Der Börsen-Tag
14. Juni 2022
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

DAX durchbricht Unterstützung nach unten - 13.000 kommt näher

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat der Verkaufsdruck am deutschen Aktienmarkt nur leicht nachgelassen. Nach den Kurseinbrüchen der vergangenen Tage ging es mit den Indizes nicht mehr so steil nach unten. Ein Stimmungsumschwung war nicht zu beobachten.

"Man muss konstatieren, dass sich die Gemengelage nicht verändert hat. Trotz der doch deutlich tieferen Kurse spricht im Moment erst einmal wenig für Aktien", sagte ntv-Börsenreporter Frank Meyer: "Dafür sorgen allein schon die Zinsanhebungsfantasien der US-Notenbank." Meyer spielte auf Befürchtungen von Analysten an, dass die Fed eine "ganz große" Zinserhöhung um 75 Basispunkte vornehmen könnte.

Der DAX verlor heute 0,9 Prozent und schloss bei 13.304 Punkten. Damit durchbrach er die Unterstützung bei 13.380 Punkten nach unten. Der EUROSTOXX50 notierte 0,7 Prozent tiefer bei 3478 Stellen.

Bei den Einzelwerten sorgte im SDAX der Hornbach-Kurssturz von minus 17,3 Prozent für Aufsehen. Der Baumarkt-Betreiber kappte seine Gewinnziele für das Gesamtjahr. Wegen des schwierigen Branchenumfelds komme die Prognosesenkung zwar nicht völlig überraschend, schrieb DZ Bank-Analyst Thomas Maul. Allerdings seien die nun kassierten Ziele erst vor etwa vier Wochen veröffentlicht worden.

Adidas gaben im DAX nach einer von der HSBC gestrichenen Kaufempfehlung um drei Prozent nach. Uniper verteuerten sich im MDAX um 0,3 Prozent. Der russischen Tageszeitung "Kommersant" zufolge hat die finnische Uniper-Mutter Fortum einige Kaufinteressenten für ihre Russlandaktivitäten sowie für jene von Uniper.

K+S standen 3,2 Prozent höher und damit an der MDAX-Spitze. Der Rohstoffkonzern BHP zeige sich offen für eine Partnerschaft bei einer Kalimine in Kanada und könnte dort die Erfahrung von K+S nutzen, sagte ein Händler. Rheinmetall als Profiteur der steigenden Verteidigungsausgaben kamen erneut voran mit einem Zuschlag von 1,8 Prozent.

DAX durchbricht Unterstützung nach unten - 13.000 kommt näher
17:16 Uhr

Air France-KLM erhöht massiv Kapital - Aktie geht baden

Der Luftfahrtkonzern Air France-KLM hat bei seine Kapitalerhöhung 2,26 Milliarden Euro eingesammelt. Die Nachfrage summierte sich auf 2,6 Milliarden Euro, wie die Airline mitteilte. Der französisch-niederländische Konzern will mit den Einnahmen einen Teil der gut zehn Milliarden Euro Staatshilfen zurückzahlen, mit denen Frankreich und die Niederlande das Unternehmen in der Corona-Krise stützten. Die Aktie blutete kräftig, ihr Kurs sackte um 12,4 Prozent ab.

Air France-KLM erhöht massiv Kapital - Aktie geht baden
17:01 Uhr

Coinbase kündigt mitten im Krypto-Crash Entlassungen an

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(Foto: picture alliance / newscom)

Die größte US-Kryptobörse Coinbase will ihre Mitarbeiterzahl drastisch reduzieren. Es gehe darum, die Ausgaben zu senken, um im Fall eines längeren wirtschaftlichen Abschwungs zu bestehen, erklärte Coinbase-Chef Brian Armstrong. Der Online-Handelsplatz für Digitalanlagen wie Bitcoin will rund 18 Prozent seiner Beschäftigten entlassen - rund 1100 Mitarbeiter.

Inflations- und Rezessionsängste sorgen derzeit für große Nervosität bei Anlegern und haben den Kryptomarkt zuletzt heftig unter Druck gebracht. Die Aktien von Coinbase sind allein in den vergangenen fünf Handelstagen um mehr als ein Viertel gefallen.

Coinbase kündigt mitten im Krypto-Crash Entlassungen an
16:28 Uhr

Ölpreise gehen kräftig hoch

Die Ölpreise haben am Nachmittag den festen Gang nach oben angetreten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 124,83 US-Dollar. Das waren 2,2 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,9 Prozent auf 123,30 Dollar.

Die Erdölpreise halten sich damit auf hohem Niveau. Seit Jahresbeginn haben sie um rund 55 Prozent zugelegt. Hauptgründe sind der Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie scharfe Sanktionen des Westens gegen Russland. Das Angebot an Rohöl ist daher knapp, die Nachfrage hingegen robust.

