Der Börsen-Tag
11. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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14:47 Uhr

Trump treibt die Ölpreise hoch

Die Aussicht auf weitere US-Militärschläge im Iran verunsichert die Anleger und treibt die Ölpreise zurück ins Plus. US-Präsident Donald Trump drohte mit schweren Angriffen und der Einnahme der Insel Kharg sowie weiteren Teilen der Ölinfrastruktur und einer vollständigen Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte. Zuvor hatten die Preise für die Sorten Brent und WTI rund ein Prozent nachgegeben.

Trump treibt die Ölpreise hoch
14:28 Uhr

EZB erhöht Inflationsprognosen - Dax rutscht ins Minus

Nach dem EZB-Zinsentscheid ist es mit dem Dax nach unten gegangen - er sackte bis auf 24.081 Punkte ab. Auch der Euro gab leicht auf 1,1520 US-Dollar nach. Die EZB-Volkswirte und die der Euroraum-Notenbanken haben ihre Prognosen für die Entwicklung der Inflation im Euroraum 2026 und 2027 angehoben und zugleich ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum gesenkt.

Wie die EZB im Rahmen ihrer vierteljährlichen Projektionen mitteilte, rechnen die Experten in ihrem Basisszenario nun für 2026 mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,0 Prozent, nachdem es im März noch 2,6 Prozent gewesen waren. Die Prognosen für 2027 und 2028 wurden mit 2,3 (2,0) und 2,0 (2,1) Prozent angegeben. Für die Kerninflation werden Raten von 3,5 (2,3), 2,5 (2,2) und 2,2 (2,1) Prozent erwartet. Die EZB strebt mittelfristig Preisstabilität an, die sie bei einer Inflationsrate von glatt 2 Prozent gegeben sieht.

EZB erhöht Inflationsprognosen - Dax rutscht ins Minus
14:18 Uhr

EZB geht mit Leitzins hoch

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Inflation erstmals seit fast drei Jahren wieder die Zinsen erhöht. Der EZB-Rat hob am Donnerstag den auch für Sparer wichtigen Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent an. Über ihn steuert die Notenbank maßgeblich ihre Geldpolitik. Zuletzt hatten die Währungshüter im September 2023 die Zinsen heraufgesetzt. Befeuert von hohen Energiekosten war die Teuerungsrate im Euroraum zuletzt mit 3,2 Prozent deutlich über das EZB-Ziel von 2,0 Prozent hinausgeschossen. Ökonomen rechnen für September mit einer weiteren Zinsanhebung.

Einige Volkswirte erwarten, dass es nicht bei einer Zinserhöhung in diesem Jahr bleiben wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte wiederholt die Handlungsfähigkeit der Zentralbank betont. 

EZB geht mit Leitzins hoch
14:01 Uhr

Maschmeyer: SpaceX "ist ein unberechenbarer Gemischtwarenladen"

SpaceX ist fast vierfach überzeichnet. Am Freitag könnte der Börsengang der Raumfahrtfirma der größte aller Zeiten werden. Unternehmer Carsten Maschmeyer gibt seine Einschätzung zum Konzern von Elon Musk ab.

Maschmeyer: SpaceX "ist ein unberechenbarer Gemischtwarenladen"
13:45 Uhr

Oracle zieht SAP-Aktie nach unten

Die durch den Kursrutsch von Oracle eingetrübte Stimmung in der Softwarebranche drückt auch SAP ins Minus. Die Papiere finden sich mit einem Abschlag von fast vier Prozent am Dax-Ende wieder. Oracle hat mit massiven Finanzierungsplänen Anleger in Sorge versetzt und seine Aktie damit auf Talfahrt geschickt. Im nachbörslichen US-Handel rutschten die Titel um knapp neun Prozent ab.

Oracle zieht SAP-Aktie nach unten
13:22 Uhr

Airbus drückt bei FCAS-Nachfolgeprojekt aufs Tempo

Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS drückt der Chef der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus, Michael Schöllhorn, beim geplanten europäischen Nachfolgeprojekt aufs Tempo. "Jetzt müssen wir aufs Gaspedal treten", sagte Schöllhorn bei einer Diskussionsveranstaltung am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld.

Heute sollte in Berlin eine Vereinbarung über eine Allianz aus acht Rüstungsunternehmen unterzeichnet werden, die gemeinsam einen europäischen Kampfjet entwickeln wollen. Die Firmenallianz ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz.

