Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten stabilisiert den Dax
Nach seinen jüngsten Verlusten hat sich der Dax zumindest stabilisiert. Börsianer sprachen von vagen Hinweisen auf eine Entspannung im Nahen Osten. Allerdings bleibt die Lage dort unübersichtlich. So war in einem Medienbericht vom Vorschlag einer erneuten Waffenruhe die Rede. Andererseits hatten die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf den Ölhandel über den Seeweg gedroht. Der Ölpreis schwankte vor diesem Hintergrund auf hohem Niveau.
Der Dax schloss 0,06 Prozent höher bei 24.846,69 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,58 Prozent auf 31.680,71 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel kaum verändert.
Bafin rügt Landesbank
Die Finanzaufsicht Bafin hat bei der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) eine Mängelbeseitigung angeordnet. Die Bank muss angemessene und geeignete Maßnahmen ergreifen, um Mängel in der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beseitigen, wie die Bafin mitteilte. Insbesondere müsse sie Kundendaten überprüfen und aktualisieren.
Die Mängel betreffen den weiteren Angaben der Bafin zufolge Kundensorgfaltspflichten, namentlich die Identifizierung von Kunden sowie die Überprüfung und Aktualisierung von Kundendaten. Betroffen seien außerdem die Risikoanalyse und das Transaktionsmonitoring. Das Institut habe damit gegen Vorgaben des Geldwäschegesetzes und des Kreditwesengesetzes verstoßen.
Zalando baut in Berlin wohl weitere Jobs ab
Die Modeplattform Zalando baut an ihrem Sitz in Berlin offenbar weitere Stellen ab. "Wie wir bereits seit einiger Zeit transparent kommunizieren, arbeiten wir daran, durch agilere und zielgerichtete Strukturen schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und die sich uns bietenden enormen Chancen für weiteres Wachstum zu nutzen", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
Diese Maßnahmen umfassen Zalando zufolge auch einvernehmliche Aufhebungsverträge. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet. Dem Bericht zufolge beziehen sich diese Aufhebungsverträge auf den Standort Berlin und betreffen rund 200 Stellen. Die Zeitung beruft sich auf interne Dokumente und entsprechende Ankündigungen im Intranet. Zalando bestätigte auf Anfrage weder die Zahl noch den Standort.
Das Unternehmen verwies darauf, dass unabhängig von diesen Vorgängen derzeit ein neuer Standort in der rumänischen Hauptstadt Bukarest aufgebaut werde.
Pfund legt dank neuem Premier weiter zu
Am Devisenmarkt ist der neue britische Premierminister Andy Burnham mit Vorschusslorbeeren empfangen worden. Das Pfund Sterling steigt um bis zu 0,2 Prozent auf 1,3481 Dollar und setzt damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Mit Blick auf den relativ reibungslosen politischen Übergang lösen Händler Wetten auf eine Abwertung der britischen Währung auf. Auch gegenüber dem Euro legt das Pfund zu; im Gegenzug gibt der Euro um 0,2 Prozent auf 84,86 Pence nach.
Die Kosten für die Aufnahme neuer Schulden steigen unterdessen erneut an. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen, sogenannter Gilts, liegt bei 4,98 Prozent und damit zwar unter ihrem Höchststand vom Mai, aber um knapp drei Basispunkte höher als am Vortag. Burnham war am Freitag zum Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei gewählt worden und trat am Montag die Nachfolge von Keir Starmer an.
"All das deutet darauf hin, dass die Anleger davon überzeugt sind, dass die Bank of England ihr Inflationsziel erreichen und die Regierung die Staatsfinanzen nachhaltig gestalten wird", sagte Andrew Wishart, Ökonom bei Berenberg. "Die große Frage, die sich uns nun mit dem Amtsantritt von Andy Burnham stellt, ist, ob diese Annahmen auch weiterhin zutreffen werden." Im Fokus der Anleger steht nun insbesondere, wer an die Spitze des Finanzministeriums rückt.
Wall Street erholt sich etwas von den Tech-Verlusten der Vorwoche
Trotz der anhaltenden Kämpfe zwischen den USA und dem Iran und den weiterhin hohen Ölpreisen ist die Wall Street mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dow-Jones-Index steigt sich im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 52.389 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,6 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,0 Prozent nach oben.
