Der Börsen-Tag
3. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dax erlebt fürchterlichen Handelstag

Der sich ausweitende Nahost-Konflikt und die Furcht vor einer neuen Inflationswelle angesichts rapide steigender Energiepreise haben die europäischen Aktienmärkte einbrechen lassen. An der Frankfurter Börse rutschte der Dax zeitweise über mehr als 1000 Punkte bis auf 23.601 Punkte ab. Am Ende ging der deutsche Leitindex arg gerupft mit einem Abschlag von 3,4 Prozent auf 23.791 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 3,6 Prozent tiefer bei 5772 Stellen. Auch dem Euro wurde kräftig zugesetzt, er verlor 0,9 Prozent auf 1,1586 US-Dollar.

"Die Angst vor einer Ölknappheit infolge der Sperrung der Straße von Hormus löst heute eine Verkaufswelle aus", kommentierte IG-Analyst Christian Henke. Je länger die strategisch wichtige Meerenge abgeschnitten ist, desto teurer könnte Öl werden. "Und infolgedessen befürchten die Anleger einen Inflationsschock."

Wie es mit dem Dax kurzfristig weitergeht, hängt von der Dauer des Krieges und der Beeinträchtigung der Energielieferungen ab. Die Notenbanken könnten wegen der Inflationsgefahr über einen restriktiveren Kurs als bisher nachdenken. An den Geldmärkten ist dies bereits angekommen. Die nächste entscheidende Schwelle im Dax stellt die psychologisch wichtige Marke von 23.000 Punkten dar. Im Juni 2025 rund um den US-Militärschlag auf die iranischen Nuklearanlagen war dieser Bereich das Ende einer ausgeprägten Abwärtsbewegung.

Unter Druck blieb der Reisesektor. Lufthansa gaben um 4,1 Prozent nach. Bei den Einzelwerten ließ zudem ein verhaltener Ausblick die Aktien des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf einbrechen. Die im Dax notierten Papiere des Nivea-Herstellers stürzten um 20,1 Prozent ab.

Dax erlebt fürchterlichen Handelstag
17:17 Uhr

Ölpreis bald über 100 Dollar?

Nach dem Angriff auf den Iran ist der Ölpreis nach oben gesprungen. Wie teuer Rohöl jetzt werden könnte und was das für Verbraucher und Trader bedeutet, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

Ölpreis bald über 100 Dollar?
16:38 Uhr

Johnson & Johnson mit Erfolg bei wichtigem Medikament

Johnson & Johnson hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA den Fast-Track-Status für sein in der Entwicklung befindliches Medikament Nipocalimab zur Behandlung von Erwachsenen mit der chronischen Autoimmunerkrankung Systemischer Lupus Erythematodes (SLE) erhalten. Wie Johnson & Johnson mitteilte, wird die Entscheidung der FDA durch eine Phase-2-Studie gestützt, in der Nipocalimab eine Verringerung der Lupus-Aktivität und das Potenzial für eine Steroid-Einsparung gezeigt hatte.

Mit dem Fast-Track-Status soll die Entwicklung und Prüfung von Therapien für schwere oder potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen mit hohem ungedeckten medizinischen Bedarf erleichtert und beschleunigt werden.

Johnson & Johnson mit Erfolg bei wichtigem Medikament
16:17 Uhr

Mercedes-Chef verdient nach Gewinneinbruch deutlich weniger

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Ola Källenius (Foto: picture alliance/dpa)

Das durchwachsene vergangene Geschäftsjahr bei Mercedes-Benz hat auch Folgen für Vorstandschef Ola Källenius. Dessen Gesamtvergütung ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der Chef des Stuttgarter Autobauers erhielt 2025 rund 8,8 Millionen Euro, nach rund 12,5 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Das entspricht einem Minus von etwa 30 Prozent.

Die Vergütung setzt sich aus einer fixen und - zu einem deutlich größeren Teil - aus einer variablen Vergütung zusammen. Der Rückgang lässt sich vor allem mit der niedrigeren variablen Vergütung erklären, die an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist.

Mercedes-Chef verdient nach Gewinneinbruch deutlich weniger
15:54 Uhr

US-Börsen rot - Dollar aufgewertet - Gold verliert

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(Foto: AP)

Der eskalierende Krieg im Nahen Osten schickt die US-Börsen auf Talfahrt. Kurz nach der Startglocke verliert der Dow-Jones-Index 1,8 Prozent auf 48.019 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,7 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 2,0 Prozent. Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit.

