Wirtschaft

Privater Rettungsring Zwei Finanzinvestoren bieten für NordLB

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Das Geldinstitut benötigt 3,5 Milliarden Euro.

(Foto: imago/Eckhard Stengel)

Noch ist unklar, ob bei der NordLB private Investoren mit das Ruder übernehmen. Im Bieterverfahren um eine Beteiligung an der Landesbank liegt nun ein Angebot auf dem Tisch, das überrascht.

Das Ringen um eine Rettung der NordLB tritt in seine heiße Phase. Die Bank erhielt nach eigenen Angaben ein gemeinsames Angebot von zwei Finanzinvestoren. "Wir werden das Angebot der beiden Investoren jetzt gründlich prüfen und auf dieser Basis gemeinsam mit unseren Trägern über das weitere Vorgehen entscheiden", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Bürkle laut einer Pressemitteilung. Er sei zuversichtlich, dass es schon bald zu einer grundlegenden Richtungsentscheidung kommen werde. "Wir sind dabei auch weiterhin offen für eine öffentlich-rechtliche Lösung."

Wer die beiden Investoren sind, teilte die Bank nicht mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um die US-Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge. Ob das Unternehmen Apollo noch im Rennen ist, war zunächst unklar.

Das Hannoveraner Geldhaus benötigt Finanzkreisen zufolge insgesamt gut 3,5 Milliarden Euro. Die NordLB hatte zuletzt wegen des schwierigen Geschäfts bei der Schiffsfinanzierung Milliardenverluste verzeichnet und braucht auch wegen der strikteren EU-Forderungen bei der Eigenkapitalquote dringend frisches Geld. Größter Anteilseigner ist Niedersachsen, außerdem sind zahlreiche Sparkassen beteiligt. Dass zwei Investoren ein gemeinsames Angebot abgegeben haben, ist eine Überraschung. Grund könnte sein, dass sie zusammen mehr bieten können als alleine.

Suche nach öffentlich-rechtlicher Auffanglösung

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hatte sich zuvor für eine Konsolidierung auf Ebene der Landesbanken ausgesprochen und sucht nach inoffiziellen Informationen eine öffentlich-rechtliche Auffanglösung. Bei einem Treffen der Eigentümer bei der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) sollen dennoch schon die Weichen für eine öffentliche Unterstützung gestellt worden sein, wie die "Börsen-Zeitung" berichtet hatte.

Demnach müssten den größten Anteil dann die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt stemmen, die zusammen rund 65 Prozent an der Landesbank halten. Der Rest käme dann von den an der NordLB beteiligten Sparkassen aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Zudem würde auch der Sicherungsfonds aller deutschen Sparkassen ebenso zur Kasse gebeten wie der entsprechende Fonds der Landesbanken.

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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