Teilnehmer sprechen von einer Erholung nach den kräftigen Abgaben am Freitag. Die Berichtssaison rücke aber immer stärker in den Fokus, vor allem mit Ergebnissen von wichtigen Technologie-Unternehmen. So werden im Wochenverlauf unter anderem die Google-Mutter Alphabet, IBM, Texas Instruments, Tesla, Intel und Verizon ihre Geschäftsbücher öffnen. Dies dürfte wichtige Impulse für die weitere Richtung des Marktes geben, erwarten Beobachter.
Preisanstieg bei Notebooks und Konsolen
Von der Chipknappheit betroffene Elektrogeräte wie Notebooks oder Spielkonsolen sind in den vergangenen Monaten teils erheblich teurer geworden. Das zeigt eine Auswertung des Preisvergleichsportals Idealo, die dem Wirtschaftsmagazin "Capital" exklusiv vorliegt. Demnach lagen im Juni 2026 in fast allen untersuchten Warengruppen die durchschnittlichen Preise höher als noch im Vorjahr.
Das wirft ein Schlaglicht darauf, inwiefern sich der KI-Boom auf Verbraucherpreise auswirkt. Ende Juni hatte Apple angekündigt, die Preise für MacBooks und iPads zu erhöhen. Der Konzern kämpft damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips zuletzt stark angezogen hatte.
Daimler gründet Partnerschaft für belgischen Großauftrag
Daimler Truck will sich gemeinsam mit den Rüstungsunternehmen Lambert Defence und Soframe um einen Großauftrag des belgischen Verteidigungsministeriums bewerben. Die drei Partner haben dazu eine Absichtserklärung für eine strategische Zusammenarbeit unterzeichnet, wie der Nutzfahrzeughersteller mitteilte. Ziel der Kooperation ist die Teilnahme an der bevorstehenden Ausschreibung für das sogenannte "Tactical Logistic Trucks Program" (TLTP) zur Modernisierung der Fahrzeugflotte des belgischen Militärs. Erwartet wird ein Tender über einen Auftrag für mehr als 1000 allradfähige Fahrzeuge, wie ein Daimler-Sprecher ergänzte.
Daimler Truck soll bei dem Projekt die Fahrzeugplattformen liefern, zum Beispiel den Militärlaster Zetros oder den Unimog, während Soframe die geschützten Fahrerkabinen beisteuert. Das belgische Unternehmen Lambert Defence übernimmt die Integration der Fahrzeuge vor Ort sowie die spätere Instandhaltung. Ein zentrales Ziel der Partnerschaft sei eine hohe industrielle Wertschöpfung in Belgien. Der Lkw-Hersteller baut das Geschäft mit Militärfahrzeugen aus und peilt damit eine Milliarde Euro Umsatz bis 2028 an.
Kinokette meldet Rekordumsatz - Aktie springt in die Höhe
Ein überraschender Gewinn und ein Rekordumsatz haben den Aktien der US-Kinokette AMC Entertainment einen Kurssprung beschert. Die Papiere schnellen vorbörslich um 16 Prozent nach oben.
AMC erzielte im zweiten Quartal einen bereinigten Gewinn von 14 Cent je Aktie. Analysten hatten nach LSEG-Daten mit einem Verlust von sechs Cent gerechnet. Der Umsatz kletterte auf den Rekordwert von 1,60 Milliarden Dollar und übertraf damit ebenfalls die durchschnittliche Expertenprognose von 1,47 Milliarden Dollar.
Als Grund nannte AMC den Erfolg von Kassenschlagern wie "The Super Mario Galaxy Movie" und "Obsession". Im abgelaufenen Quartal hätten sechs Filme allein in den USA an ihrem Eröffnungswochenende jeweils mehr als 75 Millionen Dollar eingespielt. Die Kinobranche profitiert 2026 von einem breiteren Filmangebot, nachdem die Corona-Pandemie und Streiks in Hollywood die Branche jahrelang belastet hatten.
BP stößt sein Tankstellen-Netz in Österreich ab
Der britische Energiekonzern BP verkauft sein österreichisches Tankstellen- und Ladesäulennetz an das Schweizer Unternehmen Volenergy. Die Vereinbarung umfasse 250 BP-Tankstellen sowie die Infrastruktur für das Laden von Elektroautos, teilte BP am Montag mit. Der Abschluss der Transaktion werde für Ende 2026 erwartet. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Verkauf von 100 Prozent der Anteile an der BP Retail Austria GmbH stehe noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Zudem trenne sich BP von seinen Anteilen an drei Gemeinschaftsunternehmen.
