Wirtschaft

Verspätungen und Streichungen Warnstreik legt Hamburger Flughafen lahm

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Passagiere müssen heute am Flughafen Hamburg Geduld beweisen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Flughafen Hamburg müssen sich Passagiere heute auf Verspätungen und Flugstreichungen einstellen. Grund ist ein Warnstreik des Bodenpersonals, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Seit dem frühen Morgen fallen Flüge aus.

Am Flughafen Hamburg hat ein Warnstreik des Bodenpersonals begonnen. "Das sind aktuell bestimmt 150 Kollegen", sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Zwischen 12.00 und 14.00 Uhr würden auch die Mitarbeiter der Spätschicht dazustoßen. Durch den Warnstreik müssen sich Reisende auf Verspätungen und Flugstreichungen einstellen. Der Streik begann bereits um 3.00 nachts und soll 24 Stunden dauern. Insgesamt 58 Flüge wurden zunächst für den Montag gestrichen, wie eine Flughafensprecherin sagte - darunter 27 Ankünfte und 31 Abflüge. "Da könnten auch noch welche hinzukommen", fügte sie hinzu.

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Grund für den kurzfristig anberaumten Warnstreik ist nach Verdi-Angaben das unzureichende Arbeitgeberangebot in der laufenden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH). Verdi fordert für die fast 1000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste eine Tariferhöhung von 275 Euro für alle.

Die Bodenverkehrsdienste sind unter anderem für die Flugzeug- und Gepäckabfertigung sowie den Busverkehr zuständig. Vor rund zwei Wochen hatte ein Warnstreik des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt.

Der Flughafen-Betreiber forderte Passagiere auf, "ausreichend Zeit" einzuplanen und das "aufgegebene Gepäck auf ein Minimum" zu reduzieren. Wem es möglich sei, der sollte nur Handgepäck mitnehmen.

Hinweis: Passagieren, die einen Flug von oder nach Hamburg geplant haben, wird empfohlen, sich im Internet unter hamburg-airport.de fortlaufend über den Flugstatus zu informieren und bei Bedarf Kontakt mit der gebuchten Airline aufzunehmen.

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Quelle: n-tv.de, psa/dpa/AFP/jpe

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