Derweil wertet der Dollar weiter auf. Mit dem Dollarindex geht es um ein Prozent nach oben. Der Euro fällt unter die Marke von 1,16 Dollar. Gold gibt anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze sackt um vier Prozent ab. Hier dürfte der festere Dollar belasten, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuert.

US-Börsen rot - Dollar aufgewertet - Gold verliert
15:38 Uhr

An Ölpreise gekoppelte Getreide-Futures steigen

Die Getreide-Futures an der CBOT profitieren vom stark steigenden Rohölpreis. "Die Schließung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise in die Höhe", schreibt AgMarket.net in einer Research Note. Die Preise für Getreide sind oft an die Rohölpreise gekoppelt. Der Grund dafür ist die Verwendung von Getreide zur Herstellung erneuerbarer Kraftstoffe, die dem Motorkraftstoff beigemischt werden können. Rohöl-Futures steigen um 8,8 Prozent auf 77,50 US-Dollar je Barrel. Die Mais-Futures an der CBOT legen um 1,1 Prozent zu, Sojabohnen steigen um ein Prozent und Weizen klettert um 0,7 Prozent.

An Ölpreise gekoppelte Getreide-Futures steigen
15:24 Uhr

Bekleidungsfirma-Aktie schießt vorbörslich hoch

Die Aktie von Kontoor Brands hat im vorbörslichen Handel kräftig zugelegt. Der Bekleidungshersteller übertraf im vierten Quartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen und legte seine Wachstumsziele für 2026 vor. Vor Handelsbeginn stiegen die Aktien um über zehn Prozent.

Kontoor erzielte einen um 46 Prozent höheren Umsatz von 1,02 Milliarden Dollar und übertraf damit die von Factset ermittelten Analystenprognosen von 799 Millionen Dollar. Der höhere Umsatz trug zum Gewinnwachstum bei. Der Gewinn stieg auf 73,8 Millionen Dollar, nach 64 Millionen Dollar im Vorjahr. Je Aktie erhöhte sich der Gewinn auf 1,31 Dollar von 1,14 Dollar. Der bereinigte Gewinn, der Sondereffekte und einmalige Kosten ausklammert, belief sich auf 1,73 Dollar je Aktie und übertraf damit die Analystenprognosen von 1,36 Dollar je Aktie.

Bekleidungsfirma-Aktie schießt vorbörslich hoch
15:01 Uhr

SMA Solar steigt trotz schwachen Ausblicks

Ein schwacher Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 hat der Aktie von SMA Solar nicht geschadet. Das Papier des Solartechnik-Herstellers stieg um 0,2 Prozent. Für 2026 stellte das Unternehmen ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 50 und 180 Millionen Euro in Aussicht. Damit liege die Mitte der Spanne deutlich unter den Analystenerwartungen von 159 Millionen Euro, sagte ein Händler. Das belaste die Aktien, auch wenn die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 in Ordnung sind.

SMA Solar steigt trotz schwachen Ausblicks
14:36 Uhr

Milliardär Thiel will Anteil an Palantir verkaufen - Aktie fällt

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Peter Thiel (Foto: Getty Images)

Die Pläne des US-Milliardärs Peter Thiel, einen Teil seiner Beteiligung an Palantir zu verkaufen, belasten die Aktien. Die Titel des Datenanalyse-Spezialisten aus Florida geben im vorbörslichen US-Handel rund 2,5 Prozent nach. Thiel will zwei Millionen Palantir-Aktien im Wert von 280 Millionen Dollar verkaufen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht vom Montagabend hervorgeht. Thiel gehört LSEG-Daten zufolge mit einem Anteil von 3,09 Prozent zu den fünf größten Aktionären des Unternehmens.

Milliardär Thiel will Anteil an Palantir verkaufen - Aktie fällt
14:14 Uhr

IWF zur Auswirkung des Iran-Krieges auf die globale Konjunktur

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(Foto: Soeren Stache/dpa)

Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die Reaktion des Landes haben den Ausblick für die Weltwirtschaft nach Aussage des Internationalen Währungsfonds (IWF) unsicherer gemacht. Es sei jedoch zu früh, um die Auswirkungen zu beurteilen, teilte der IWF mit. In einer Erklärung teilte der Fonds mit, dass er die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachte. Die Situation dort sei "äußerst dynamisch". "Es ist zu früh, um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region und die Weltwirtschaft zu beurteilen", heißt es wörtlich. "Diese Auswirkungen werden vom Ausmaß und der Dauer des Konflikts abhängen."

IWF zur Auswirkung des Iran-Krieges auf die globale Konjunktur
13:47 Uhr

Wie stabil ist der Bitcoin?

