Wirtschaft

Abgasskandal sorgt für Umdenken Wirtschaftsministerium erwägt E-Auto-Quote

Die Elektromobilität soll wichtiger werden - auch aufgrund des Abgasskandals. Nun könnten verbindliche Quoten für Elektrofahrzeuge eingeführt werden, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Doch Autobauer fürchten diese Pläne.

Zu hohe Abgaswerte von traditionellen Verbrennungsmotoren sorgen für Ärger - und könnten E-Autos Auftrieb verleihen. Deutschland und die EU denken nun wieder über verbindliche Quoten für Elektrofahrzeuge nach.

"Wir wollen, dass Deutschland auch in Zukunft das Automobilland Nummer eins ist", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig. Themen wie Digitalisierung und neue Technologien bei Antrieben entschieden darüber, wer künftig an der Spitze stehen werde. "Deshalb sollten wir auch über ein verbindliches Ziel für den Hochlauf der Elektromobilität in Europa und damit auch in Deutschland sprechen", sagte er. "Mobilität wird künftig neu gedacht, die ganze Autobranche steht daher vor einem großen Umbruch, den sie mit Innovationen meistern wird", ergänzte er.

Der SPD-Politiker reagierte mit seinen Äußerungen auf einen "Handelsblatt"-Bericht, nach dem in der EU-Kommission über eine verbindliche Quote für emissionsarme Fahrzeuge wie Elektroautos in Europa ab 2025 nachgedacht werde. Eine konkrete Mindestabsatzquote könnte neben schärferen Grenzwerten für CO2 bereits Teil eines Maßnahmenpakets zur klimaschonenden Mobilität werden, das die Kommission bis zum Jahresende vorlegen werde, berichtete die Zeitung unter Berufung auf EU-Kreise.

Die deutschen Autohersteller lehnen eine solche Quote ab. "Wir halten derartige Verkaufsquoten grundsätzlich für den falschen Weg", zitierte das "Handelsblatt" den Branchenverband VDA. In dem für die deutschen Autohersteller wichtigen Markt China steht die baldige Einführung einer E-Auto-Quote schon in wenigen Jahren an. Bei den deutschen Autobauern lösten diese Pläne massive Sorgen aus. Inzwischen ist davon die Rede, dass die Quote 2019 gelten soll und damit ein Jahr später als zunächst geplant.

Quelle: n-tv.de, ara/rts

Mehr zum Thema