Ein Gegengewicht stellt seit einiger Zeit die angespannte Corona-Lage in China dar. Sie führt zu neuen Verspannungen im Welthandel und einer schwächeren Energienachfrage in der Volksrepublik. Letzteres lastet auf den Ölpreisen.

Brent Rohöl

Ölpreise gehen kräftig hoch
16:18 Uhr

Auf Inflationsgewinner setzen

Viele Branchen leiden unter dem hohen Inflationsdruck. Doch es gibt auch einige Sektoren, die von der hohen Inflation profitieren. Welche das sind und wie Anleger gezielt auf diese Branchen setzen können, darüber spricht Raimund Brichta mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

Auf Inflationsgewinner setzen
16:05 Uhr

Wall Street präsentiert sich stabil

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(Foto: John Minchillo/AP/dpa)

Nach dem Ausverkauf vom Wochenauftakt tasten sich einige Anleger an die Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils kaum verändert, nachdem sie zum Wochenauftakt um bis zu 4,7 Prozent abgerutscht waren. Am Tag vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der Notenbank Fed sei Durchatmen angesagt, hieß es in New York.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählten Oracle mit einem Kursplus von 13 Prozent. Der Softwarekonzern hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekannt gegeben. Der Ausblick für das Cloud-Geschäft habe ebenfalls positiv überrascht, lobte Analyst Derrick Wood vom Vermögensverwalter Cowen. Dank des beschleunigten Wachstums habe die Aktie noch Luft nach oben.

Wall Street präsentiert sich stabil
15:48 Uhr

Hildesheimer Softwarefirma findet Käufer

Der Hildesheimer Pflegesoftware-Entwickler Medifox wechselt für fast eine Milliarde US-Dollar den Besitzer. Das amerikanische Medizintechnik-Unternehmen Resmed will die Techfirma aus Niedersachsen übernehmen. Sie stattet beispielsweise mobile und ambulante Pflegedienste mit Dokumentations-, Personalplanungs- und Abrechnungsprogrammen aus.

Vereinbart habe man einen Kaufpreis von umgerechnet 950 Millionen Euro, teilte eine Agentur im Auftrag von Resmed am Dienstag mit. Ziel der Kalifornier sei es, ihre Präsenz auf dem deutschen Markt zu verstärken.

Hildesheimer Softwarefirma findet Käufer
15:20 Uhr

EZB stoppt Anleihekäufe: "Das könnte eine Eurokrise 2.0 bedeuten"

Die Inflation bereitet der Wirtschaft weltweit Kopfschmerzen. Die EZB leitet als Gegenmaßnahme die Zinswende ein. Zeitgleich werden die Anleihekäufe beendet. ntv-Börsenreporter Frank Meyer erklärt, welche Probleme durch den Schritt entstehen könnten.

EZB stoppt Anleihekäufe: "Das könnte eine Eurokrise 2.0 bedeuten"
15:02 Uhr

Minderheit der LEG-Aktionäre will Dividende

Insgesamt 38,2 Prozent der Aktionäre der LEG Immobilien SE haben sich dafür entschieden, ihre Dividende in Form von Aktien zu erhalten. Dem MDAX-Konzern zufolge verbleiben somit rund 113,2 Millionen Euro im Unternehmen.

Auf Basis der Annahmequote werden den weiteren Angaben zufolge 1.269.651 neue Aktien ausgegeben, so dass die Gesamtzahl der LEG-Aktien um rund zwei Prozent auf 74.109.276 Aktien steigt. Die neuen Aktien werden voraussichtlich am 23. Juni in den Aktienhandel einbezogen. Die LEG-Aktie verbilligte sich um 0,3 Prozent.

Minderheit der LEG-Aktionäre will Dividende
14:41 Uhr

Europäischer Erdgaspreis geht kräftig nach oben

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(Foto: dpa)

Die Verzögerung der Reparaturarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream 1 hat mit dazu beigetragen, den europäischer Erdgaspreis nach oben ziehen zu lassen. Er zog am frühen Nachmittag um rund zehn Prozent an.

Dem russischen Konzern Gazprom zufolge ist ein Gasverdichteraggregat von Siemens nicht rechtzeitig aus der Reparatur zurückgekommen. Deshalb könnten nun nur noch täglich bis zu 100 Millionen Kubikmeter Gas durch die Pipeline gepumpt werden - oder rund 60 Prozent des bisher geplanten Tagesvolumens von 167 Millionen Kubikmeter Gas.

Europäischer Erdgaspreis geht kräftig nach oben
14:31 Uhr

US-Dollar bleibt mit Abstand wichtigste Währung der Welt

Der Euro hat im zweiten Corona-Jahr seine Stellung als weltweit zweitwichtigste Reservewährung nach dem US-Dollar behauptet. Die Gemeinschaftswährung kam 2021 global auf einen Anteil von 20,6 Prozent an den weltweiten Währungsreserven, das ist ein leichter Anstieg von 0,5 Prozentpunkten binnen Jahresfrist, wie die EZB mitteilte.