Airbus drückt bei FCAS-Nachfolgeprojekt aufs Tempo
13:07 Uhr

Fraser-Angebot befeuert Hugo-Boss-Aktie - Kurs schießt hoch

Die Aktie von Hugo Boss ist um 9,3 Prozent auf 39,84 Euro nach oben gegangen, nachdem der Großaktionär Frasers ein Übernahmegebot von 38 Euro je Aktie abgegeben hat. Der Modehersteller bezeichnet es als "nicht abgestimmt" und betont in einer Mitteilung die geringe Prämie von rund vier Prozent auf den jüngsten Schlusskurs. Der Markt spekuliere auf ein erhöhtes Gebot, meint ein Händler.

Fraser-Angebot befeuert Hugo-Boss-Aktie - Kurs schießt hoch
12:45 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Nahezu unverändert zeigen sich die Geldmarktsätze in Frankfurt. Für Bewegung am Markt sorgt nur das reine Liquiditäts-Management, die Geld-Brief-Spannen sind sehr weit. Bei der EZB-Sitzung am frühen Nachmittag wird eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet. Neugierig sind Marktteilnehmer lediglich auf die Aussagen von EZB-Chefin Lagarde in Richtung Inflation und erwartete Dauer ihres Einflusses. Solange keine Zweitrundeneffekte sichtbar seien, sei aber die Gefahr von "hawkishen" Aussagen gering, heißt es von Disponenten.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 2,06 - 2,32 (1,93 - 2,13), 1-Monats-Geld: 2,24 - 2,54 (2,24 - 2,54), 3-Monats-Geld: 2,40 - 2,70 (2,38 - 2,68), 6-Monats-Geld: 2,56 - 2,73 (2,32 - 2,42), 12-Monats-Geld: 2,71 - 2,88 (2,70 - 3,01), Euribors: 10.06. 05.06. 3 Monate: 2,3970 2,373, 6 Monate: 2,5920 2,606, 12 Monate: 2,8410 2,866

Neues vom Geldmarkt
12:19 Uhr

Aktie von Medizintechnikkonzern stürzt ab

Maue Geschäftsaussichten des britischen Sicherheits- und Medizintechnikkonzerns Halma vergraulen die Anleger. Die Aktien stürzen um 15,5 Prozent ab und sind die größten Verlierer im Londoner Leitindex FTSE. Das Unternehmen rechnet für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr lediglich mit einem währungsbereinigten organischen Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch 16 Prozent betragen. Haupttreiber war das Photonik-Geschäft, das lichtbasierte Technologie in Sensoren und Überwachungssystemen, unter anderem für Rechenzentren, einsetzt. Dieses werde der Prognose zufolge im laufenden Jahr wohl ein Wachstum von rund fünf Prozentpunkten aufweisen, was die Investoren enttäuschen dürfte, erklärten die Analysten von JPMorgan.

Aktie von Medizintechnikkonzern stürzt ab
12:00 Uhr

Anthropic fordert KI-Kontrolle - Trump hat eigene Pläne

Der derzeit wertvollste KI-Unternehmen der Welt, Anthropic, warnt vor seinen und anderen Anwendungen. Regierungen sollten in der Lage sein, riskante KI stoppen zu können. US-Präsident Donald Trump äußert sich bereits ähnlich zu dem Thema.

Anthropic fordert KI-Kontrolle - Trump hat eigene Pläne
11:47 Uhr

Dax tritt auf der Stelle - Öl billiger

Update von der Frankfurter Börse: Kurz vor dem EZB-Zinsentscheid hat sich der Dax nur wenig bewegt. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 24.206 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann dagegen 0,8 Prozent auf 6056 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1533 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI sanken um je 2,3 Prozent auf 92,49 beziehungsweise 89,58 Dollar.