Die geopolitische Eskalation in Nahost bringt die Märkte in einen Risk-Off-Modus. Dennoch geben die Kryptowährungen nur leicht nach. Wie das insgesamt den Markt beeinflusst, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Dirk Heß von NxtAssets.

Wie stabil ist der Bitcoin?
13:23 Uhr

Rote Signale von Wall Street - Dax auf niedrigerem Niveau stabilisiert

Der eskalierende Krieg im Nahen Osten dürfte auch die US-Börsen auf Talfahrt schicken. Die Futures auf die großen Aktienindizes fallen vorbörslich um bis zu 2,5 Prozent. Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit. Zur Kriegs- gesellt sich Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzen ihren rasanten Anstieg fort. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern. Aktuell steigen die Preise für die Ölsorten Brent und WTI um bis zu 7,8 Prozent.

Schwindende Zinssenkungshoffnungen treiben am US-Anleihemarkt die Renditen weiter nach oben. Die Rendite zehnjähriger Titel steigt um fünf Basispunkte auf 4,10 Prozent. Am frühen Montag stand die Zehnjahresrendite noch unter vier Prozent. An der Frankfurter Börse hat sich der Dax derweil wieder von seinem bisherigen Tagestief bei 23.604 Stellen fortbewegt, er notierte "nur" noch 3,2 Prozent tiefer bei 23.845 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 3,3 Prozent und notierte bei 5786 Punkten.

Rote Signale von Wall Street - Dax auf niedrigerem Niveau stabilisiert
13:00 Uhr

Schaeffler-Umbau enttäuscht die Börse - Aktie bricht ein

Der Umbau des fränkischen Auto- und Industriezulieferers Schaeffler geht den Investoren zu langsam. Eine nach den Worten von Vorstandschef Klaus Rosenfeld "eher konservative" Prognose für 2026 schickte die Aktie des Familienunternehmens auf Talfahrt: Ein Minus von 18 Prozent auf 8,27 Euro stand kurz nach Mittag zu Buche.

"Das hätte ich so nicht erwartet", sagte Rosenfeld in der Bilanzpressekonferenz. Die Verunsicherung der Autokäufer und der langsame Wandel hin zur Elektromobilität hat dem Hersteller von Antrieben und Wälzlagern im vergangenen Jahr bei stagnierenden Umsätzen erneut einen Nettoverlust von 424 (2024: 632) Millionen Euro eingebrockt.

Schaeffler-Umbau enttäuscht die Börse - Aktie bricht ein
12:39 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt ziehen am längeren Ende leicht an. Die Flash-Schätzungen für die Inflation in der Eurozone im Februar ändern nichts an der allgemeinen Einschätzung zum Preisdruck im Wirtschaftsraum. Die Gesamtinflation von 1,9 Prozent und die Kerninflation von 2,4 Prozent liegen nahe an den Werten der Vormonate sowie am Zielwert der EZB, auch wenn sie sich über den Erwartungen bewegen. Der Krieg im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise könnten nach Einschätzung der Marktstrategen bei Nordea dieses Bild natürlich schnell verändern.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,88 - 2,08), Wochengeld: 1,88 - 2,08 (1,88 - 2,08), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (1,93 - 2,13), 3-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,07 - 2,27), 6-Monats-Geld: 2,13 - 2,22 (2,15 - 2,30), 12-Monats-Geld: 2,18 - 2,19 (2,06 - 2,18), Euribors: 27.02. 26.02. 3 Monate: 2,0260 2,0130, 6 Monate: 2,1310 2,1280, 12 Monate: 2,2290 2,2220

Neues vom Geldmarkt
12:15 Uhr

"Viele der Auswirkungen auf die Börse sind kurzfristig"

Im Zuge des Iran-Kriegs fällt rauscht der Dax regelrecht runter. Vermögensverwalter Christopher Rossbach sieht den Grund dafür vor allem in den Unternehmen im Dax, die für Anstiege von Energiekosten und die Untebrechung der Lieferketten anfällig sein. Andere Märkte wären diesbezüglich resilienter, weswegen auch die Wall Street kaum betroffen ist.

"Viele der Auswirkungen auf die Börse sind kurzfristig"
11:58 Uhr

Logistiker verdient ein Viertel weniger

Kühne+Nagel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch verbucht. Der Reingewinn fiel 2025 um 25 Prozent auf 925 Millionen Franken, wie der Logistikkonzern mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um 17 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken, während der Nettoumsatz um ein Prozent auf 24,48 Milliarden Franken schrumpfte.

