Skeptische Anleger lassen Dax nicht abheben
Nach der vorläufigen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt zunächst deutlich angezogen. Mit dem Dax ging es bis auf 25.110 Punkte nach oben. Doch so recht trauten die Anleger dem Frieden nicht, denn die Gewinne verschwanden am Nachmittag größtenteils. So schloss der Dax 0,1 Prozent höher bei 24.910 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent höher bei 6257 Stellen.
"Das jetzt gefeierte Rahmenabkommen ist noch kein Friedensvertrag, geschweige denn ein belastbares Abkommen über das Atomprogramm des Iran", gab Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank, zu bedenken. Noch sei der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin gestört, und Hunderte Schiffe warteten im Persischen Golf auf die Durchfahrt, gaben Analysten der Landesbank Baden-Württemberg zu bedenken. "Wie schnell sich die Lage normalisiert, hängt maßgeblich davon ab, wie rasch die Minenräumung vorankommt und ob die Sicherheitsgarantien belastbar sind."
Bei den Einzelwerten rückte die Commerzbank ins Rampenlicht. Deutschland hat das Übernahmeangebot von Unicredit zwar offiziell abgelehnt, wie die deutsche Finanzaufsichtsbehörde mitteilte und als Gründe den niedrigen Preis und Bedenken hinsichtlich des ihrer Ansicht nach aggressiven Vorgehens der italienischen Bank nannte. Commerzbank-Aktien rutschten aber erstmals unter den durch das Übernahmeangebot von Unicredit implizierten Preis des feindlichen Übernahmeangebots. Commerzbank-Papiere gewannen 0,3 Prozent und notierten bei 36,30 Euro, während die Offerte der Italiener einem Wert von 37,33 Euro je Anteilsschein entsprach. Seit dem Start des Angebots am 5. Mai hatte die Commerzbank-Aktie durchgehend über dem Niveau des Angebots der italienischen Bank notiert. Die Angebotsfrist endete am heutigen Dienstag.
Wie groß ist das Risiko Trump für die Märkte?
Seit dem Amtsantritt Donald Trumps reagieren die Aktienmärkte äußerst sensibel auf die politischen Entwicklungen in Washington: Zölle, Haushaltssperre und Irankrieg waren politische Ereignisse, die die Börsen jedes Mal ordentlich durchgeschüttelt haben. Wird sich die Frequenz solcher Einschläge für die Aktienmärkte sogar noch erhöhen, wenn Trump die Wahl zum US-Repräsentantenhaus im November verlieren sollte? Denn eine Niederlage könnte Trump noch einmal kräftig unter Druck setzen - mit den entsprechenden negativen Begleiterscheinungen für die Märkte. Kay-Peter Tönnes von Antecedo sieht vor diesem Hintergrund ein derzeit außergewöhnlich hohes Risiko an den Börsen. Was das für Anleger heißt, darüber hat Friedhelm Tilgen mit ihm gesprochen.
Insider: GM spricht mit Lockheed über Rüstungszulieferung
General Motors verhandelt nach Angaben von Insidern mit Lockheed Martin über die Herstellung von Bauteilen für die Waffen des Rüstungskonzerns. Im Gespräch sei, dass der Autohersteller solche Teile fertigt, die Lockheed in die Lage versetzt, die eigene Munitionsproduktion zu steigern, hieß es. Eine Einigung sei noch nicht erzielt, und die Rahmenbedingungen der Vereinbarung könnten sich noch ändern, sagten die Informanten.
Die US-Bestände an Raketen und anderen kritischen Waffen sind aufgrund der Kriege in der Ukraine und im Iran geschrumpft. Um die Vorräte wieder aufzufüllen, haben Vertreter der Trump-Administration und des Pentagon die Waffenhersteller gedrängt, ihre Fertigung zu beschleunigen. Gleichzeitig wird versucht, andere Industrieproduzenten wie GM einzubinden.
Brichta: Trumps neuer Fed-Chef hat gefährlichen Zinsplan
Die erste Sitzung der US-Notenbank Fed unter ihrem neuen Chef, Kevin Warsh, steht an. Beobachter erwarten einen Kurswechsel in der Zinspolitik, den Präsident Donald Trump fordert. Wie gefährlich das werden könnte, besprechen die ntv-Börsenreporter Nancy Lanzendörfer und Raimund Brichta.
Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der Postbank
Im Tarifkonflikt bei der Postbank erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck: Sie erklärte die dritte Verhandlungsrunde für die rund 9000 Beschäftigten der Postbank-Filialen für gescheitert und startete eine Urabstimmung über unbefristete Streiks. Sie findet vom 17. Juni bis 3. Juli statt, wie Verdi mitteilte. Gleichzeitig sei aber auch eine weitere Verhandlungsrunde vereinbart worden, und zwar am 30. Juni.
Verdi forderte die Postbank-Mutter Deutsche Bank auf, "endlich" ein "substanziell verbessertes" Angebot vorzulegen. Es müsse den Leistungen der Beschäftigten und der wirtschaftlichen Stärke des Konzerns gerecht werden.
SpaceX-Aktie ist nicht zu stoppen
Die Anleger legen bei der Erleichterungsrally eine Pause ein - doch das bremst SpaceX nicht. Die Aktie des Raketenunternehmens von Elon Musk legt im frühen Handel um weitere sieben Prozent zu und steuert damit auf den dritten Gewinntag in Folge zu. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird SpaceX Amazon bei der Marktkapitalisierung überholen.
Auf breiterer Front zeigen sich die US-Aktienindizes uneinheitlich, nachdem eine heftige Rally am Montag den Nasdaq um mehr als drei Prozent in die Höhe getrieben hatte. Der technologielastige Index gibt leicht nach, während der Dow Jones um rund 0,7 Prozent zulegt. Die Bewegungen an anderer Stelle waren verhalten, wobei die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar leicht nachgaben. Die Anleger warten nach wie vor auf genauere Einzelheiten zu der zwischen den USA und dem Iran getroffenen Absichtserklärung, die beide Parteien voraussichtlich am Freitag unterzeichnen werden. Washington und Teheran haben bisher öffentlich unterschiedliche Einschätzungen darüber abgegeben, was die Vereinbarung beinhaltet.
Abnehmpräparate dämpfen Fast-Food-Hunger - Pizza Hut wird verkauft
Yum Brands verkauft seine Restaurantkette Pizza Hut und reagiert damit auf den harten Wettbewerb auf dem Fast-Food-Markt. Der US-Konzern streicht insgesamt 2,7 Milliarden Dollar ein, wie das Unternehmen mitteilte. Das Geschäft in China geht für 1,2 Milliarden Dollar an Yum China, den Rest übernimmt die Beteiligungsgesellschaft LongRange Capital für 1,5 Milliarden Dollar. "Diese Transaktionen ermöglichen es Yum, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren", sagte Yum-Brands-Chef Chris Turner. Dem Konzern verbleiben nach dem Verkauf noch die Ketten Taco Bell und KFC. Die Aktie von Yum Brands legte um etwa ein Prozent zu.
Pizza Hut hatte zuletzt mit einer schwindenden Nachfrage zu kämpfen. Neben der Inflation und gestiegenen Rohstoffkosten macht der Branche der zunehmende Einsatz von Abnehmspritzen zu schaffen, da deren Nutzer vermehrt zu gesünderen Lebensmitteln greifen.
USA: Einbruch am Bau und Preissprünge bei Im- und Exporten
Noch relativ entspannt reagiert der Aktienhandel auf die viel höheren US-Import-Exportpreise im Mai. "Der Markt schiebt jetzt mental alles auf die Ölpreise - und setzt natürlich auf die Effekte der jetzt fallenden Preise", sagt ein Händler. Die Preise für die Gütereinfuhr sprangen um 6,7 Prozent nach oben, was nunmehr eine Beschleunigung von vier Monaten hintereinander bedeutet. Dies deute auf einen weiteren Inflationsanstieg: "Einen Tag vor einer Fed-Zinsentscheidung wäre der Markt sonst sehr viel nervöser bei solchen Daten".
Die drastischen Folgen seien am Einbruch der US-Baubeginne erkennbar: Wegen der Explosion der Materialkosten brachen sie im Mai über 15 Prozent zum Vormonat ein. Damit lagen sie 15,4 Prozent unter dem Vorjahr.
