Wirtschaft

206 Anläufe geplant Warnemünde erwartet Kreuzfahrtschiffe

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Auch die bahn erneuert ihre Anlagen in Warnemünde.

(Foto: imago images / Fotoagentur Nordlicht)

Warnemünde gehört zu den deutschen Top-Adressen in den Kalendern der Kreuzfahrtschiffe. Im kommenden Jahr werden wieder mehr als 200 Ankünfte geplant. Und erneut zieht sich die Saison bis in den Dezember. Für einen dreistelligen Millionenbetrag wird die Hafenanlage erweitert.

Die Kreuzfahrtsaison beginnt im kommenden Jahr in Rostock-Warnemünde schon im März und bringt mehr Anläufe als 2019. Als erstes Passagierschiff werde am 24. März die "Boudicca" der englischen Reederei Fred Olsen Cruise Lines an der Warnow-Mündung festmachen, teilte die Hafengesellschaft Rostock Port mit. Insgesamt seien 206 Anläufe von 44 Kreuzfahrtschiffen geplant nach 196 in diesem Jahr. In den nächsten zwölf Monaten sollen an 131 Tagen Kreuzfahrtschiffe an den Kaimauern festmachen. Im Mai, Juni, August und September wird es an jeweils einem Tag auch Vierfach-Anläufe geben.

Sechs Schiffe würden erstmals Kurs auf Warnemünde nehmen, darunter die "Celebrity Apex", die "Norwegian Escape", die "Spirit of Discovery" und mit der 330 Meter messenden "Sky Princess" auch das längste Schiff der Saison. Mit einer Bruttoraumzahl von 164.600 wird "Norwegian Escape" das größte Schiff der kommenden Saison sein. Die Reederei Aida wird drei Schiffen von ihrem Ostseebasishafen an der Warnow operieren. Die "Albatros" wird auf der Fahrt von Kopenhagen nach Wismar am 19. Dezember voraussichtlich die kommende Saison beschließen.

Als letztes Schiff im zu Ende gehenden Jahr hatte noch Anfang Dezember die "Balmoral" Kreuzfahrtgäste nach Warnemünde gebracht. Das 218 Meter lange Schiff gehört ebenfalls zur Flotte der Fred Olsen Cruise Lines. Laut Rostock Port gingen damit 2019 insgesamt 906.000 Seereisende bei 196 Schiffsanläufen an und von Bord.

Hafen-Geschäftsführer Jens Scharner hatte die Zahlen als sichtbaren Beleg dafür gewertet, dass Warnemünde weiterhin einer der beliebtesten deutschen Häfen für internationale Seereisende sei. Nach seinen Angaben sollen 2020 die klimafreundliche Landstromanlage und auch das zweite Passagierterminal in Betrieb genommen werden. Um im harten Wettbewerb zwischen den Kreuzfahrthäfen bestehen zu können, will die Hafengesellschaft nach früheren Angaben 250 Millionen Euro in die Entwicklung der Infrastruktur investieren, 40 Millionen flossen allein in den Bau des zweiten Terminals.

Insgesamt befindet sich der Kreuzfahrttourismus in Deutschland auf kräftigem Wachstumskurs. Die Zahl der Passagiere war in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf rund 1,1 Millionen angestiegen, wie der Verband Clia Deutschland mitteilte. Er vertritt die deutsche Kreuzfahrtindustrie. Für das ganze Jahr rechnete der Verband mit 2,5 Millionen Passagieren nach 2,23 Millionen im Vorjahr.

Quelle: jwu/dpa

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