Kühne+Nagel habe jedoch seine weltweite Spitzenposition bei See- und Luftfrachtvolumen beibehalten und im Luftfrachtgeschäft Marktanteile gewonnen. Analysten hatten 2025 mit einem Umsatz von 24,7 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis von 1,31 Milliarden Franken und einem Nettogewinn von 916 Millionen Franken gerechnet. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 6,00 Franken je Aktie erhalten.

Logistiker verdient ein Viertel weniger
11:33 Uhr

Dax stürzt ab - mehr als 1000 Punkte weg

Der Dax ist in den Absturzmodus übergegangen. Der deutsche Leitindex fiel kurz vor Mittag um 4,2 Prozent oder mehr als 1000 Punkte auf 23.604 Zähler. Der EuroStoxx50 fiel um 3,5 Prozent auf 5779 Stellen. Der Euro lag 0,8 Prozent tiefer bei 1,1598 US-Dollar.

Parallel zogen die Ölpreise weiter an - um rund sieben Prozent. "Insbesondere Europa hat sich durch die Energiepolitik der vergangenen Jahre ins Aus manövriert", konstatierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Die hohe Abhängigkeit von Öl und Gas aus den USA und Ländern aus dem Nahen Osten wird mit der aktuellen Entwicklung zu einem großen Problem."

Dax stürzt ab - mehr als 1000 Punkte weg
11:15 Uhr

Inflation im Euroraum steigt überraschend 

Die Inflation im Euroraum hat bereits vor dem Iran-Krieg überraschend angezogen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Februar um durchschnittlich 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzzahl mitteilte. Experten hatten für Februar mit einer Stabilisierung auf dem Vormonatsniveau von 1,7 Prozent gerechnet.

"Der Anstieg ist ein Indiz für einen nur kurzen Aufenthalt unter 2,0 Prozent", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe. "Demnächst dürfte die Inflationsrate steigen, weil die Energiepreise weniger entlasten. Der Konflikt im Nahen Osten ändert manches, er richtet den Inflationsblick noch stärker nach oben. Ein dauerhafter Anstieg des Rohölpreises um zehn US-Dollar pro Barrel bedeutet bis zu 0,2 Prozentpunkte mehr Jahresinflation. Für die EZB gibt es trotz geopolitischer Krisenlage vorerst nichts zu tun. Der Nahost-Konflikt ist noch zu frisch, um bereits Rückschlüsse für die Leitzinsen zu ziehen. Auf einen Angebotsschock kann sie zinsseitig ohnehin nichts ausrichten. Wahrscheinlich wird die Notenbank einen temporären Anstieg der Inflationserwartungen tolerieren."

Inflation im Euroraum steigt überraschend 
10:37 Uhr

Tanken bereitet derzeit keinen Spaß

Der Iran-Krieg lässt die Preise für Sprit und Heizöl weiter steigen. Am Morgen setzte sich der Anstieg der vergangenen Tage fort, wie Daten des ADAC und von Heizoel24 zeigen. Voraussichtlich würden Benzin und Diesel im Tagesverlauf noch einmal um einige Cent im Vergleich zum Montag steigen, sagte ein ADAC-Sprecher. Das ließen zumindest die ersten Werte vom Morgen erahnen.

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Die Spritpreise ziehen an.

Schon am Montag war der Spritpreis kräftig angestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt war Super E10 mit 1,839 Euro pro Liter um 6,1 Cent teurer als am Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation im Nahen Osten. Das war der höchste Wert seit Mai 2024. Diesel verteuerte sich um sieben Cent auf 1,816 Euro, den höchsten Wert seit Oktober 2023. Seit der heutigen auch in nicht-Krisenzeiten üblichen Preisspitze am Morgen ist Diesel zudem teurer als Super E10. "Diesel reagiert erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege. Die Preisausschläge - sei es nach oben oder unten - sind daher meist stärker", erklärte der Kraftstoffmarkt-Experte des ADAC, Christian Laberer.

Tanken bereitet derzeit keinen Spaß
10:21 Uhr

Zieht Gold in Richtung 5600-Dollar-Marke?

Gold wird bei 5295 US-Dollar je Feinunze leicht höher gehandelt. Das Edelmetall könnte allerdings in dieser Woche ein Rekordhoch von über 5600 Dollar erreichen, falls es keine Anzeichen für eine Deeskalation im Nahen Osten gebe, so die Analysten von BMI, einer Einheit von Fitch Solutions. Käufer suchten nach sicheren Häfen, um sich gegen die Auswirkungen des Konflikts abzusichern. Falls der Konflikt zwei oder drei Wochen andauere, könnte der Goldpreis in Richtung 5850 US-Dollar je Feinunze und potenziell sogar auf bis zu 6500 US-Dollar steigen, heißt es weiter.