Wall Street vor ruhigem Start - Fed im Blick
Nach der Rally des Vortags scheint die Luft an der Wall Street nach der Erleichterung über das anstehende Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran etwas raus zu sein. Dies liegt auch daran, dass es widersprüchliche Aussagen zur künftigen Rolle des Iran bei der Kontrolle über die Straße von Hormus gibt. Der Aktien-Terminmarkt lässt auf einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Anleger widmen ihre Aufmerksamkeit zudem verstärkt der US-Notenbank, die ihre Beratungen heute beginnt und am Mittwoch ihre Entscheidungen bekannt geben wird. Im Vorfeld herrscht keine große Bereitschaft, Positionen am Aktienmarkt zu ändern.
Die Anleiherenditen geben erneut nach, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um drei Basispunkte auf 4,44 Prozent. Dazu tragen auch weiter fallende Ölpreise bei.
Dickes Plus: SpaceX-Aktie kommt der von Amazon immer näher
Die jüngsten Übernahmepläne des US-Raumfahrtkonzerns SpaceX geben den Aktien kräftigen Auftrieb. Die Papiere des Unternehmens von Elon Musk, das erst vor wenigen Tagen an die Börse ging, legen im vorbörslichen Handel um mehr als zehn Prozent auf 212,50 Dollar zu. Damit ist SpaceX auf Kurs, Amazon beim Börsenwert zu überholen und zum fünftwertvollsten Unternehmen der Welt aufzusteigen.
SpaceX hat mitgeteilt, die Softwarefirma Anysphere für 60 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Anysphere entwickelt den KI-Programmier-Assistenten Cursor. Der Abschluss der Übernahme wird für das dritte Quartal erwartet. Ipek Ozkardeskaya, Analystin der Swissquote Bank, zeigt sich vorsichtig. "Wir können mit Sicherheit sagen, dass diese Bewertung heute absolut keinen Sinn hat", sagt die Expertin. "Die Leute kaufen SpaceX in der Erwartung, dass andere ebenfalls kaufen und den Preis in die Höhe treiben werden. Das ist Spekulation."
Ölreserven bleiben noch lange ein Thema
Die Marktexperten von Lombard Odier rechnen damit, dass eine vollständige Wiederauffüllung der Ölreserven Zeit in Anspruch nehmen und sich bis weit ins Jahr 2027 hinziehen wird. Chefvolkswirt Samy Chaar und der Leiter der Anlagestrategie, Luca Bindelli, erklären, ihr Basisszenario bleibe weiterhin, dass etwa die Hälfte der Reserven in den kommenden Wochen zurückkehren werde. Dies sei ausreichend, um weitere schädliche Engpässe zu vermeiden. Sie erwarten, der Preis für Brent-Rohöl werde in den sechs Monaten nach Beginn des Konflikts im Durchschnitt 90 US-Dollar pro Barrel und über 12 Monate im Durchschnitt 78 US-Dollar pro Barrel betragen. Eine nachhaltige Deeskalation im Nahost-Konflikt schaffe die Voraussetzungen für eine breitere Aktienmarktrally, während sinkende Inflationserwartungen die Renditeaussichten für Anleihen verbessern sollten, heißt es weiter.
Neues vom Geldmarkt
Ruhig zeigt sich der Geldmarkt in Frankfurt. Zum Ende der Mindestreserveperiode wird vor allem über die anstehende Fed-Sitzung am Mittwoch mit dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh gesprochen. Da ihm abweichende Einstellungen zur Inflationsbekämpfung unterstellt werden, ist man gespannt auf seine ersten Sitzungsaussagen dazu.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 2,13 - 2,35 (2,13 - 2,35), 1-Monats-Geld: 2,26 - 2,56 (2,26 - 2,56), 3-Monats-Geld: 2,19 - 2,51 (2,35 - 2,51), 6-Monats-Geld: 2,28 - 2,38 (2,26 - 2,36), 12-Monats-Geld: 2,59 - 2,74 (2,60 - 2,73), Euribors: 15.06 12.06. 3 Monate: 2,4070 2,3800, 6 Monate: 2,6060 2,6390, 12 Monate: 2,7960 2,8740
Levi's narrt FIFA mit pfiffigem Werbe-Trick
Zur Fußball-Weltmeisterschaft müssen einige Stadionsponsoren ihre Logos verdecken, so auch Levi’s in San Francisco. Doch der Jeans-Hersteller macht sich daraus einen Werbespaß und trickst die FIFA aus. Bei vielen kommt das gut an.
