Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax steht unter Zinsdruck

24.09.2026, 17:37 Uhr

Die Zinsängste haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt nicht losgelassen. Höhere Ölpreise und steigende Bond-Renditen drückten den Dax in der Spitze um ein Prozent auf 25.164 Zähler ins Minus. Danach verringerte der Leitindex seine Verluste etwas. Aus dem Handel ging der Dax 0,6 Prozent schwächer mit 25.267 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 6274 Stellen.

Solange sich bei den größten Sorgen-Themen keine nachhaltige Entspannung abzeichne, dürfte es dem Dax schwerfallen, wieder größere Aufwärtsdynamik zu entwickeln, prognostizierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Der Aktienmarkt braucht derzeit nicht unbedingt mehr Wachstum, sondern vor allem weniger Druck vom Öl- und Anleihemarkt."

Die Blicke richteten sich zudem auf das Gipfeltreffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping. Es dürfte um den Konflikt im Nahen Osten, Handelsfragen sowie KI-Regulierung gehen. US-Finanzminister Scott Bessent teilte bereits mit, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre.

Im Dax ließen Autowerte Federn. Nach einer Herunterstufung auf "Hold" von "Buy" durch die HSBC gaben BMW um 2,5 Prozent nach. Volkswagen und Mercedes-Benz notierten 2,9 beziehungsweise 2,0 Prozent schwächer. Zu den Dax-Gewinnern zählten Beiersdorf und Deutsche Telekom mit Zugewinnen von 3,0 beziehungsweise 0,2 Prozent.

Quelle: ntv.de