Zieht Gold in Richtung 5600-Dollar-Marke?
10:04 Uhr

Südkoreas Kospi erlebt stärksten Einbruch seit über zwei Jahren

Der südkoreanische Leitindex Kospi ist nach der Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Es war der stärkste Kursrückgang seit mehr als zwei Jahren. Anleger befürchten, dass ein andauernd hoher Rohölpreis die stark von der Halbleiterbranche abhängende Volkswirtschaft ausbremsen könnte.

Der Aktienkurs von Samsung Electronics, Südkoreas größtem Unternehmen, fiel um knapp zehn Prozent. Der Kurs des Chipproduzenten SK Hynix brach um 11,5 Prozent ein. Die starken Abschläge in Südkorea dürften zum Teil auch darauf zurückzuführen sein, dass die Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren und die Verluste nun nachgeholt wurden.

Südkoreas Kospi erlebt stärksten Einbruch seit über zwei Jahren
09:42 Uhr

Riesige Nervosität: Dax fällt unter die 24.000-Punkte-Marke

Der Dax hat seine am Montag begonnene Talfahrt unvermindert fortgesetzt. Der deutsche Leitindex verlor weitere 3,1 Prozent oder mehr als 700 Punkte auf 23.869 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 2,4 Prozent auf 5843 Stellen nach.

"Die wachsende geopolitische Unsicherheit und die damit einhergehenden Sorgen über die Auswirkungen hoher Benzin- und Gaspreise auf Wachstum und Konsum lassen den Dax abrutschen", konstatierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Riesige Nervosität: Dax fällt unter die 24.000-Punkte-Marke
09:22 Uhr

Europäischer Gas-Future schnellt in die Höhe

Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran treibt die Gaspreise weiter an. Der europäische Future verteuerte sich um gut 20 Prozent auf 52,00 Euro je Megawattstunde. Zum Wochenauftakt hatte der Preis um rund ein Drittel zugelegt. "Dieser Anstieg, ausgelöst durch knappe Lager und den LNG-Stopp Katars, weckt böse Erinnerungen an die Preissteigerungen des Jahres 2022", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die nach Katars Lieferstopp noch verfügbare Menge an LNG werde knapper und damit steige der Preis. "Niemand will eine zweite Welle an Inflation, nachdem die Auswirkungen der ersten noch nicht ganz überwunden waren."

Europäischer Gas-Future schnellt in die Höhe
09:17 Uhr

"Unsicherheiten" ziehen den Dax abwärts

Der Dax startet erneut deutlich schwächer in den Handel. Nachdem er zum Wochenstart bereits 2,6 Prozent verloren hat und mit 24.638 Punkten in den Feierabend gegangen war, notiert er aktuell im Bereich von 24.150 Zählern. Während die Wall Street ihre gestrigen Anfangsverluste wieder wettmachen konnte, ging es heute an den meisten asiatischen Börsen spürbar abwärts, allen voran in Tokio und Seoul.

Ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer verweist auf "Unsicherheiten hinsichtlich der Versorgung mit Energie". Die Ölpreise, die gestern bereits einen Sprung gemacht hatten, legen heute weiter zu. "Experten gehen aktuell davon aus, dass die Aktienkurse unter Druck bleiben und vermeintlich sichere Häfen wie etwa Gold gesucht werden."

"Unsicherheiten" ziehen den Dax abwärts
08:58 Uhr

"Schockwellen": Ölpreise steigen weiter

Die Ölpreise setzen ihren Anstieg mit den andauernden Angriffen auf den Iran fort, wenn auch mit einem leicht gebremsten Tempo. Die Notierungen für Brent und WTI steigen um bis zu 2,9 Prozent. "Der andauernde militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Schockwellen durch die globalen Energiemärkte gesendet", sagt Analystin Kerstin Hottner von Vontobel. "Die Straße von Hormus, ein entscheidender Engpass für den globalen Energiehandel, hat infolge des Konflikts ihren Betrieb praktisch eingestellt", so die Leiterin des Rohstoffbereichs. Dauer und Intensität des Konflikts seien Schlüsselfaktoren, die die Energielandschaft kurzfristig prägten, fügt sie hinzu.