Herabstufung schröpft Brenntag-Aktie
Die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag kämpfen mit Gegenwind. Die Titel geben 1,8 Prozent nach und rutschen damit ans Dax-Ende. Dem Essener Unternehmen zufolge stufte die Deutsche Bank die Titel auf "Hold" von zuvor "Buy" herab und senkte das Kursziel auf 57 Euro von zuvor 67 Euro.
Reitz: Commerzbank muss sich unbequemer Wahrheit stellen
Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und Unicredit ist zur Schlammschlacht geworden. Die sei zwar noch nicht entschieden, kommentiert Ulrich Reitz, aber die Commerzbank werden die Italiener nicht mehr los.
Dax klettert weiter
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich am Mittag oberhalb der 25.000er-Marke festgesetzt. Der deutsche Leitindex notierte 0,7 Prozent höher bei 25.067 Zählern. Der EuroStoxx50 stieg um 0,8 Prozent auf 6281 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1607 US-Dollar.
Ölpreise nach Iran-Abkommen im Sinkflug
Nach dem USA-Iran-Abkommen zur Beendigung des Krieges fallen die Ölpreise auf ein frisches Drei-Monats-Tief. Einige Analysten erwarten, dass die Öl-Lieferungen durch die Straße von Hormus nach dem vorläufigen Abkommen in den nächsten Wochen wieder aufgenommen werden. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 2,6 Prozent auf bis zu 81,00 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI rutschte in der Spitze knapp drei Prozent auf 78,41 Dollar ab. Bereits am Montag waren die Ölpreise nach der Grundsatzeinigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges um rund fünf Prozent gefallen.
Die Analysten von Goldman Sachs senkten ihre Prognose für den Brent-Preis im vierten Quartal auf 80 von 90 Dollar. Im Durchschnitt erwarten sie für 2027 einen Preis von 75 Dollar, statt wie bisher von 80 Dollar. Die Experten der Investmentbank gingen nun davon aus, dass sich die Exporte aus der Golfregion bis Ende Juli auf das Vorkriegsniveau normalisieren würden, statt wie zuvor erwartet erst bis Ende August.
Commerzbank-Aktie fällt unter Preis von Unicredit-Offerte
Die Aktie der Commerzbank fällt erstmals unter den Preis des feindlichen Übernahmeangebots der Unicredit. Die Papiere notieren bei 36,60 Euro, während die Offerte der Italiener einem Wert von 37,33 Euro je Anteilsschein entspricht. Seit dem Start des Angebots am 5. Mai hatte die Commerzbank-Aktie durchgehend über dem Niveau des Angebots der italienischen Bank notiert. Die Angebotsfrist endet heute.
Commerzbankchefin: Unicredit hält sich nicht an Vorgaben
Kurz vor Ablauf des Übernahmeangebots verschärft sich der Ton deutlich um die mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit. Commerzbankchefin Bettina Orlopp verweist auf bestehende Verpflichtungen gegenüber der Regierung, während Unicredit eine offene Drohung ausspricht.
ZEW-Index steigt im Juni stärker als erwartet
Die Stimmung von Finanzanalysten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen hat im Juni viel stärker aufgehellt als erwartet. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 10,5 Punkte von minus 10,2 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf minus 8,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage gab indessen nach, und zwar auf minus 81,0 Punkte nach minus 77,8 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 77,5 Punkte erwartet.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im Juni ebenfalls. Der entsprechende Indikator stieg um 18,6 Punkte gegenüber dem Vormonat auf plus 9,5 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum sank hingegen um 2,0 auf minus 43,4 Zähler.
Steht Gold vor dem nächsten Absturz?
Der Goldpreis hat sich zuletzt zwar etwas erholt, bleibt insgesamt aber unter Druck. Das angekündigte Abkommen zwischen den USA und Iran sorgt zwar für Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten. Entscheidend bleibt aber die Erwartung steigender Zinsen, die den Markt belastet. Was das für den Goldpreis bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas.
Metzler: Siltronic-Kapitalerhöhung sinnvoll
Wacker hält sich die Siltronic-Aktie, die nur 0,1 Prozent nachgibt. Metzler verweist bei Siltronic auf die erfolgreiche Kapitalerhöhung um zehn Prozent mittels institutioneller Investoren. Trotz des verwässernden Effekts halten die Analysten die Kapitalerhöhung für strategisch sinnvoll. Denn sie nutze die starke Kursentwicklung seit Jahresbeginn, um die Bilanz strukturell zu entlasten und damit eine der Hauptsorgen der Investoren anzugehen.