Unangefochtene Reservewährung Nummer eins blieb der Dollar mit einem Anteil von etwa 59 Prozent. Bei den internationalen Bond-Emissionen nahm der Anteil der in Euro begebenen Titel um annähernd drei Punkte auf 24,6 Prozent zu. Alle Indikatoren zusammengefasst, blieb 2021 laut EZB der Anteil der Gemeinschaftswährung im weltweiten Währungssystem mit rund 19 Prozent stabil.

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(Foto: picture alliance / dpa)
US-Dollar bleibt mit Abstand wichtigste Währung der Welt
14:14 Uhr

Morphosys-Aktie steigt - Kooperation bei Krebsmittel mit Pfizer

Der US-Pharmariese Pfizer will bei der Entwicklung eines neuen Krebsmedikaments mit dem deutschen Biotechunternehmen Morphosys zusammenarbeiten. Pfizer will sein Krebsmittel TTI-622 in einer klinischen Studie in Kombination mit dem Morphosys-Krebsmedikament Monjuvi testen, wie die beiden Konzerne mitteilten.

Getestet werden soll die Kombinationstherapie bei Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, die nicht für eine Stammzelltransplantation infrage kommt. Finanzielle Details der Kooperation wurden nicht genannt. Die Morphosys-Aktie verteuerte sich um 3,7 Prozent.

Morphosys-Aktie steigt - Kooperation bei Krebsmittel mit Pfizer
13:58 Uhr

Gute Zahlen lassen Oracle vorbörslich hochschießen

Unter den US-Einzelwerten haben Oracle vorbörslich einen Kurssprung von fast zwölf Prozent gemacht. Der Software-Konzern hat den Umsatz im vierten Geschäftsquartal überraschend kräftig gesteigert.

Gute Zahlen lassen Oracle vorbörslich hochschießen
13:44 Uhr

Debatte um Übergewinnsteuer - IFO-Chef äußert seine Meinung

Der Tankrabatt sorgt seit Tagen für Diskussionen. Allein die Frage, ob er überhaupt einen Effekt hat, wird hitzig diskutiert. Nun zeigt eine Untersuchung des IFO-Instituts: Das Angebot kommt sehr wohl beim Bürger an. Arbeit für das Kartellamt sieht Präsident Fuest dennoch.

Debatte um Übergewinnsteuer - IFO-Chef äußert seine Meinung
13:23 Uhr

Euro gewinnt ganz wenig an Härte

Euro / DollarNach seinem jüngsten Kursrutsch ist es für den Euro wieder leicht bergauf gegangen. Die Gemeinschaftswährung rückte um 0,3 Prozent auf 1,0435 US-Dollar vor - noch in der Nacht war sie mit 1,0395 Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Wochen gefallen.

Die höheren Inflationsdaten aus den USA hatten zuletzt Erwartungen noch stärkerer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank geschürt und den Dollar beflügelt. Morgen entscheidet die Fed über ihren weiteren Zinskurs.

Euro gewinnt ganz wenig an Härte
13:06 Uhr

Wall Street schaut mit Spannung auf die Fed

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(Foto: AP)

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine etwas festere Handelseröffnung ab. Damit dürften die Kurse aber nur einen sehr geringen Teil ihrer jüngsten Verluste wettmachen. Zins- und Inflationsängste dominieren nach Angaben aus dem Handel unverändert den Markt und dürften eine Erholung verhindern. Auch mit Blick auf den morgen anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank dürften Anleger keine Risiken eingehen.

Die hohe Inflationsrate schürte Befürchtungen, dass die Fed zu ihrer Bekämpfung die Zinsen noch rascher erhöhen wird als bislang vermutet und damit die Wirtschaft in eine Rezession treiben wird. Die Investoren dürften daher mit einigem Unbehagen den Erzeugerpreisen entgegenblicken. Ökonomen schätzen, dass sich der Preisauftrieb im Mai verglichen mit dem April etwas beschleunigt hat.

Wall Street schaut mit Spannung auf die Fed
12:41 Uhr

Der Bitcoin-Absturz hat zwei wesentliche Gründe

Der rasante Bitcoin-Kursverlust stellt die Angststimmung an den Börsen in den Schatten: 70 Prozent Wert verliert die bekannteste Kryptowährung seit ihrem Hoch im November, allein 30 Prozent seit letzter Woche. ntv-Börsenreporterin Katja Dofel erklärt, was dahintersteckt - und, dass es noch schlimmer kommen könnte.