Dax tritt auf der Stelle - Öl billiger
11:27 Uhr

Kursrückgang der Volvo-Aktie wirkt hart, bietet aber gute Gelegenheit

Der Kursrückgang der Volvo-Aktie nach dem Kapitalmarkttag wirke zwar etwas hart, biete aber eine attraktive Gelegenheit für ein Unternehmen mit soliden Anlageargumenten, schreibt UBS-Analyst Hemal Bhundia. Die Aktie schloss am Mittwoch 3,7 Prozent niedriger. Als Ursache dafür sieht die UBS Äußerungen zu höher als erwarteten Kosten im zweiten Quartal, die größtenteils auf Frachtkosten und in gewissem Maße auf Rohstoffe zurückzuführen seien. Insgesamt sei die Veranstaltung vor allem informativ gewesen, ohne dass die bestehenden Finanzziele des Konzerns geändert worden seien.

Die UBS stuft Volvo mit "Buy" ein und nennt ein Kursziel von 387 Schwedischen Kronen. Die Aktie legt aktuell um 1,8 Prozent auf 312,50 Kronen zu.

Kursrückgang der Volvo-Aktie wirkt hart, bietet aber gute Gelegenheit
11:07 Uhr

IfW bleibt bei Wachstumsprognose für Deutschland

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) bleibt trotz der Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten bei seiner Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft. Die Experten rechnen im laufenden Jahr weiterhin mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent, wie das Institut mitteilte. Für 2027 haben die Experten ihre Prognose aber von zuvor 1,4 auf nun 1,0 Prozent gestutzt. 

"Die Folgen des Iran-Kriegs dämpfen die Wirtschaftsleistung", sagte IfW-Präsident Moritz Schularick. "Der Anstieg der Rohstoffpreise erweist sich als persistenter, was die wirtschaftliche Dynamik bis in das kommende Jahr hinein belasten wird."

IfW bleibt bei Wachstumsprognose für Deutschland
10:50 Uhr

Britischer Milliardär will Hugo Boss - für Mini-Preis

Der britische Milliardär Mike Ashley greift nach dem schwäbischen Modekonzern Hugo Boss. Ashleys Textilkonzern Frasers hat ein Übernahmeangebot vorgelegt. Doch das fällt überraschend winzig aus, kommentiert ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer.

Britischer Milliardär will Hugo Boss - für Mini-Preis
10:35 Uhr

Die stille Rally bei seltenen Erden

Seltene Erden gelten als unverzichtbar für die Zukunftstechnik. Doch was genau verbirgt sich dahinter - und wie können Anleger vom Boom dieser Rohstoffe profitieren? Darüber spricht Raimund Brichta mit Peter Bösenberg von der Société Générale.

Die stille Rally bei seltenen Erden
10:12 Uhr

Trump: "Ich liebe die Inflation"

US-Präsident Donald Trump hat mit einer überraschenden Reaktion auf neue Daten zum Anstieg der Verbraucherpreise Kritik hervorgerufen: "Die Zahlen waren großartig (...) Ich liebe die Inflation", sagte der 79-Jährige vor Reportern. Auch verwies Trump erneut darauf, dass die Inflation "wie ein Stein" fallen werde, sobald der Iran-Krieg beendet sei. Zuvor hatte das Arbeitsministerium in Washington mitgeteilt, dass die Teuerung im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit auf ein Drei-Jahres-Hoch gestiegen sei. Der deutliche Preisanstieg geht vor allem auf Treibstoffe zurück.

Die Lebenshaltungskosten sorgen in den USA seit Monaten für Unmut. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zu Trumps Wirtschaftspolitik. Die Demokraten haben die steigende Preise zu ihrem Wahlkampfthema vor den Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November gemacht.

Trump: "Ich liebe die Inflation"
09:48 Uhr

EZB-Entscheidung wird zum Non-Event

Die heutige EZB-Sitzung wird im Handel als "am Rande eines Non-Events" gesehen. Mehr oder weniger alle Marktteilnehmer seien sich über den Ablauf einig: "Die EZB wird den Zinssatz um 25 Basispunkte erhöhen, ebenso ihre Inflationsprognose, sich für die Zukunft aber alle Entscheidungen offenhalten und sagen, sie agiere 'datenabhängig'", sagt ein Händler. Lediglich "äußerst grobe Abweichungen" von dieser Marschroute könnten an den Märkten noch für Bewegung sorgen. "Aber auch das ist unwahrscheinlich, solange noch die Chance besteht, dass die Inflation wirklich nur auf einen temporären Ölpreis-Spike ohne Zweitrundeneffekte zurückgeht."