Mit dem Schritt treibt BP die Vereinfachung seines Portfolios voran. Der Konzern will Kosten senken und sich wieder stärker auf Investitionen in das Öl- und Gasgeschäft konzentrieren. Zuvor hatte sich BP bereits von seinem Tankstellengeschäft in den Niederlanden, der Türkei und der Schweiz getrennt.
Siemens bekommt Milliardenauftrag für Hochgeschwindigkeitszüge
Siemens hat einen Großauftrag in Italien an Land gezogen. Wie der Dax-Konzern mitteilte, hat die Italo Holding 26 Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge bestellt. Die Vereinbarung umfasst zudem eine Option auf 14 weitere Züge sowie einen Service-Vertrag über 30 Jahre. Der Auftragswert für Siemens Mobility liege bei rund 3 Milliarden Euro.
Die Züge werden am Siemens-Standort in Krefeld gebaut. Die Instandhaltung im Rahmen des Service-Vertrages erfolgt am Standort Dortmund. Die Velaro-Züge bestehen aus acht Wagen und bieten jeweils rund 440 Sitzplätze. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern.
Dax pendelt orientierungslos um die Null-Linie
Die Spannungen in Nahost, die Korrektur im KI-Sektor und der unklare Zinskurs der Notenbanken machen die Anleger nervös. Der Dax und der EuroStoxx50 notieren gegen Mittag jeweils nahezu unverändert bei 24.832 und 6224 Punkten. Im früheren Handel hatten sie zwischen minus 0,3 und plus 0,5 Prozent geschwankt.
Die Futures für die wichtigsten US-Indizes lagen hingegen im Plus. "Wer derzeit an den Märkten nach Orientierung sucht, findet vor allem neue Fragezeichen", kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
"Sehr riskante Wette" - Experte warnt VW eindringlich vor China-Plan
Der Direktor des Mercator Instituts für China-Studien (Merics) mit Sitz in Berlin, Mikko Huotari, hat Volkswagen davor gewarnt, in China gebaute Autos nach Deutschland zu importieren oder auch chinesischen Autoherstellern Produktionskapazitäten in den hauseigenen Werkshallen in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Entsprechende Vorschläge hatte VW-Chef Blume in den vergangenen Wochen gemacht, um der Krise bei VW entgegenzuwirken. "
"Ich halte das für eine sehr riskante Wette", sagte Merics-Direktor Huotari. Die von VW in China allein oder im Rahmen von Joint Ventures produzierten Autos seien auch darum wettbewerbsfähiger, weil "sie in einem Umfeld staatlicher Steuerung und Subventionen entstehen und unter Arbeitsbedingungen hergestellt werden, die wir hier nicht so wollen", so der international renommierte China-Experte. "Für VW mag diese Wette kurz- oder mittelfristig noch aufgehen. Aber es entsteht ein importierter Preis- und Wettbewerbsdruck in der deutschen Volkswirtschaft, etwa auf Zulieferer und andere Autohersteller, der sich neben dem Innovationsdruck eben auch aus unfairen Wettbewerbsbedingungen und Arbeitsbedingungen speist, die wir hier nicht kopieren wollen." Beides entspreche nicht den Standards einer sozialen Marktwirtschaft und sollte sich darum auch nicht etablieren.
Gefälschte und gefährliche Ware: EU verhängt hohe Strafe gegen AliExpress
Die EU verhängt eine Millionenstrafe gegen den Online-Marktplatz AliExpress wegen des Verkaufs illegaler Produkte. Der chinesische Online-Riese muss 550 Millionen Euro zahlen, unter anderem weil gefälschte Kleidung, unsicheres Spielzeug und gefährliche Kosmetika wochenlang nicht von der Plattform genommen wurden, wie die Europäische Kommission mitteilte.