Der Bitcoin-Absturz hat zwei wesentliche Gründe
12:37 Uhr

DAX gibt nun deutlicher nach

Der DAX ist mit einer Erholung vom jüngsten Ausverkauf vorerst gescheitert. Der deutsche Leitindex gab um die Mittagszeit 0,8 Prozent auf 13.324 Punkte ab. Tiefer stand auch der EUROSTOXX50, der um 0,9 Prozent auf 3472 Stellen nachgab.

Im DAX legten SAP ihre im Fahrwasser guter Quartalszahlen des Wettbewerbers Oracle um 0,1 Prozent zu. Brenntag knüpften mit plus 0,4 Prozent an ihren starken Vortag an, als der Chemikalienhändler den Ausblick erhöht hatte. Adidas gaben indes nach einer von der HSBC gestrichenen Kaufempfehlung um 2,3 Prozent nach.

DAX gibt nun deutlicher nach
12:18 Uhr

Trucker-Streik stört Chip-Produktion massiv

Bei der Halbleiterproduktion von Samsung Electronics in China kommt es infolge des Trucker-Streiks in Südkorea zu Produktionsstörungen. Ein südkoreanisches Unternehmen, das Isopropylalkohol (IPA) für die Reinigung von Halbleiterchips herstelle, könne wegen der Blockade der südkoreanischen Lastwagenfahrer das Produkt nicht an ein chinesisches Unternehmen verschiffen, das Wafer an eine Chipfabrik von Samsung Electronics in China liefere, teilt der Handelsverband Korea International Trade Association (Kita) mit. Die Ausfuhr von 90 Tonnen IPA oder einer Wochenlieferung habe sich verzögert. Die Trucker hatten am 7. Juni mit ihrem Ausstand begonnen, um angesichts stark gestiegener Kraftstoffpreise höhere Löhne und eine Mindestlohngarantie durchzusetzen. Das setzt die weltweit ohnehin belasteten Lieferketten weiter unter Druck.

Trucker-Streik stört Chip-Produktion massiv
11:48 Uhr

Energiekonzern will russische Energieanlagen abstoßen

Der finnische Energiekonzern Fortum will sich einem Zeitungsbericht zufolge noch in diesem Monat von zwei russischen Energieanlagen trennen. Bis zum 21. Juni nehme Fortum verbindliche Angebote für die beiden Anlagen entgegen, die jeweils 1,5 bis zwei Milliarden Dollar wert sein könnten, berichtet die russische Tageszeitung "Kommersant" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Laut dem Blatt lehnte das Unternehmen eine Stellungnahme zunächst ab. Fortum kündigte vergangenen Monat an, sich aus Russland zurückzuziehen und reiht sich damit in eine lange Liste westlicher Unternehmen ein, die das Land wegen Russlands Einmarsch in der Ukraine verlassen. Die russische Einheit von Fortum betreibt sieben Wärmekraftwerke für Fernwärme. Der deutsche Stromversorger Uniper, an dem Fortum zu 78 Prozent beteiligt ist, besitzt über seine Tochtergesellschaft Unipro zudem fünf Anlagen in Russland.

Energiekonzern will russische Energieanlagen abstoßen
11:21 Uhr

Börsenprofis sind guter Hoffnung - ZEW-Index geht weiter hoch

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(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Den Problemen wird getrotzt: Die Börsenprofis blicken ungeachtet großer Risiken wie dem Krieg in der Ukraine, der hohen Inflation und den Corona-Lockdowns in China erneut optimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für die Einschätzung zur deutschen Konjunktur in den nächsten sechs Monaten stieg im Juni um 6,3 auf minus 28,0 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 183 Analysten und Anlegern mitteilte. Ökonomen hatten eine Verbesserung auf minus 27,5 Punkte erwartet.

Bereits im Mai hatte es einen Anstieg gegeben. Auch die aktuelle Lage wurde diesmal weniger pessimistisch beurteilt. "Die Finanzmarktexpertinnen und -experten sehen weniger dunkle Wolken am Konjunkturhimmel", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Börsenprofis sind guter Hoffnung - ZEW-Index geht weiter hoch
11:09 Uhr

DAX beendet Ausflug nach oben - nun im Minus

Es war nur ein kurzes Strohfeuer: Die deutschen Aktienindizes haben ihre Gewinne wieder verloren und sind ins Minus gedreht. Der DAX verlor kurz vor Mittag 0,1 Prozent auf 13.417 Punkte. Auch MDAX, SDAX und TECDAX lagen im roten Bereich. Der EUROSTOXX50 notierte 0,1 Prozent fester bei 3506 Stellen.

DAX beendet Ausflug nach oben - nun im Minus
11:01 Uhr

Österreich mit neuen Maßnahmen gegen hohe Inflation

Auch Österreich leidet unter einer hohen Inflation. Deshalb hat die konservativ-grüne Bundesregierung in Wien ein weiteres milliardenschweres Maßnahmenpaket gegen steigende Preise beschlossen. "Wir haben uns vorgenommen, den Menschen jetzt auch das Geld zurückzugeben, dass ihnen die Inflation genommen hat", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer.

