Wirtschaft

Kurs überfordert Systeme Warren-Buffett-Aktie wird zu teuer für die Börse

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XXXXXL kann recht unpraktisch sein.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Fast 425.000 Dollar kostet eine Aktie des Investment-Vehikels von Warren Buffett. Damit ist sie so teuer, dass US-Börsen ein Problem bekommen. Denn steigt der Preis weiter, sind ihre Computersysteme in Kürze damit überfordert.

Aktien von Warren Buffetts Investment-Holding gewinnen derzeit an Wert, und es sieht ganz danach aus, dass es weiter nach oben geht. Für Anleger ist das eine gute Nachricht. Doch US-Börsen stehen jetzt vor einem Problem.

Die Aktien der Klasse A von Berkshire Hathaway kosten mittlerweile rund 424.800 Dollar und haben dem "Wall Street Journal" zufolge damit ein Niveau erreicht, das für Computersysteme etwa der Nasdaq kritisch wird. Diese können maximal den Kurs von 429.496,7295 Dollar verarbeiten. Das liegt daran, dass sie auf einer 32-Bit-Architektur beruhen und deshalb 4.294.967.295 die höchste Zahl ist, die gespeichert werden kann. Aktienkurse werden in den USA bis auf vier Stellen hinter dem Komma angezeigt.

Das Berkshire-Problem habe nicht nur die Nasdaq, so die Zeitung. Im März hatte etwa die Handelsplattform IEX angekündigt, keine Order für die Aktien anzunehmen. Begründung: "Preis-Begrenzung innerhalb der Handelssysteme".

Die Nasdaq will bis Mitte des Monats ein Update fertigstellen, um das Problem zu beheben. Die Zeit drängt. Schließlich haben die A-Aktien dieses Jahr bereits rund 20 Prozent zugelegt, und es fehlt nur noch 1 schlappes Prozent Kursgewinne, bis die Schallmauer erreicht ist.

B-Aktien statt Split

Dieses gigantische Preisniveau hat nur diese einzige Aktie. Kein anderes Papier kommt auch nur annähernd in diesen Bereich. Die zweitteuerste US-Aktie ist die des Bauträgers NVR mit einem Preis von 5142 Dollar. Der Grund: Warren Buffett weigert sich, bei der A-Aktie seines Investmentvehikels einen Aktiensplit durchzuführen, der die Papiere optisch verbilligen würde. In Geburtstagsgrüße an Freunde schreibt er "Fortune" zufolge gerne: "Mögest du so lange leben, bis es bei Berkshire einen Aktiensplit gibt!"

Statt einen Aktiensplit vorzunehmen, hat Buffett 1996 eine B-Aktie von Berkshire Hathaway eingeführt. A-Aktien können seitdem in 1500 B-Aktien getauscht werden - sie kosten derzeit rund 280 Dollar und sind damit auch für Otto-Normal-Anleger erschwinglich. Ihr größter Vorteil: Sie überfordern keine Computersysteme.

Quelle: ntv.de, jga

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