"Schockwellen": Ölpreise steigen weiter
08:38 Uhr

Beiersdorf "enttäuschend" – Kurs unter Druck

Als "enttäuschend" stufen die Analysten von Jefferies den Ausblick von Beiersdorf ein. Der Dax-Konzern rechnet das laufende Jahr im besten Fall mit einem leichten Umsatzwachstum. Für die Analysten bedeutet dies, dass der Konsens für den Gewinn je Aktie um 5 Prozent gesenkt werden müsse. Bei Jefferies geht man davon aus, dass Beiersdorf im Vergleich zu den Wettbewerbern eine deutliche Underperformance zeigen wird. In Folge knickte die Aktie nach Zahlenvorlage im gestrigen nachbörslichen Handel schon um rund sieben Prozent ein.

Beiersdorf "enttäuschend" – Kurs unter Druck
08:22 Uhr

Iran-Eskalation wird zum Anleger-Schreckgespenst 

Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran drücken die ostasiatischen Börsen erneut deutlich ins Minus. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er. Besonders deutlich fällt das Minus an der Börse in Seoul aus, wo der Kospi nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn um 5,8 Prozent einknickt. Der Handel war zwischenzeitlich aufgrund der hohen Verluste für kurze Zeit ausgesetzt.

Für den Nikkei in Tokio geht es um weitere 2,9 Prozent abwärts. Hier wird auch auf Aussagen von Ryozo Himino, Vize-Gouverneur der Bank of Japan (BOJ), verwiesen. Er hat die Haltung der Zentralbank bekräftigt, die Leitzinsen weiter anzuheben. Er blieb allerdings konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes schuldig. Die BOJ hatte den Leitzins zuletzt im Dezember auf 0,75 Prozent angehoben.

Dagegen zeigen sich die Börsen in China nur mit moderaten Abgaben. Der Shanghai Composite reduziert sich um 0,3 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 0,2 Prozent. Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongress im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur.

Iran-Eskalation wird zum Anleger-Schreckgespenst 
08:02 Uhr

Dax-Risikoprämie steigt

An den europäischen Aktienmärkten dürfte es auch heute deutlich nach unten gehen. Die Terminkontrakte deuten für den Dax einen Abschlag von 1 Prozent auf 24.400 Punkte an. Anleger fordern auf Grund des Krieges im Nahen Osten sowie der unsicheren Versorgunslage mit Energie bei steigenden Notierungen für Öl und Gas eine höhere Prämie bei Risikoassets wie eben Aktien. Dies könnte auch die kommenden Tage so weitergehen, wenn sich die Nachrichtenlage rund um den Iran nicht ändert. Aktuell zeichnet sich dies nicht ab.

Die US-Angriffe auf den Iran werden voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern, könnten sich aber auch länger hinziehen, sagte US-Präsident Donald Trump. "Die Märkte gehen von einer traditionellen Risk-Off-Reaktion auf den Nahostkonflikt zu einem stagflationären Szenario über, in dem steigende Energiepreise die Nachfrage nach Anleihen als sicherem Hafen überwiegen", so die Commerzbank. Laut Fullerton Fund Management gibt es kurzfristig eine höhere Risikoaversion, doch dürften die Schocks durch die höheren Ölpreise wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein. Zudem hätten sich Anleger bereits seit geraumer Zeit daran gewöhnt, mit erhöhten Bedrohungsstufen umzugehen.

Dax-Risikoprämie steigt
07:45 Uhr

Expertin warnt vor Energieschock

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat vor einem neuen Energieschock für Deutschland durch die Eskalation im Nahen Osten gewarnt. "Ein erneuter Energieschock würde eine Wirtschaft belasten, die sich noch immer von den vergangenen Preissprüngen erholt", sagte Grimm dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Analysten hielten einen Ölpreis von über 100 Dollar für möglich, wenn die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleibe. Durch diese Meerenge verliefen rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Die Gaspreise seien zuletzt auf über 40 Euro gestiegen. Falls die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder aufgenommen werde, drohten weitere empfindliche Anstiege.

Deutschland treffe dies in einer ohnehin fragilen Lage, erklärte die Ökonomin, die seit 2020 dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört. Besonders betroffen wären energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Glas oder Papier. "Für Europa bedeutet das: steigende Energiekosten, wachsende Inflationsrisiken und zusätzliche Investitionsunsicherheit", sagte Grimm. Sie forderte, Europas Energieversorgung widerstandsfähiger zu machen - durch diversifizierte Lieferketten, gut gefüllte Speicher, koordinierte europäische Beschaffung und einen beschleunigten Ausbau der eigenen Energieversorgung.