Das Paket ist bereits das dritte Maßnahmenbündel in der Alpenrepublik gegen die starke Teuerung. Insgesamt sollen die Entlastungen 28 Milliarden Euro bis 2026 ausmachen.

Österreich mit neuen Maßnahmen gegen hohe Inflation
10:37 Uhr

Bitcoin fällt runter - wichtige Marke kommt immer näher

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(Foto: picture alliance / PIXSELL)

Die Talfahrt von Bitcoin und vielen anderen Kryptowerten geht weiter. Heute fiel der Kurs der nach Marktwert größten Digitalwährung in Richtung der Marke von 20.000 US-Dollar. Im Tief wurden auf der Handelsplattform Bitfinex rund 20.860 Dollar markiert. Das ist der tiefste Stand seit eineinhalb Jahren. Im Vergleich zum Vortag brach der Kurs um gut zehn Prozent ein.

Die Nummer zwei auf dem Markt, Ether, fiel bis auf 1078 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2021. Der Wert aller rund 19.800 Digitalwährungen beläuft sich dem Portal Coinmarketcap zufolge zurzeit auf etwa 950 Milliarden Dollar. Vor einem halben Jahr lag die Marktkapitalisierung rund dreimal so hoch.

Bitcoin fällt runter - wichtige Marke kommt immer näher
10:14 Uhr

Hornbach-Aktie schmiert nach Gewinnwarnung ab

Die trüberen Aussichten für das laufende Geschäftsjahr machen der Aktie der Hornbach Holding zu schaffen. Das Papier rutschte im SDAX um 16,9 Prozent auf 92,70 Euro ab und markierte damit den tiefsten Stand seit rund neun Monaten. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende Februar) nun mit einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) um mehr als zehn Prozent. Bisher war Hornbach von einem leichten Rückgang ausgegangen.

Hornbach-Aktie schmiert nach Gewinnwarnung ab
10:05 Uhr

US-Gericht lässt Klage gegen Deutsche Bank zu

Die Deutsche Bank muss sich in den USA wegen Verstoßes gegen Geldwäscheauflagen vor einem Gericht verantworten. Ein US-Bezirksgericht in Manhattan ließ eine entsprechende Aktionärsklage gegen das deutsche Geldhaus zu. Die Aktionäre könnten auch Ansprüche gegen Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und seinen Vorgänger John Cryan geltend machen, erklärte Richter Jed Rakoff. Die Klagen gegen den Finanzchef der Bank und seinen Vorgänger wies er ab. Die Deutsche Bank habe Defizite in ihren Systemen zur Überprüfung der Kundenidentität und zur Bekämpfung der Geldwäsche verschwiegen, während sie Geschäfte mit dem Finanzier Jeffrey Epstein, russischen Oligarchen und anderen wohlhabenden, riskanten Kunden machte, hieß es in der Klageschrift.

US-Gericht lässt Klage gegen Deutsche Bank zu
10:03 Uhr

Moskauer Börse stoppt Franken-Handel

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(Foto: picture alliance / SchwabenPress)

Die Moskauer Börse setzt den Handel mit dem Schweizer Franken ab heute aus. Die von der Eidgenossenschaft vergangene Woche verhängten neuen Sanktionen gegen Russland führten zu Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Transaktionen zwischen der Schweizer Währung und Rubel sowie US-Dollar, teilte die Moskauer Börse mit.

Die größte russische Börse suche nach einer möglichen Lösung und hoffe, den Handel mit Schweizer Franken in Zukunft wieder aufnehmen zu können.

Moskauer Börse stoppt Franken-Handel
09:57 Uhr

Von steigenden Zinsen profitieren

Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, müssen die Notenbanken die Zinsen weiter erhöhen. Wie Anleger von steigenden Zinsen profitieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Matthias Hüppe von der HSBC.

Von steigenden Zinsen profitieren
09:24 Uhr

Agrar-Erzeugerpreise explodieren

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im April um fast 40 Prozent hochgeschossen. Das sei der größte Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung 1961, teilte das Statistische Bundesamt mit. Schon im März hatte es ein Rekordplus von 34,7 Prozent gegeben. Im Vergleich zum Vormonat März stiegen die Preise um 5,6 Prozent. Sowohl die Preise für pflanzliche Erzeugnisse (plus 45,7 Prozent) als auch für tierische Erzeugnisse (plus 35,8 Prozent) legten kräftig zu.

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(Foto: Christoph Schmidt/dpa)
Agrar-Erzeugerpreise explodieren
09:05 Uhr

DAX leckt Wunden - kommt "ganz große" Fed-Zinsanhebung?