Das Unternehmen, das zum chinesischen Alibaba-Konzern gehört, hat demnach nicht genug getan, um die Verbraucher in der EU vor solchen Produkten zu schützen. Die Händler, die von AliExpress eigentlich für den Verkauf illegaler Produkte auf der Online-Plattform bestraft werden sollten, kamen nach Ansicht der EU-Kommission zum Teil davon. Sie hätten ihr Geschäft oft weiterbetreiben können, heißt es in der Mitteilung.
SpaceX verhandelt mit US-Militär über milliardenschweres KI-Geschäft
SpaceX führt Gespräche mit dem US-Verteidigungsministerium über die Bereitstellung von Rechenzentrumskapazitäten im Wert von Milliarden von US-Dollar. Diese sollen für den Betrieb von Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI) genutzt werden, was die Beziehungen zwischen dem Unternehmen von Elon Musk und dem Pentagon weiter vertiefen würde. Beide Seiten diskutierten eine Vereinbarung, bei der SpaceX dem Ministerium Rechenkapazität im Wert von bis zu mehreren Milliarden Dollar zur Verfügung stellen würde, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Gespräche dauerten an und könnten noch scheitern, so die Personen.
Bafin bestraft Softwarefirma TeamViewer
Bei den Einzelwerten geben die Aktien von TeamViewer um rund ein halbes Prozent nach. Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Geldbuße von 240.000 Euro gegen das schwäbische Softwareunternehmen wegen Insiderinformationen im Zusammenhang mit einer Cyber-Attacke verhängt.
Die BaFin kam zu dem Schluss, dass der Anbieter von Fernsteuerungs- und Fernwartungs-Software einen Cyber-Angriff vor gut zwei Jahren den Investoren unverzüglich in einer Ad-hoc-Mitteilung hätte mitteilen müssen. Das sei ein Verstoß gegen die Marktmissbrauchsverordnung (MAR). TeamViewer hatte den Angriff zunächst nur auf der Homepage in einer Mitteilung an die Kunden veröffentlicht. Die Attacke hatte die Aktie zeitweise um zehn Prozent gedrückt.
Die BaFin hält schwerwiegende Cyber-Vorfälle in aller Regel für ad-hoc-pflichtig, weil der Kapitalmarkt darauf sensibel reagiert. Ein TeamViewer-Sprecher erklärte, man habe den Vorfall im Juni 2024 "sorgfältig auf das Vorliegen einer ad-hoc-relevanten Information geprüft". Man habe sich damals aber entschieden, alle wichtigen Informationen über das "TeamViewer Trust Center" auf der Homepage zu veröffentlichen, was den Gepflogenheiten im Technologiesektor entspreche.
Hinter dem Hackerangriff hatte TeamViewer die russische Hackergruppe APT29 vermutet, die auch als "Midnight Blizzard" auftritt und angeblich im Auftrag der russischen Regierung handelt. Letztlich sei diese aber nur in das interne IT-System eingedrungen und habe dort Namen, Kontaktinformationen und vertrauliche Passwörter der Belegschaft abgesaugt.
Krieg lastet auf dem Goldpreis
Der Goldpreis gibt nach, da eskalierende Angriffe zwischen den USA und dem Iran den Preis für Brent-Rohöl wieder über 90 US-Dollar pro Barrel treiben. Dies verstärkt die Inflationssorgen trotz schwächerer US-Inflationsdaten.
"Die jüngste Kursentwicklung deute darauf hin, dass die Sorgen über längerfristig höhere Zinsen die traditionelle Anziehungskraft von Gold als sicherer Hafen aufwiegen, wodurch Gold trotz eskalierender geopolitischer Risiken weitgehend in einer Handelsspanne verharre", meint Soojin Kim, Analystin bei MUFG.
Die Märkte preisen nun mindestens eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve in diesem Jahr ein, was die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls schmälert. Im frühen europäischen Handel geben die Gold-Futures um 0,2 Prozent auf 4.010,20 US-Dollar je Feinunze nach.
Ministerpräsident gegen Staatshilfen für VW
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein lehnt direkte Staatshilfen für Volkswagen ab. "Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Schon gar nicht in der jetzigen Haushaltslage", sagte der CDU-Politiker der "Bild". "Und bei Volkswagen ist schon sehr viel Staat drin", erläuterte er. "Ich glaube, wir werden jetzt nicht mit direkten Aktionen Volkswagen unterstützen. Ich glaube auch gar nicht, dass Volkswagen das möchte."