EZB-Entscheidung wird zum Non-Event
09:32 Uhr

Agrar-Erzeugerpreise mit größtem Absturz seit elf Jahren

Der Preisverfall für deutsche Landwirte hat sich im April beschleunigt. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sanken um 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit elf Jahren. Im März hatte das Minus noch bei 8,8 Prozent gelegen, im Februar bei 10,9 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat gaben die Preise um 1,5 Prozent nach.

Die Entwicklung auf Produzentenebene kommt meist verzögert über die allgemeine Teuerung auch bei den Endverbrauchern an. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im Mai vor allem wegen teurer Kraftstoffe um 2,6 Prozent. Gedämpft wurde die Inflation dagegen von Lebensmitteln, die lediglich 0,4 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor.

Agrar-Erzeugerpreise mit größtem Absturz seit elf Jahren
09:14 Uhr

Dax steuert auf tiefrote Woche zu

Der Dax startet etwas schwächer in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der bislang in dieser Woche nur Verluste eingefahren hat und gestern mit einem Stand von 24.195 Punkten aus dem Tag gegangen war, notiert aktuell im Bereich von 24.185 Zählern. ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer verweist auf das Wiederaufflammen der Kämpfe im Iran-Krieg, die daraus resultierenden steigenden Ölpreise und die nach wie vor vorhandene Ausverkaufsstimmung im Technologiesektor vor dem morgigen Börsengang von SpaceX.

Dax steuert auf tiefrote Woche zu
08:58 Uhr

Preissprung bei Öl

Die zuletzt wieder aufgeflammten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran treiben den Ölpreis in die Höhe. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI steigen in der Spitze um 2,6 beziehungsweise vier Prozent auf 95,50 und 93,64 Dollar je Fass.

Nach US-Luftschlägen in der Region griffen die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Flugzeuge auf dem Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen an. Dies deute einmal mehr darauf hin, dass eine Einigung in dem Krieg noch in weiter Ferne liege und dass die Energieflüsse aus dem Persischen Golf weiterhin stark eingeschränkt blieben, so die Analysten von ING.

Preissprung bei Öl
08:39 Uhr

Pläne von SK Hynix kommen gut an

An den ostasiatischen Aktienmärkten und im australischen Sydney geht es auf breiter Front nach unten mit den Indizes. Bis auf Hongkong, wo der HSI um 1,0 Prozent nachgibt, halten sich die Verluste allerdings deutlich in Grenzen, verglichen mit Einbußen von bis zu zwei Prozent an der Wall Street. Belastend wirken laut Marktteilnehmern der anhaltende Ausverkauf bei Technologieaktien und die verstärkten militärischen Angriffe zwischen den USA und dem Iran. Die USA erklärten, sie hätten mehrere militärische Ziele im Iran angegriffen, woraufhin Teheran Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte und Verbündete im Nahen Osten durchführte. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe angekündigt mit dem Ziel, den Druck auf den Iran zu verstärken.

In Tokio verliert der Topix 0,6 Prozent, in Seoul, dem Highflyer des Jahres, geht es einmal mehr extrem volatil zu. Der technologielastige Kospi knickte zudem um rund vier Prozent ein, zeigt sich inzwischen aber mit einem minimalen Anstieg. Seit Jahresbeginn liegt er immer noch 83 Prozent im Plus. Zur Erholung im Tagesverlauf trägt das Schwergewicht SK Hynix bei. Der Halbleiterhersteller will laut Berichten seine Wafer-Kapazität verdreifachen. Der Kurs liegt mittlerweile knapp 2 Prozent im Plus. Samsung Electronics geben dagegen um 1,3 Prozent nach. In Shanghai beläuft sich das Minus auf 0,7 Prozent, in Sydney auf 0,2 Prozent.

Pläne von SK Hynix kommen gut an
08:23 Uhr

Milliardär will Hugo Boss

Bei Hugo Boss könnte ein Übernahmeangebot des britischen Milliardärs Mike Ashley für Aufmerksamkeit sorgen. Die Frasers Group, ein von Ashley beherrschter britischer Textilien-, Schuh- und Sporthändler, bietet den Aktionären von Hugo Boss 38,00 Euro je Aktie. Die Offerte sei nicht mit dem Unternehmen abgestimmt, teilte Hugo Boss mit.