Nach den zum Teil schweren Verlusten der vergangenen Tage ist der deutsche Aktienmarkt fester in den Handel gestartet. Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed stieg der DAX um 0,9 Prozent auf 13.544 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX legten zwischen 0,5 und 0,9 Prozent zu.

Bei den Zugewinnen handelt es sich aber lediglich um eine technische Gegenbewegung. "Ruhe in den Markt kommt erst, wenn Klarheit über die Fed-Zinserhöhung und ihren weiteren Zinspfad besteht", sagte ein Händler in Frankfurt. Denn immer mehr Analysten und Volkswirte rechnen mit der "ganz großen" Zinserhöhung um 75 Basispunkte.

DAX leckt Wunden - kommt "ganz große" Fed-Zinsanhebung?
08:55 Uhr

Nikkei schließt klar im Minus

Aus Angst vor einem deutlichen Konjunktureinbruch haben die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten Vorsicht walten lassen. Investoren befürchteten, dass eine zu starke Erhöhung der US-Zinsen die Konjunktur abwürgen könnte. Die US-Notenbank entscheidet morgen Abend MESZ über ihren weiteren geldpolitischen Kurs.

In Tokio verlor der Nikkei 1,4 Prozent auf 26.615 Zähler - zeitweise hatte er mehr als zwei Prozent schwächer notiert. Der breiter gefasste Topix sank um 1,2 Prozent. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierten jeweils 0,5 und 0,9 Prozent schwächer.

Nikkei schließt klar im Minus
08:46 Uhr

Mehr Kreuzfahrtschiffe in Hamburg erwartet

Trotz einer leichten Erholung zum ersten Corona-Jahr haben im vergangenen Jahr nur etwa halb so viele Kreuzfahrtschiffe den Hamburger Hafen angelaufen wie vor der Pandemie. Waren es 2019 noch 209 Anläufe, sank ihre Zahl 2020 auf 81, um dann im vergangenen Jahr auf 108 zu steigen, wie eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion an den rot-grünen Senat ergab. Auch die Zahl der Passagiere blieb mit 112 000 im vergangenen Jahr noch deutlich unter Vor-Corona-Niveau. 2019 hatten die Passagierzahlen bei 815.000 gelegen.

Für dieses Jahr gehe die Terminal-Betreiberin Cruise Gate Hamburg von 270 Anläufen aus. "Im Folgejahr wird voraussichtlich mit einer leichten Steigerung der Anläufe und Passagierzahlen gerechnet. Es ist allerdings zu beachten, dass momentan bei den Reedereien noch eine sehr große Dynamik in der Anlaufplanung besteht", schreibt der Senat in seiner Antwort.

In der Corona-Zeit habe der Senat die Branche engagiert unterstützt, sagte Arne Platzbecker, Fragesteller und tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. "Umsatzeinbußen von bis zu 80 Prozent und nie da gewesene Reisebeschränkungen haben die Konzerne sowie deren internationales Personal vor riesige Herausforderungen gestellt." Mit einer Stundung von Hafennutzungsentgelten oder einer nach Umweltfreundlichkeit gestaffelten Ermäßigung des Liegegeldes hätten in Hamburg Probleme abgefedert werden können.

Mehr Kreuzfahrtschiffe in Hamburg erwartet
08:31 Uhr

Flughafen-Geschäft läuft wieder an

Wie erwartet sehr stark sind die aktuellen Passagierzahlen von Fraport ausgefallen. Im Mai hoben rund 4,6 Millionen Personen ab, ein Anstieg von 267 Prozent gegenüber dem corona-geplagten Vorjahr. Dies dürfte vom Markt zwar als selbstverständlich angesehen werden angesichts der rapide zunehmenden Reiselust, jedoch das Sentiment für die Branche positiv halten. "Gerade mit dem Kaufangebot für Flughafen Wien oder der Vertragsverlängerung für Dufry in Kuwait läuft es hier in der Branche wieder an", so ein Händler.

Flughafen-Geschäft läuft wieder an
08:17 Uhr

Deutsche Inflation kratzt an Acht-Prozent-Marke

Kräftige Preissteigerungen für Energie und Lebensmittel haben die Teuerungsrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast 50 Jahren getrieben. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Damit verharrte die Inflationsrate in Europas größter Volkswirtschaft im dritten Monat in Folge über der Marke von sieben Prozent. Von April auf Mai 2022 zogen die Preise um 0,9 Prozent an. Die Wiesbadener Statistiker bestätigten am Dienstag ihre vorläufigen Angaben von Ende Mai.

Inflationsraten auf dem derzeitigen Niveau gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie. In den alten Bundesländern muss man in der Zeitreihe bis in den Winter 1973/1974 zurückgehen, um ähnlich hohe Werte zu finden. Damals waren die Mineralölpreise infolge der ersten Ölkrise stark gestiegen. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil diese sich für einen Euro dann weniger leisten können.