Hintergrund sind Pläne des VW-Konzerns für weitere Sparmaßnahmen, über die der Aufsichtsrat kürzlich beraten hatte. Diese hatten unter anderem im VW-Werk Kassel-Baunatal Proteste ausgelöst. Das Land Niedersachsen ist mit 20 Prozent an VW beteiligt.
Rhein sprach sich zudem erneut gegen ein politisch festgelegtes Ende des Verbrennungsmotors aus. "Wenn wir Deutschen eins konnten und können, dann, den Verbrenner zu bauen", erklärte er. "Und er ist immer verbessert worden." Deswegen müsse man sehr aufpassen, dass am Ende nicht Politiker darüber entscheiden, was gebaut werde.
Airline-Aktien verlieren
Die Aktien europäischer Fluggesellschaften fallen, da die Ölpreise nach einer Eskalation der Feindseligkeiten zwischen dem Iran und den USA am Wochenende steigen.
Die Papiere der Deutschen Lufthansa und von Air France-KLM geben um 2,7 Prozent beziehungsweise 3,1 Prozent nach, während die der International Consolidated Airlines Group um 2,1 Prozent und die von Wizz Air um 3,0 Prozent fallen. Jet2 und Tui notieren um 2,1 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent niedriger. Die Aktien von EasyJet geben um 0,5 Prozent nach und die von Ryanair stürzen um 7,2 Prozent ab. Die in Dublin notierte Fluggesellschaft hatte einen Rückgang des Nettogewinns im ersten Quartal aufgrund niedrigerer Flugpreise und des Gegenwinds durch die Treibstoffkosten inmitten des Konflikts im Nahen Osten gemeldet.
Amazon erhöht Gehälter - Kritik von der Gewerkschaft
Der Online-Händler Amazon stockt das Gehalt seiner Logistik-Mitarbeiter in Deutschland etwas auf. Wie die Firma in München mitteilte, bekommen die Beschäftigten ab September nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit einen Stundenlohn von 18,87 Euro und damit 3,1 Prozent mehr als zuvor.
Amazon hat keinen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft abgeschlossen, vielmehr legt die Firma die Entgelte selbst fest. Das kritisiert Verdi seit Langem scharf. Immer wieder ruft die Gewerkschaft zu Warnstreiks bei Amazon auf, deren Wirkung sich aber in Grenzen hält. Der Online-Händler argumentiert, dass er auch ohne Tarifvertrag "ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber" sei. Die Löhne seien seit 2014 jedes Jahr angehoben worden.
Der von Amazon genannte neue Stundenlohn ist der "Netzwerkdurchschnitt" - an manchen Standorten wie etwa im Münchner Umland liegt er darüber, an anderen darunter, etwa in Ostdeutschland. Er beträgt ab September mindestens 18 Euro und damit gut vier Euro mehr als der Mindestlohn (13,90 Euro).
Es geht um ungelernte Kräfte an den mehr als 100 Logistik-Standorten in Deutschland, also etwa um Mitarbeiter, die Ware aus Regalen holen und in Pakete verpacken. Die Wochenzeit liegt bei 35 bis 40 Stunden. Fachkräfte und Menschen in Leitungsfunktionen verdienen mehr. Nicht inbegriffen in die Lohnerhöhung sind die Amazon-Paketboten. Die sind für Subunternehmer tätig, die Aufträge von Amazon bekommen - die Paketzustellung ist also ausgelagert.
"Trotz der Lohnerhöhungen bleibt es dabei: Die Beschäftigten fordern rechtsverbindliche Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels und Verhandlungen auf Augenhöhe", sagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.
Für Bitcoin geht es abwärts
Der Bitcoin gibt nach, da eine Eskalation des Nahost-Konflikts die Risikobereitschaft belastet. Der Preis für einen Bitcoin fällt 1,1 Prozent auf 63.949 Dollar. Seit Jahrebesginn hat er damit rund 26 Prozent an Wert verloren.
"Da heute keine wichtigen US-Daten anstehen, wird die Richtung des Bitcoin hauptsächlich von den Mittelflüssen aus börsengehandelten Fonds, dem Dollar, den Renditen von Staatsanleihen, den geopolitischen Entwicklungen und den Fortschritten auf dem Weg zu einer klareren Krypto-Regulierung abhängen," schreibt der Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets in einem Kommentar.