Jetzt ist Trumps neuer Fed-Chef am Zug
Japans Zentralbank hebt ihren Leitzins auf Rekordniveau. Damit schließt sie sich anderen Notenbanken wie der EZB an, die ebenfalls gegen die Inflation kämpfen. Umso mehr gehen die Blicke jetzt nach Washington, wo Trumps Kandidat Kevin Warsh seine erste Zinssitzung als Fed-Chef leitet. ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer ordnet den Sachverhalt ein.
Bund weist Unicredit-Angebot für Commerzbank zurück
Die Finanzagentur des Bundes hat sich im Streit zwischen der Commerzbank und der Unicredit um das Übernahmeangebot der italienischen Bank zu Wort gemeldet. Der Bund, der mit gut zehn Prozent an der Commerzbank beteiligt ist, lehne das Angebot der Unicredit zum Aktientausch ab, teilte die Behörde mit. Das Angebot komme schon allein wirtschaftlich nicht infrage, weil die Offerte keine angemessene Prämie biete. Zudem unterstütze der interministerielle Lenkungsausschuss die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank und lehne das "aggressive Vorgehen" der Unicredit ab.
"Die Commerzbank AG spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands", heißt es in der Mitteilung. "Sie ist als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen."
IT-Panne: Untersuchung gegen Delta eingestellt
Die US-Regierung hat eine Untersuchung gegen die Fluggesellschaft Delta Air Lines wegen massiver Flugausfälle im Juli 2024 ohne Strafen eingestellt. Eine Überprüfung habe ergeben, dass das Unternehmen den Passagieren umgehend Rückerstattungen sowie angemessene Hilfe gewährt habe, teilte das US-Verkehrsministerium mit. Delta begrüßte die Entscheidung und verwies auf die katastrophalen Umstände während des Ausfalls. Auslöser des Vorfalls war ein fehlerhaftes Software-Update der IT-Sicherheitsfirma CrowdStrike, das die Reisepläne von 1,3 Millionen Passagieren durchkreuzte und die Fluggesellschaft 500 Millionen Dollar kostete. Die Vorgängerregierung unter Joe Biden hatte die Untersuchung eingeleitet, da andere Airlines sich schneller von der Panne erholt hatten. Unter US-Präsident Donald Trump nimmt das Ministerium derzeit jedoch mehrere Strafen und Verbraucherschutzinitiativen in der Luftfahrt zurück.
Ölpreis-Euphorie ebbt ab
Am Rohstoffmarkt spiegeln die Ölpreise die abklingende Euphorie über das Nahost-Abkommen wider, da die Wiederherstellung des Vertrauens in die Schifffahrt durch die Straße von Hormus laut Reedereien Wochen dauern könnte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagniert bei 83,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert dagegen 0,2 Prozent fester bei 80,89 Dollar.
Dax hat die 25.000 im Blick
Der Dax zieht zu Beginn des heutigen Geschäfts nur leicht an. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenstart 1,1 Prozent auf 24.894 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.940 Zählern. Damit koppelt sich das Börsenbarometer etwas von den asiatischen Indizes Nikkei und Kospi ab. Der Nikkei hatte im Verlauf erstmals über der 70.000er-Marke notiert, der Kospi war von Tech-Schwergewichten getrieben, deutlich gestiegen.
Diese Aktie ist vorbörslich gefragt
Die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Gea ziehen im vorbörslichen Handel gut zwei Prozent an und sind damit der stärkste Dax-Wert. Hintergrund sei eine Hochstufung der Aktie, teilte ein Händler mit. Die Deutsche Bank habe die Bewertung der Titel auf "Buy" von "Hold" angehoben.
Nikkei schreibt Geschichte
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen kein einheitliches Bild. Während der Nikkei nach der Zinsentscheidung der Notenbank erstmals über die Marke von 70.000 Punkten springt, belasten schwache Daten in China. In Südkorea treibt die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkt aber tendenziell noch ein wenig nach. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", heißt es bei den OCBC-Analysten.