Deutsche Inflation kratzt an Acht-Prozent-Marke
08:03 Uhr

Asien-Börsen im Abwärtsstrudel der Wall Street

Das gleiche Bild wie am Montag zeigt sich im Handelsverlauf an den ostasiatischen Aktienmärkten und in Australien. Nach erneut massiven Kursverlusten an der Wall Street sind die Börsen aus Angst vor einer Stagflation, also wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitig hoher Inflation, weiter auf Talfahrt.

An der Wall Street hatte sich nach dem stärker als erwarteten Anstieg der Verbraucherpreise am Freitag auf ein 40-Jahreshoch der Ausverkauf bei Aktien nochmals verstärkt, ebenso am Rentenmarkt, wo im Umkehrschluss die Renditen förmlich nach oben schossen. Zudem ist der S&P-500-Index nun in den sogenannten Bärenmarktmodus gerutscht, nachdem er von seinem jüngsten Hoch mehr als 20 Prozent eingebüßt hat. Aus technischer Sicht gilt das als schlechtes Zeichen.

Am stärksten geht es mit 4,5 Prozent in Sydney nach unten. Hier wurde am Montag wegen eines Feiertags nicht gehandelt, sodass Nachholbedarf nach unten bestand. In Tokio geht es für den Nikkei-225 um 1,7 Prozent abwärts auf 26.532 Punkte, in Seoul verliert der Kospi 1,1 Prozent. Shanghai, das sich am Vortag noch einigermaßen dem starken Verkaufsdruck entziehen konnte, büßt 1,6 Prozent ein, Hongkong 0,6 Prozent.

Anleger befürchten, dass die US-Notenbank auf ihrem begonnenen Zinserhöhungskurs zur Eindämmung der Inflation aggressiver vorgehen könnte, möglicherweise schon am Mittwoch, wenn die nächste Zinsentscheidung ansteht. Zuletzt nahmen die Spekulationen zu, dass sie dann die Zinsen sogar um 75 Basispunkte erhöhen könnte, statt der lange erwarteten 50 Basispunkte. Dazu belastet das Vor und Zurück in der chinesischen Corona-Politik. Zuletzt zog Peking die Zügel bei den Lockdowns und Massentests wieder an, was weitere Probleme in den Lieferketten bedeuten dürfte.

Asien-Börsen im Abwärtsstrudel der Wall Street
07:47 Uhr

Erholt sich der DAX?

Nach dem Ausverkauf zum Wochenauftakt wird der DAX Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag höher starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 13.540 Punkten taxiert und damit deutlich fester als zum Montagsschluss.

Zum Wochenstart hatte der deutsche Leitindex wegen Rezessionsängsten 2,4 Prozent auf 13.427,03 Punkte verloren. Auch an der Wall Street flohen die Anleger in Scharen aus dem Aktienmarkt. Da das Zinserhöhungstempo von US-Notenbank Fed und Europäischer Zentralbank (EZB) eines der bestimmenden Themen am Finanzmarkt bleibt, stehen am Vormittag die deutschen Verbraucherpreise im Fokus. Das Interesse der Anleger richtet sich bei den endgültigen Zahlen für Mai auf die Frage, ob es Abweichungen zur vorläufigen Teuerungsrate von 7,9 Prozent im Jahresvergleich gibt. Außerdem steht der ZEW-Index auf dem Terminplan, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt. Experten sagten für Juni eine Verbesserung auf minus 27,5 Punkte von minus 34,3 Zählern im Vormonat voraus.

Erholt sich der DAX?
07:30 Uhr

Gewinnwarnung bei Hornbach

Für wenig Freude dürfte am Dienstag die Gewinnwarnung von Baumarktbetreiber Hornbach Holding AG sorgen. "Bei der anhaltenden Welle von Investitionen ins eigene Heim dürfte das ziemlich überraschen", kommentierte ein Händler. Die Hornbach-Gruppe bestätigt zwar die Prognose für den Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 mit einem Anstieg um 8 Prozent, erwartet aber das bereinigte EBIT nun im niedrigen zweistelligen Prozentbereich niedriger als im Vorjahr. Grund sei, dass sich die Belastungen aus Inflation, Lieferketten und Produktpreisen im zweiten Quartal verfestigt haben, was die Prognose für den Rest des Jahres weiter erschwere. Der Margendruck halte weiter an.

Gewinnwarnung bei Hornbach
07:11 Uhr

Wacker Chemie mit starkem Gewinnausblick

Für positive Überraschung hat der erhöhte Ausblick von Wacker Chemie gesorgt. Aufgrund einer sehr starken Nachfrage kündigte Wacker an, dass das operative Ergebnis im zweiten Quartal oberhalb der Markterwartungen liege. Zudem werde die Jahresprognoses überarbeitet und soll Ende Juli vorgelegt werden. "Solche Nachrichten sorgen dafür, dass nur in Unternehmen umgeschichtet wird, die ihre Kosten weiterreichen und die Margen stabil halten können", kommentierte ein Händler. Die Aktien dürften damit selbst bei einem weiter fallenden Gesamtmarkt relativ stark handeln.