Inflations-Indikator steigt langsamer
Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Juni nicht mehr so stark angehoben. Die Erzeuger gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - verlangten im Schnitt 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Mai hatte es mit 2,2 Prozent noch den stärksten Anstieg seit drei Jahren gegeben, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs kräftig gestiegen waren. Von Mai auf Juni fielen die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent.
Energie verteuerte sich diesmal um 0,4 Prozent zum Vorjahresmonat. "Durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten" stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse um 23,7 Prozent, wie die Statistiker betonten. Für leichtes Heizöl wurde um 23,6 Prozent mehr verlangt, für Kraftstoffe 12,0 Prozent mehr. "Demgegenüber gab es bei Erdgas und elektrischem Strom, auch bedingt durch das immer noch hohe Preisniveau seit Beginn des Kriegs in der Ukraine, im Juni 2026 sogar Preissenkungen gegenüber dem Vorjahresmonat", betonten die Statistiker. Erdgas verbilligte sich um 1,8 Prozent, Strom um 4,2 Prozent und Fernwärme um 0,5 Prozent.
Nahrungsmittel wurden um 4,5 Prozent billiger als im Juni 2025.
In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation. Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juni auch wegen der Einführung des Tankrabatts nicht mehr so stark gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,3 Prozent, nach 2,6 Prozent im Mai und 2,9 Prozent im April.
Der Dax schwächelt
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Kursverlusten in die Woche. Der Dax gibt 0,2 Prozent auf 24.772 Punkte ab.
Importflut aus China nicht zu stoppen - Deutsche Exporte brechen ein
Deutschland importiert immer mehr Waren aus China und liefert zugleich deutlich weniger in die Volksrepublik. Von Januar bis Mai wuchsen die Einfuhren um 6,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 72,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Beim Import blieb China damit Handelspartner Nummer eins.
Die deutschen Exporte dorthin brachen dagegen in diesem Zeitraum um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro ein, weil vor allem Autos und Maschinen "Made in Germany" weniger nachgefragt wurden. Damit stieg der Importüberschuss im Handel mit China auf 42,8 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Von Januar bis Mai 2025 hatte er nur 33,5 Milliarden Euro betragen.
"Viele Produkte des täglichen Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus China", so die Statistiker. Wertmäßig stammten in den ersten fünf Monaten etwa 81,8 Prozent der nach Deutschland importierten tragbaren Computer, 66,3 Prozent der Smartphones sowie 64,1 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus aus China. Zudem kamen 23,5 Prozent der nach Deutschland importierten Pkw mit Elektromotor von dort. Auch die etwa in der Photovoltaiktechnik verwendeten Fotoelemente als Module oder in Form von Tafeln kamen zu 86,1 Prozent aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Ryanair erleidet Gewinneinbruch
Der Gewinn von Ryanair ist im ersten Quartal gesunken. Der irische Billigflieger teilte mit, dass er in den drei Monaten bis Ende Juni einen Nettogewinn von knapp 538 Millionen Euro erzielt habe. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch rund 820 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz erreichte 4,38 Milliarden Euro, verglichen mit 4,34 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Fluggesellschaft beförderte im ersten Quartal mehr als 61 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Flugpreise sanken dagegen um 6 Prozent, was auf die Unsicherheit der Verbraucher und die Sorge vor einer Verknappung von Flugbenzin inmitten des Nahost-Konflikts zurückzuführen sei, so Ryanair.
Wie geht es dem Dax?
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in die Woche zunächst kaum verändert erwartet. Der Dax wird leicht im Plus gesehen, am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,3 Prozent niedriger bei 24.830 Punkten geschlossen.
Mit Blick auf die steigenden Energiepreise könnte allerdings Abgabedruck aufkommen. Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite ist ruhig. "Die Schlagzeilen um den Iran und die USA dominieren weiterhin das Geschehen; die anhaltenden Angriffe treiben die Ölpreise nach oben und bereiten Sorgen an den Aktienmärkten", so die Analysten von Intouch Capital Markets. Das mindere den Appetit auf risikoreichere Anlagen.
Im Mittelpunkt am Montag steht heute erneut die Inflation. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass die deutschen Erzeugerpreise im Juni um 0,2 Prozent zum Vormonat gesunken sind. Im Mai hatten sie noch um 0,3 Prozent angezogen. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten als frühe Signalgeber für die allgemeine Inflation.