Der Nikkei kommt nach seinem Rekordsprung über die Marke von 70.000 Punkten leicht zurück und steigt nun um 0,5 Prozent auf 69.655 Zähler. Die Bank of Japan hat die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die Zentralbank hob ihren Leitzins von 0,75 Prozent auf 1 Prozent an, womit die Kreditkosten den höchsten Stand seit 1995 erreichen. Die Entscheidung war von Anlegern und Ökonomen weithin erwartet worden.
In China hinken die Börsen hinterher: Der Shanghai Composite steigt um magere 0,1 Prozent, der HSI in Hongkong verliert indes 1,3 Prozent. Der südkoreanische Kospi steht erneut an der Spitze der regionalen Indizes, er steigt um 2 Prozent - getragen von andauernden Aufschlägen bei Technologie- und Halbleiterwerten. Der Sektor folgt den kräftigen Kursgewinnen seiner US-Pendants vom Vortag. Samsung Electronics und SK Hynix ziehen um 1,6 bzw. 3,6 Prozent an.
Beim Dax geht es um die 25.000
Nach den Aufschlägen zu Wochenbeginn dürften die Börsen wenig verändert in den Handel starten. Nach der Erleichterung über das US-iranische Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten dürften sich die Anleger nun den Zentralbanken zuwenden. Die Bank of Japan hat am Morgen die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die japanische Zentralbank hob ihren Leitzins von 0,75 Prozent auf 1 Prozent wie erwartet an.
Die US-Notenbank dürfte auf ihrer Sitzung am Mittwoch zwar das aktuelle Zinsniveau nur bestätigen, umso spannender wird der geldpolitische Ausblick. In der Zwischenzeit wird eine Zinserhöhung im laufenden Jahr nicht mehr vollständig eingepreist - ein wichtiger Grund für die jüngste Erholung an den Börsen. Die aktuelle Sitzung wird auch der erste Auftritt des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh. US-Präsident Donald Trump hat diesen eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Diesem Wunsch dürfte Warsh nicht so schnell folgen.
Mit Blick auf den Nahen Osten harren die Anleger der weiteren Entwicklung. Das Rahmenabkommen soll am Freitag unterzeichnet werden. "Trotzdem bleiben viele Fragen offen. Gerade bei der Frage, ob die Straße von Hormus mit oder ohne Mautzahlungen befahren werden kann, gehen die Meinungen auseinander. Bisher haben die Börsen das Abkommen gefeiert. Es ist aber gut möglich, dass die verbleibende Unsicherheit auch schnell wieder an den Börsen ankommt", heißt es bei QC Partners. Technisch geht es beim Dax um die Marke von 25.000 Punkten, die der Index am Vortag getestet hat, aber nicht überwinden konnte.
Deutscher Chip-Zulieferer besorgt sich frisches Geld
Siltronic hat den rasanten Kursanstieg seiner Aktie für eine Kapitalerhöhung über mehr als eine Viertelmilliarde Euro genutzt. Drei Millionen neue Aktien wurden bei großen institutionellen Investoren untergebracht, wie das Unternehmen mitteilte. Die niederländische Beteiligungsgesellschaft HAL Trust, die bisher bereits 15,1 Prozent an Siltronic hielt, habe sich "mit einer bedeutenden Order an der Platzierung beteiligt". Die neuen Papiere - die zehn Prozent des Grundkapitals entsprechen - wurden zu 91 Euro zugeteilt, das ist ein Abschlag von knapp sieben Prozent zum Xetra-Schlusskurs von 97,70 Euro. Siltronic nimmt damit brutto 273 Millionen Euro ein.
Anleger setzen darauf, dass die notwendigen hohen Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) den Bedarf an Chips antreiben. Dadurch hat sich der Kurs der Siltronic-Aktie seit Ende März fast verdoppelt. Großaktionär Wacker Chemie hatte die Gelegenheit bereits Ende Mai genutzt, um seine Beteiligung von 31 auf knapp 24 Prozent zu reduzieren. Am Montag war die Siltronic-Aktie um vier Prozent gestiegen.
Kamikaze-Drohnen: Rheinmetall setzt auf Salven-Schwärme
Rheinmetall kommt bei ihren Produktionsplänen zu Kamikaze-Drohnen voran. Auf der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory stellte die Firma einen Container als mobile Abschussbasis vor, in dem 18 Drohnen gelagert werden und nach oben in den Himmel katapultiert werden können. Wie bei einem Schwarm können mehrere gleichzeitig starten - Rheinmetall spricht von möglichen Salven beim Start.