Wacker Chemie mit starkem Gewinnausblick
07:09 Uhr

Cloud-Geschäft beschert SAP-Rivalen zu Umsatzsprung

Oracle hat die Erlöse dank seines florierenden Cloud-Geschäfts im jüngsten Quartal überraschend deutlich gesteigert. In den drei Monaten bis Ende Mai legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar zu. Das teilt der SAP-Konkurrent mit. Unterm Strich verdiente Oracle 3,2 Milliarden Dollar - deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, aber mehr als von Analysten angenommen. Auch bei den Erlöse übertraf das Unternehmen die Markterwartungen klar. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit kräftigen Kursgewinnen auf die Zahlen.

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Cloud-Geschäft beschert SAP-Rivalen zu Umsatzsprung
06:57 Uhr

Kurse an Tokioter Börse brechen erneut ein

Befürchtungen um eine Rezession in den USA nach aggressiven Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed treiben die Anleger in Asien aus den Märkten. "In den USA werden die Zinsen schneller und stärker steigen, als es die Wall Street erwartet hat", sagte James Rosenberg, Berater bei Ord Minnett in Sydney. "Das wird wahrscheinlich eine doppelte Auswirkung haben, nämlich eine Senkung der Gewinnprognosen und einen weiteren Rückgang des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (Price Earnings Ratio)." Wegen des anhaltenden Preisdrucks gilt eine Zinserhöhung im Juli um 0,75 Prozentpunkte als sicher. "Höhere Inflation, langsameres Wachstum und höhere Zinssätze sind eine schlechte Kombination für Wertpapiere", schrieben die Analysten der ANZ.

Der Nikkei sackt 2 Prozent auf 26.443 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix büßt 1,6 Prozent auf 1872 Zähler ein. Der Shanghai Composite verliert 0,5 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gibt 0,8 Prozent ab.

Kurse an Tokioter Börse brechen erneut ein
06:47 Uhr

Euro nur knapp über 1,04er-Marke

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 134,37 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,7435 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9961 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0414 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0377 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,2155 Dollar.

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Euro nur knapp über 1,04er-Marke
06:24 Uhr

Rutscht der DAX wieder ab? Das wird heute wichtig

Bis auf 13.380 Punkte ist der DAX zum Wochenstart in die Knie gegangen. Der deutsche Börsenleitindex rutschte damit erneut deutlich nach unten weg, auch wenn sich die Verluste bis zum Tagesschluss etwas reduzierten. Der DAX verabschiedete sich mit einem Minus von 335 Punkten oder 2,4 Prozent und einem Stand von 13.427 Zählern. Auch in Asien und an der Wall Street kippten die Kurse weg, getrieben von erneuten Inflations- und Zinssorgen. Aktuell wird der deutsche Leitindex mit etwa 13.475 Zählern taxiert, es könnte sich daher im Verlauf ein Stabilisierungsversuch auf dem aktuellen Niveau zwischen 13.350 und 13.450 Punkten abzeichnen.

Bevor sich das Augenmerk der Anleger hierzulande zur Wochenmitte in Richtung New York und US-Notenbank Federal Reserve (Fed) richtet, liegt die Aufmerksamkeit heute diesseits des Atlantiks: Der ZEW-Index, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt, steht am Vormittag auf der Agenda. Commerzbank-Analyst Christoph Balz geht davon aus, dass das Barometer für die Einschätzung zur deutschen Konjunktur in den nächsten sechs Monaten im Juni den zweiten Monat in Folge gestiegen ist, mit minus 25 Punkte aber immer noch tief im negativen Bereich liegt. "Inzwischen scheint die Zuversicht wieder zuzunehmen, wohl auch weil bisher Risikoszenarien wie ein vollständiger Stopp der russischen Energielieferungen ausgeblieben sind", schreibt der Analyst.

Vor dem um 11 Uhr MESZ veröffentlichten ZEW-Index stehen bereits um 8 Uhr die endgültigen Verbraucherpreise für den Mai auf der Tagesordnung. Aus Großbritannien gibt es zudem Arbeitsmarktdaten. Am Nachmittag werden in den USA die Erzeugerpreise veröffentlicht, die vor der anstehenden Fed-Sitzung auf Anlegerinteresse stoßen und Kursimpulse auslösen könnten. Die nach US-Börsenschluss bekannt werdenden Rohöllagerbestandsdaten sind vor dem Hintergrund der aktuell hohen Ölpreise auch interessant für Investoren.

Rutscht der DAX wieder ab? Das wird heute wichtig