er rechnet nach dem Aus für den Berliner Mietendeckel aber nun damit, beim organischem Mietwachstum bei 3,8 Prozent zu landen, also am oberen Ende der zuvor angepeilten Spanne von 3,0 bis 3,8 Prozent. Dies hatte er im März mit der Bekräftigung der Prognose in Aussicht gestellt.

Das bereinigte EBITDA total verbesserte sich um 11 Prozent auf 506,1 Millionen Euro. Den größten Anteil hatte das bereinigte EBITDA Rental mit 403,1 Millionen Euro, ein Plus von knapp 6 Prozent. Auch das margenstarke Segment wohnungsnahe Dienstleistungen sowie die Ergebnisse aus den Verkäufen trugen zur Gewinnsteigerung bei. Hingegen gab das Projektenwicklungsgeschäft leicht nach. Nach Steuern und Dritten blieb ein Gewinn von 234,7 Millionen Euro, ein Plus von knapp 19 Prozent zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um knapp 15 Prozent auf 1,146 Milliarden Euro.

Quelle: ntv.de, jog/rts/DJ

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