Besatzung ist nicht vor Ort, vielmehr werden die Flugkörper aus der Ferne gesteuert. Es wird auch Künstliche Intelligenz (KI) genutzt - die Drohnen können bis zu 70 Minuten in der Luft sein, ihre Reichweite beträgt Firmenangaben zufolge 100 Kilometer. Sie suchen menschengesteuert oder selbstständig ein Ziel, auf das sie sich stürzen und explodieren. Ein Mensch bleibt Firmenangaben zufolge jederzeit in den Entscheidungsprozess eingebunden.
Chinas Industrie wächst schneller, aber …
Die chinesische Wirtschaft hat im Mai nach offiziellen Angaben ein gemischtes Bild abgegeben. Während die Industrieproduktion im Mai an Fahrt gewann, schrumpften die Einzelhandelsumsätze erstmals seit mehr als drei Jahren. Die Industrieproduktion stieg im Mai im Jahresvergleich um 4,5 Prozent, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus von 4,3 Prozent gerechnet, nach 4,1 Prozent im April. Getrieben wurde die Entwicklung von einem Exportplus von 19,4 Prozent, das unter anderem von weltweiten Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) profitierte. Die Einzelhandelsumsätze als wichtiges Barometer für den Konsum fielen dagegen um 0,6 Prozent. Dies ist der erste Rückgang seit Dezember 2022. Experten hatten im Vorfeld mit einer Stagnation gerechnet.
Die Konsumflaute zeigte sich deutlich im Autosektor. Auf dem weltgrößten Automarkt sanken die Inlandsverkäufe im Mai den achten Monat in Folge, wobei der Druck voraussichtlich den Rest des Jahres anhalten wird. Auch die Investitionen fielen deutlich schwächer aus als erwartet.
"Das sieht wie ein Rücksetzer aus"
Die asiatischen Aktienmärkte legen infolge des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran eine Atempause ein. Anleger richten ihren Fokus nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans notiert nach anfänglichen Gewinnen unverändert. In Japan gibt der Nikkei um 0,2 Prozent auf 69.167,78 Punkte nach und entfernt sich damit von seinem am Montag erreichten Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix fällt um 0,4 Prozent auf 3982,45 Zähler. Auch die Börse in Hongkong verzeichnet Verluste.
In Tokio warten die Investoren gespannt auf die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins voraussichtlich auf ein 31-Jahres-Hoch von einem Prozent anheben wird. Zuvor hatte das Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran für Erleichterung gesorgt und die Kurse getrieben. "Anstatt dass es irgendwelche schlechten Nachrichten gäbe, sieht dies wie ein Rücksetzer nach dem sehr steilen Anstieg des Nikkei in den vergangenen beiden Sitzungen aus", sagt Nomura-Strategin Maki Sawada. Bei den Einzelwerten zählen Hersteller von Chip-Testmaschinen wie Advantest mit einem Plus von 2,1 Prozent zu den Gewinnern.
Höchster Stand seit 31 Jahren: BOJ hebt Zins an
Die japanische Zentralbank (BOJ) hat ihren Leitzins am Dienstag mit sieben zu einer Stimme auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben und weitere Schritte in Aussicht gestellt. Der kurzfristige Zins steige von 0,75 auf ein Prozent, teilte die Notenbank mit. Damit reagieren die Währungshüter auf den Preisdruck, der durch die drastisch gestiegenen Energiepreise infolge des Krieges im Iran ausgelöst wurde. Die Weitergabe der gestiegenen Ölpreise erfolge relativ schnell und berge das Risiko, dass die Inflation das Ziel von zwei Prozent deutlich übersteige, hieß es zur Begründung.
Die Entscheidung fiel in Abwesenheit von Notenbankchef Kazuo Ueda, der derzeit im Krankenhaus behandelt wird. Sein Stellvertreter Shinichi Uchida übernimmt nach dem zweitägigen Treffen die Kommunikation der Beschlüsse.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 160,12 Yen und legt leicht auf 6,7603 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7946 Franken vor. Der Dollar-Index, der die US-Devise gegen einen Korb von sechs Währungen misst, notiert stabil bei 99,69 Punkten. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1587 Dollar und zieht leicht auf 0,9209 Franken an.