Milliardär will Hugo Boss
08:01 Uhr

Foxconn-Tochter will Kontron

Eine Tochter des taiwanischen Elektronik-Auftragsfertigers und Apple-Lieferanten Foxconn steht offenbar vor einem milliardenschweren Übernahmeangebot für den österreichischen IT-Konzern Kontron. Der Kontron-Großaktionär Ennoconn habe nach eigenen Angaben die Schwelle von 30 Prozent der Anteile überschritten und müsse daher ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre vorlegen, teilte das Unternehmen mit. Ennoconn habe eine Offerte über 23,50 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Damit würde Kontron mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet. Das Angebot liegt 1,10 Euro über dem Schlusskurs der Kontron-Aktie an der Frankfurter Börse und hauchdünn über dem vorgeschriebenen Mindestpreis von 23,48 Euro.

Das Übernahmeangebot hatte sich abgezeichnet. Bereits Anfang Mai hatte Kontron seine Aktionäre darüber informiert, dass der Verwaltungsrat von Ennoconn die Konzernführung ermächtigt habe, die Beteiligungsschwelle von 30 Prozent zu überschreiten. Damals hielten die Taiwaner bereits 27,9 Prozent.

Foxconn-Tochter will Kontron
07:44 Uhr

BYD sucht Autowerk in Europa

BYD sucht nach den Worten seiner Europachefin Stella Li derzeit nach einem Autowerk im Süden Europas. Dabei gehöre Spanien zu den Ländern, die sich BYD ansehe, sagte Li. BYD sei daran interessiert, ein bestehendes Autowerk zu übernehmen, ergänzte die Managerin.

Die Produktion in der ersten europäischen Fabrik in Szeged in Ungarn solle in diesem Jahr beginnen, sagte Li zuvor. Ursprünglich hatte BYD einen Produktionsstart Ende 2025 angestrebt. Li sagte, BYD strebe langfristig an, 70 Prozent der in Europa verkauften Fahrzeuge auch hier zu bauen. 2025 legte der Absatz des Autobauers in Europa um 270 Prozent zu auf fast 188.000 Fahrzeuge. Für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres verzeichnete BYD in Europa einen weiteren Anstieg um 144 Prozent auf mehr als 100.000 Autos.

BYD sucht Autowerk in Europa
07:28 Uhr

Nahost-Krieg als Stimmungsdämpfer

Der Dax wird tiefer starten. Der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist in der Nacht erneut eskaliert. Nach US-Luftschlägen in der Region griffen die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben zuletzt US-Flugzeuge auf dem Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen an. Gestern hatte der deutsche Leitindex wegen der wieder aufgeflammten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran ein Prozent auf 24.195 Punkte verloren. Auch an der Wall Street ging es bergab. An den asiatischen Märkten kam ebenfalls keine Kauflaune auf.

Im heutigen Fokus steht neben dem Krieg in Nahost der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Ökonomen und Finanzmarktexperten rechnen fest damit, dass die Notenbanker den Einlagensatz wegen der anziehenden Inflation von 2,0 auf 2,25 Prozent anheben werden - zum ersten Mal seit fast drei Jahren. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs ist die Teuerung vor allem wegen des hohen Ölpreises gestiegen.

Nahost-Krieg als Stimmungsdämpfer
07:10 Uhr

Tech-Ausverkauf geht in die nächste Runde

Ein unerwartet starker Anstieg der US-Inflation sowie erneute US-Angriffe auf den Iran drücken die asiatischen Aktienmärkte ins Minus. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans verliert 0,9 Prozent. Angeführt wird die Talfahrt von der Börse in Südkorea, wo der Kospi um drei Prozent nachgab. In Tokio notiert der Nikkei-Index 1,3 Prozent tiefer bei 63.360,96 Punkten. Zuvor war das Barometer zeitweise um fast drei Prozent abgerutscht und damit erstmals seit dem 22. Mai unter die Marke von 63.000 Zählern gefallen. Der breiter gefasste Topix sinkt 1,6 Prozent auf 3787,08 Stellen.

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpften die Risikobereitschaft der Anleger massiv. Das US-Militär hatte in der Nacht neue Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hatte, sollte kein Friedensabkommen erzielt werden. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben unter anderem mit der Schließung der Straße von Hormus. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara mahnte zur Besonnenheit: "Die Gewährleistung einer freien und sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist eine dringende Angelegenheit für eine stabile Energieversorgung." Japan werde alle diplomatischen Bemühungen für eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran unterstützen, erklärte der Regierungssprecher.

