Wirtschaft

7000 Prozent Profit Warren Buffett verkauft Familienvilla

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Hätte Buffett nicht bereits eines der größten der Welt, könnte er allein mit diesem Deal ein ansehnliches Vermögen verdienen. Vor Jahrzehnten kaufte der Investor ein bescheidenes Haus, fernab der angesagten Feriendomizile. Heute soll es Millionen Wert sein.

Warren Buffett eilt nicht umsonst der Ruf einer Investmentlegende voraus. Nicht nur die Investitionen seines Firmenkonglomerats Berkshire Hathaway erweisen sich meist als deutlich lukrativer als die anderer Anleger. Auch mit einem ganz privaten Geschäft könnte Buffet nun eine Traumrendite erzielen: Eine private Villa in Kalifornien will der Milliardär dem "Wall Street Journal" zufolge nun für elf Millionen Dollar verkaufen.

Sollte Buffett auch nur annähernd den geforderten Preis für die Immobilie in Laguna Beach südlich von Los Angeles bekommen, hätte er allein mit diesem Deal ein - wenn auch im Vergleich zu seinem auf gut 75 Milliarden Dollar geschätzten Reichtum kleines - Vermögen verdient. Gekauft hatte er die Villa 1971 für nur 150.000 Dollar. Würde er einen Käufer finden, der den geforderten Preis zahlt, wäre das mehr als das Siebzigfache. 

Die Villa diente jahrelang als Ferienhaus für die Familie. Buffett verbrachte hier viele Sommer- und Winterferien mit seinen Kindern. Nach dem Tod seiner ersten Frau 2004 kam der Milliardär allerdings nur noch selten hierher, weswegen er das Haus nun verkaufen wolle, berichtet das "WSJ".

Kein Pool, kein Park aber Privatsphäre

Sowohl der Kauf vor mehr als vier Jahrzehnten als auch nun der Verkauf hatten in erster Linie private Gründe und waren nicht in erster Linie Investmententscheidungen. Dennoch beweist Buffett auch hier sein unvergleichliches Gespür für Wertentwicklungen. Anfang der 1970er Jahre lag die Gegend in Laguna Beach fern von den damals exklusiven Promi-Badeorten in Kalifornien, die Infrastruktur war kaum entwickelt. Der heutige Boom und die Vervielfachung der Immobilienpreise waren keineswegs vorgezeichnet.

Mit mehr als 300 Quadratmetern handelt es sich zwar um eine großzügige Villa, und Buffett hat eigenen Angaben zufolge über die Jahre einen "erheblichen Betrag" in Renovierungen gesteckt. Doch im Vergleich zu den Domizilen anderer Milliardäre und Hollywoodstars in Kalifornien erscheint die Immobilie - passend zu Buffetts bodenständigem Image - geradezu bescheiden. Einen Swimmingpool sucht man ebenso vergeblich wie einen großen Park. Das Grundstück ist kaum größer als das Haus selbst. Auch liegt es nicht direkt am Strand, sondern knapp 100 Meter Land einwärts. Dort sei es ruhiger, und die Privatsphäre sei besser geschützt, sagte Buffett dem "WSJ".

Quelle: n-tv.de, mbo

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