Der Börsen-Tag10.000.000.000.000 Euro: Deutsche sparen sich reich wie nie zuvor
Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland hat Ende 2025 mit rund 10 Billionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Damit ist die finanzielle Vermögensbasis der privaten Haushalte trotz mehrerer Krisenjahre mit Pandemie, Energiepreisschock, hoher Inflation und schwacher Konjunktur im vergangenen Jahr mit knapp 5 Prozent deutlich gewachsen. Auch nach Abzug der Inflation von 2,2 Prozent im vergangenen Jahr bleibt noch ein ordentliches Plus übrig.
Der Zuwachs beim Geldvermögen ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass die Deutschen viel sparen. Der Wert ist nicht mit einer Rendite zu verwechseln. Der kräftige Anstieg des Geldvermögens ist auch Ausdruck einer anhaltenden Schwäche bei den Investitionen in Wohnimmobilien. Weil private Haushalte weniger Mittel in Wohneigentum investieren, fließt ein größerer Teil der verfügbaren Mittel in Finanzanlagen, heißt es in der aktuellen Sparstudie des BVR.
Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) dürfte sich dieses Wachstum im laufenden Jahr allerdings verlangsamen. Geopolitische Spannungen, eine erhöhte Unsicherheit sowie zeitweise starke Schwankungen an den Finanzmärkten belasten den Vermögensaufbau.