Expertin warnt vor Energieschock
07:29 Uhr

Ausbau der Erneuerbaren ist Schlüssel für tiefere Preise

Verbund-Chef Michael Strugl sieht in einer massiven Ausweitung der heimischen Stromerzeugung den zentralen Hebel für dauerhaft niedrigere Preise. "Wenn wir das Angebot erhöhen, wenn mehr Angebot im Markt ist, dann dämpft das die Preise", sagte der Chef von Österreichs größtem und mehrheitlich staatlichem Energiekonzern. Bei einer Veranstaltung des Branchenverbands Oesterreichs Energie verwies Strugl auf die USA: Dort sorge ein riesiges Angebot an heimischem Gas für niedrige Energiekosten. "Das müssen wir mit Strom auch machen", forderte der Manager. Europa müsse diesen Mengeneffekt durch die eigene Produktion aus Wasser, Wind und Sonne erreichen.

Als Beleg für diesen Mechanismus nannte Strugl das Jahr 2024, in dem eine hohe Erzeugung aus Wasserkraft in Österreich zeitweise zu Großhandelspreisen unter dem deutschen Niveau geführt habe. Das Grundproblem bleibe jedoch die Volatilität: Obwohl erneuerbare Energien bilanziell einen Großteil des Bedarfs deckten, sei dies tatsächlich nur in rund einem Fünftel der 8760 Jahresstunden der Fall. In den übrigen Zeiten bestimmten teurere Kraftwerke den Marktpreis.

Ausbau der Erneuerbaren ist Schlüssel für tiefere Preise
07:09 Uhr

Aktienkurse in Seoul stürzen ab

Die Furcht vor steigenden Energiepreisen nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran schickt die asiatischen Börsen auf Talfahrt. Der breite MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans fällt 1,5 Prozent und setzt damit seine Verluste den zweiten Tag in Folge fort. Die japanische Börse tendiert schwächer: In Tokio gibt der Nikkei-Index zwei Prozent auf 56.910,69 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix notiert 2,0 Prozent niedriger bei 3819,91 Zählern. Koreanische Aktien brechen bis zu 4,1 Prozent ein.

"Die wirtschaftspolitische Unsicherheit war bereits erhöht, und jetzt dürfte mit dem Iran-Konflikt auch das geopolitische Risiko steigen", sagt Rupal Agarwal, Asien-Quantstrategin bei Bernstein in Singapur. Das letzte Mal, als beide Faktoren gleichzeitig anstiegen, sei 2022 während des Russland-Ukraine-Konflikts gewesen, was für die asiatischen Märkte nicht gut ausgegangen sei, erklärt sie. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 4179,46 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,1 Prozent auf 4722,54 Punkte.

Aktienkurse in Seoul stürzen ab
06:53 Uhr

Nivea sorgt für verhaltenen Ausblick bei Beiersdorf

Beiersdorf verliert weiter an Wachstumstempo. Beim Aushängeschild Nivea läuft es nicht mehr so rund wie in den vergangenen Jahren. Im laufenden Jahr rechnet Konzernchef Vincent Warnery nun mit einem weiter volatilen Marktumfeld - und einer leicht sinkenden Gewinnmarge. "2025 war ein anspruchsvolles Jahr für die Hautpflegebranche, geprägt von langsamerem Wachstum und anhaltender Marktvolatilität", sagte Warnery. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Hersteller von Tesa, Nivea und Hansaplast einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro bei einem organischen Umsatzplus von 2,4 Prozent. 2024 hatte Beiersdorf noch ein deutlich höheres Plus von 6,5 Prozent verbucht. Der operative Gewinn ohne Sondereffekte lag 2025 bei 1,4 Milliarden Euro, die Ebit-Marge ohne Sondereffekte legte leicht auf 14 von 13,9 Prozent im Vorjahr zu.

Beiersdorf hatte im vergangenen Jahr mehrfach die Umsatzprognose senken müssen. Vor allem die Kernmarke Nivea war unter Druck geraten - sie verzeichnete 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 0,9 Prozent. Mit Produktinnovationen will Warnery das Wachstum aber wieder ankurbeln. "Wir haben eine gezielte Neujustierung des Nivea-Portfolios eingeleitet, um wieder mehr Dynamik zu entwickeln", unterstrich der Chef des Dax-Konzerns. Er will dabei einen zusätzlichen Fokus auf "erschwingliche Gesichtspflegeangebote" legen. Besser lief es im kleineren Unternehmensbereich Derma mit den Marken Eucerin und Aquaphor - hier wies Beiersdorf ein organisches Umsatzwachstum von 11,7 Prozent aus. Auch Hansaplast und Elastoplast wuchsen zweistellig. Federn lassen musste erneut die Luxusmarke La Prairie mit einem Umsatzminus von 4,5 Prozent. Dort zeichnet sich aber nach langer Schwäche eine Trendwende ab - im vierten Quartal verbuchte Beiersdorf hier ein organisches Wachstum von 3,8 Prozent. Das Klebstoffgeschäft rund um Tesa verzeichnete ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Die Aktionäre sollen nun eine stabile Dividende von einem Euro pro Aktie erhalten. Die Hamburger wollen zudem eigene Aktien im Wert von bis zu 750 Millionen Euro zurückkaufen.