Autoverkäufe in China brechen ein
Chinas Autobauer erobern die Weltmärkte. Die Exportzahlen sorgen in der Volksrepublik für Begeisterung, während Europa und Deutschland zähneknirschend die Entwicklung betrachten. Doch auf der Kehrseite zeigt sich ein bedrohlicher Trend: Die Chinesen kaufen immer weniger Autos. Laut jüngsten Daten des chinesischen Verbands für Personenkraftwagen (CPCA) wurden in China im Mai nur noch rund 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft - ein Minus von 22 Prozent, verglichen mit demselben Vorjahresmonat. Zwischen Januar und Mai sanken die Verkäufe zudem um fast 20 Prozent, gemessen am Wert desselben Vorjahreszeitraums.
Bislang galt China als Markt mit Wachstumsaussichten. Die Annahme fußte auch darauf, dass die Mittelschicht und damit die Zahl kaufkräftiger Kundschaft mit einem potenziellen Autowunsch wächst. Laut staatlichen Medien gelten mehr als 400 Millionen der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas als Teil der Mittelschicht. Schätzungen gingen bislang davon aus, dass diese Zahl bis 2030 deutlich steigen wird.
"Die Gründe sind klar", sagt CPCA-Generalsekretär Cui Dongshu. Aus seiner Sicht belastet vor allem der Rückzug staatlicher Hilfen den Markt. Hinzu kämen die hohen Benzinpreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs und die schwache Kaufkraft vieler Verbraucher.
Von hohen Zinsen, Offerten und Erwartungen
Das ist mal ein ordentlicher Wochenstart gewesen: Der Dax schließt gestern mit einem Plus von rund 260 Stellen oder 1,1 Prozent und einem Stand von 24.894 Punkten. Bereits am Freitag hatte der deutsche Börsenleitindex rund 425 Punkte oder 1,8 Prozent zugelegt. Die da noch kurstreibende Hoffnung auf eine sich abzeichnende Lösung im Iran-Krieg hatte sich über das Wochenende verstärkt. Am Freitag sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Damit wäre eine Blockade der wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus beendet. Das hob gestern die Stimmung der Anleger.
Heute richtet sich der Blick der Anleger zunächst nach Japan. Die dortige Notenbank steuert auf die erste Zinserhöhung im laufenden Jahr zu. Experten erwarten, dass der Leitzins um einen Viertelpunkt auf 1,0 Prozent angehoben wird - das höchste Niveau seit 1995. Mit einem strafferen Kurs dürfte sich die Bank of Japan (BOJ) gegen die im Zuge des Nahostkonflikts gestiegenen Inflationsgefahren stemmen. Den erkrankten BOJ-Chef Kazuo Ueda wird Vize-Gouverneur Shinichi Uchida auf der Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid vertreten. Dabei achten Investoren besonders auf Signale zum weiteren geldpolitischen Kurs. Volkswirte erwarten für das vierte Quartal eine weitere Anhebung der Zinsen.
Hierzulande legt das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der Investoren im Juni vor. Ökonomen erwarten, dass Börsenprofis die Aussichten für die deutsche Wirtschaft weniger skeptisch sehen. Das Barometer dürfte demnach auf minus 6,0 Punkte von minus 10,2 Zählern steigen. Die Finanzexperten hatten bereits im Mai etwas optimistischer auf die hiesige Konjunktur geblickt - auch wegen der Hoffnung auf ein Kriegsende in Nahost. Dieses scheint mit der jüngsten Ankündigung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran in greifbare Nähe zu rücken.
Unternehmensseitig läuft heute die Annahmefrist für die Übernahmeofferte der italienischen Großbank für die Commerzbank ab. UniCredit hat sich bereits mehr als 13 Prozent der Commerzbank-Anteile gesichert und überspringt die Hürde von 30 Prozent. Bereits vor Beginn des Aktientauschs hielten die Italiener 26,8 Prozent an der Commerzbank, deren Führung sich weiter heftig gegen eine Übernahme wehrt. Da die Offerte formal erfolgreich ist, schließt sich eine zweiwöchige Nachfrist an, die am Freitag (20. Juni) beginnt und in der UniCredit weitere Commerzbank-Aktien einsammeln könnte.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.