Öl wird deutlich teurer
Die Ölpreise steigen angesichts der anhaltenden militärischen Gewalt zwischen den USA und dem Iran im Nahost-Konflikt und der weiter kaum passierbaren Straße Hormus .Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent steigt erstmals seit mehr als einem Monat auf über 90 Dollar je Barrel und legt 2,4 Prozent auf 90,17 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Das US-Öl WTI notiert 2,2 Prozent fester bei 84,27 Dollar.
Die Ölpreise waren in der vergangenen Woche bereits um mehr als 15 Prozent in die Höhe geschossen.
Gestern durchfuhren nut wenige Schiffe die Straße von Hormus. "Je länger die Meerenge geschlossen bleibt und der Krieg eskaliert, desto größer ist das Risiko, dass die Ölpreise auf etwa 150 Dollar je Barrel steigen müssten, damit sich die Nachfrage an das geringere Angebot anpasst", sagt Shane Oliver, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter AMP. "Das ist nicht unser Basisszenario, bleibt jedoch ein erhebliches Risiko."
China pumpt Geld in den Aktienmarkt
Nach den jüngsten Kursverlusten am chinesischen Aktienmarkt haben zwei staatliche Kapitalgesellschaften am Sonntag milliardenschwere Zukäufe zur Stützung des Marktes angekündigt.
Die China Reform Holdings Corp (CRHC) investierte nach eigenen Angaben mehr als 50 Milliarden Yuan (7,4 Milliarden Dollar) aus speziellen Refinanzierungsfazilitäten und entsprechenden Eigenmitteln in Aktienkäufe und die Aufstockung von Beteiligungen. Die China Chengtong Holdings Group teilte separat mit, sie habe für knapp zehn Milliarden Yuan chinesische Wertpapiere erworben. Beide Unternehmen zeigten sich zuversichtlich mit Blick auf die heimischen Kapitalmärkte und kündigten weitere Investitionen an, insbesondere bei Staatskonzernen, Technologiewerten und börsengehandelten Fonds (ETFs).
Die Ankündigungen folgen auf einen Kursrutsch in der Volksrepublik in der vergangenen Woche im Zuge eines weltweiten Ausverkaufs von Papieren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Der technologielastige STAR-Markt, an dem viele führende Chiphersteller gelistet sind, ist seit seinem Höchststand am 1. Juli um rund 25 Prozent eingebrochen. Dabei wurden mehr als vier Billionen Yuan an Marktwert vernichtet.
Chinas Aktienmarkt legte heute gegen den Trend deutlich zu.
Inflationssorgen sind zurück
Was ist los an Asiens Aktienmärkten? Die Börse in Tokio bleibt feiertagsbedingt geschlossen. In der vergangenen Woche hatte der japanische Leitindex Nikkei wegen eines Ausverkaufs bei Technologiewerten 6,4 Prozent eingebüßt. Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans gibt um 0,3 Prozent nach, während chinesische Standardwerte um 1,4 Prozent zulegen. Die von Halbleiterwerten dominierte südkoreanische Börse verliert 0,6 Prozent. In der Vorwoche war der Markt bei stark schwankenden Kursen um fast neun Prozent eingebrochen.
Der eskalierende Konflikt am Golf trieb die Ölpreise in die Höhe. Das US-Militär flog den neunten Tag in Folge Luftangriffe auf Ziele im Iran, der seinerseits Ziele in der Region angriff.
Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise hat die Inflationssorgen neu entfacht, obwohl die US-Verbraucherpreise in der vergangenen Woche überraschend niedrig ausgefallen waren. "Unsere Prognose geht davon aus, dass die Fed erst 2027 allmählich auf Zinserhöhungen umschwenkt; die Risiken verschieben sich jedoch in Richtung eines früher als erwarteten Zinsschritts", sagte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JPMorgan. Er verwies auf eine zuletzt restriktivere Rhetorik der US-Notenbank.
Zudem dürfte der jüngste Ölpreissprung der Europäischen Zentralbank (EZB) Sorgen bereiten. Die EZB kommt am Donnerstag zusammen und wird den Leitzins nach der Erhöhung im Juni voraussichtlich bei 2,25 Prozent belassen.