Wirtschaft

Insolvente Airline Germania Zehntausende Buchungen werden nicht erstattet

116533682.jpg

Kunden, die ihre Tickets direkt bei Germania gebucht haben, stehen nun vor einem Dilemma.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Berliner Airline Germania beantragt zu Wochenbeginn Insolvenz. Der Flugbetrieb wird eingestellt. Seitdem bangen Passagiere, ob sie das Geld für ihre Tickets zurückbekommen. Eine Vielzahl muss nun jede Hoffnung begraben.

Mehr als eine Viertelmillion Flugbuchungen bei der insolventen Germania werden von der Airline nicht erstattet. Betroffen sind Reisende in etwa 260.000 Fällen in einem Zeitraum bis Ende Mai 2020, die direkt bei Germania gebucht hatten, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters sagte.

Nach derzeitiger Rechtslage bekommen demnach Passagiere für Direktbuchungen - anders als etwa Pauschalreisende - keinen Ersatz bei einer Insolvenz einer Airline. Seit Tagen gibt es deshalb immer wieder die Forderung nach einer Insolvenzversicherung für Fluggesellschaften.

Zu Wochenbeginn hatte Germania Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Rund 20.000 Germania-Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt des Insolvenzbeginns an ihrem Zielort - ihre Rückflüge fielen oder fallen aus, wie der Sprecher weiter auf Nachfrage sagte. Die Rückflüge beziehen sich auf einen Zeitraum bis Ende Februar. Rund ein Drittel dieser Fluggäste buchte demnach direkt bei der Airline online.

Derweil teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg mit, dass er Gespräche mit Interessenten über mögliche Konstellationen einer Übernahme der Berliner Airline führe. "Unser vorrangiges Ziel ist es, die Fluglinie betriebsbereit zu halten, um die Start- und Lande-Slots behalten zu können", sagte Wienberg. "Das ist die Grundvoraussetzung für eine Lösung, die den Geschäftsbetrieb als Teil oder als Ganzes erhält." Es gebe mehrere Interessenten, hieß es von einem Sprecher Wienbergs.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

Mehr zum Thema