Nivea sorgt für verhaltenen Ausblick bei Beiersdorf
06:35 Uhr

Trump-Niederlage beim Thema Zoll-Rückzahlungen 

Die US-Regierung von Donald Trump ist vor einem Berufungsgericht damit gescheitert, die Rückzahlung milliardenschwerer Zolleinnahmen vorläufig aufzuschieben. Das Bundesberufungsgericht (United States Court of Appeals for the Federal Circuit) wies einen Antrag zurück, den Beginn des Verfahrens zur Rückerstattung um mehrere Monate zu verzögern.

Hintergrund ist ein Urteil des Obersten US-Gerichts, das bestimmte von der Regierung verhängte Zölle für rechtswidrig erklärt hatte. In der Folge könnten Importeure Anspruch auf Rückzahlungen in Milliardenhöhe haben. Die Regierung argumentierte in einem am Freitag eingereichten Antrag, es bestünden noch offene Rechtsfragen, die zunächst geklärt werden müssten.

Mit der Entscheidung bleibt es jedoch dabei, dass das Verfahren vor dem Handelsgericht, dem U.S. Court of International Trade, fortgesetzt wird. Dies soll nun festlegen, wie und in welchem Zeitrahmen die Rückzahlungen abgewickelt werden.

Trump-Niederlage beim Thema Zoll-Rückzahlungen 
06:19 Uhr

Dollar ist gefragt

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,23 Yen und legt leicht auf 6,8825 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notirte er 0,1 Prozent höher bei 0,7799 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1693 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 0,9119 Franken an. Der Dollar-Index hält sich nahe einem Sechswochenhoch bei 98,499 Punkten, da die US-Währung als sicherer Hafen wieder an Attraktivität gewann.

Dollar ist gefragt
06:00 Uhr

Ein herber Schlag ins Kontor

Am Freitag hat sich der Dax noch mit 25.254 Punkten ins Wochenende verabschiedet, zwischenzeitlich lag er sogar nur etwa 100 Zähler von seinem Allzeithoch entfernt. Das war am Freitag. In die neue Handelswoche ist er dann mit einem Minus von 2,6 Prozent und einem gestrigen Schlusskurs von 24.638 Stellen gestartet. Der Grund für den Rücksetzer ist die Eskalation der Lage im Nahen Osten. Erst griffen die USA und Israel mit Luftschlägen an, dann reagierte das Regime in Teheran und attackierte US-Stützpunkte in den Nachbarstaaten. Der Ölpreis schoss zeitweise rund 15 Prozent in die Höhe, pegelte sich dann um die Marke von 80 Dollar je Barrel ein. Vorerst. Die Aktiennotierungen in Asien gaben nach, es folgten Abschläge in Europa und schließlich auch an der Wall Street. Dort schlossen die Indizes aber wiederum nahezu unverändert, nachdem Marktteilnehmer die niedrigeren Kurse für einen Wiedereinstieg genutzt hatten.

Die Eskalation im Iran dürfte auch ein Thema beim US-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus sein. Bei dem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump im Oval Office und einem anschließenden Mittagessen wird es dabei nun vor allem um den Iran-Krieg gehen. Merz will aber auch die Zolldifferenzen und den Ukraine-Krieg ansprechen.

Vom Nahost-Krieg wird auch die heute startende weltweit führenden Tourismusmesse ITB überschattet. Auf der Messe präsentieren bis Donnerstag fast 6000 Aussteller aus mehr als 160 Ländern Destinationen, Reisen sowie Dienstleistungen und Produkte. Ein zentrales Thema auf dem zeitgleich stattfindenden Kongress ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Reisegeschäft. Die ITB ist nur für Fachbesucher geöffnet.

Und wie ist es um den Euro-Preisauftrieb bestellt? Er dürfte sich im Februar stabilisiert haben. Experten gehen davon aus, dass die Teuerungsrate wie bereits im Januar bei 1,7 Prozent liegen wird. Die Inflation dürfte somit weiter unter dem Zielwert von 2,0 Prozent bleiben, den die Europäische Zentralbank als ideal für die Wirtschaft im Euroraum ansieht.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Ein herber Schlag ins Kontor