Neben der geopolitischen Lage belastet ein Ausverkauf bei Technologiewerten die asiatischen Börsen. In Tokio zählen Papiere aus dem Chip- und KI-Sektor zu den größten Verlierern: Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank fallen um 3,6 Prozent, der Glasfaserhersteller Fujikura verliert sechs Prozent und der Chipanlagenbauer Advantest gibt 3,7 Prozent nach.

Tech-Ausverkauf geht in die nächste Runde
06:52 Uhr

Anthropic-Chef stellt Forderung

Der Chef der KI-Firma Anthropic hat sich dafür ausgesprochen, dass Regierungen gefährliche Künstliche Intelligenz stoppen können sollten. Leistungsstarke KI-Modelle müssten auf Risiken geprüft werden, forderte Dario Amodei. Dabei solle es um Bereiche wie Cybersicherheit, Biowaffen und einen möglichen Verlust der Kontrolle über die Systeme gehen. Das umfasse auch eine automatisierte Weiterentwicklung der Software, die diese Risiken verstärken könnte.

Solche Untersuchungen könnten von einer Regierungsorganisation vorgenommen werden, die etwa einer Flugaufsicht ähnlich wäre, schrieb Amodei. Alternativ könnten es von der Regierung beauftragte private Prüfer sein. Anthropic spricht sich schon länger für eine stärkere Regulierung der KI-Industrie aus und wurde dafür bereits aus Teilen der KI-Branche und dem Weißen Haus kritisiert.

Anthropic-Chef stellt Forderung
06:34 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt profitiert der Dollar von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten, während die Anleger zugleich auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed spekulieren. Im asiatischen Handel gewinnt er geringfügig auf 160,50 Yen und legt leicht auf 6,7766 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7985 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1546 Dollar und zieht leicht auf 0,9220 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:18 Uhr

Oracle-Finanzierungspläne stoßen Anleger ab

Oracle hat mit massiven Finanzierungsplänen Anleger enttäuscht und seine Aktie damit auf Talfahrt geschickt. Der US-Softwarekonzern übertraf im vierten Quartal zwar die Erwartungen der Wall Street, schürte jedoch Sorgen über seine steigende Verschuldung. Die Papiere fielen um fünf Prozent.

Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, im Geschäftsjahr 2027 fast 40 Milliarden Dollar durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Darin enthalten ist eine bereits angekündigte Aktienemission im Volumen von 20 Milliarden Dollar. Der Umsatz lag im abgelaufenen Jahresviertel bei 19,18 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 19,10 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn von 2,11 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen von 1,96 Dollar. Investoren betrachten den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) bei Oracle wegen der hohen Schuldenlast zunehmend kritisch.

Oracle-Finanzierungspläne stoßen Anleger ab
06:00 Uhr

EZB lädt zum Durchatmen ein

Der Dax bleibt sich in dieser Woche treu - und hat zur Wochenmitte erneut Verluste eingefahren. Der deutsche Börsenleitindex schloss gut ein Prozent schwächer bei einem Stand von 24.195 Punkten. Nach wie vor stellt der Nahost-Konflikt, vor allem die Auseinandersetzung zwischen den USA und Iran, eine Belastung für die Anlegerstimmung dar.

Das dürfte sich heute aller Voraussicht nach auch nicht grundlegend ändern, denn Institute wie das Münchner Ifo veröffentlichen ihre Sommerprognosen für die deutsche Wirtschaft. Das Berliner DIW hat bereits vorgelegt und seine Vorhersage für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,0 auf 0,5 Prozent halbiert. Der Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs belastet Europas größte Volkswirtschaft.

Zudem wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins wegen der gestiegenen Inflation voraussichtlich erhöhen. Ökonomen und Finanzmarktexperten rechnen fest damit, dass die Notenbanker den Einlagensatz am Donnerstag von 2,00 auf 2,25 Prozent anheben werden - zum ersten Mal seit fast drei Jahren. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs ist die Inflation vor allem wegen des hohen Ölpreises gestiegen. Lag die Jahres-Teuerung im Februar noch bei 1,9 Prozent, waren es im Mai 3,2 Prozent.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

EZB lädt zum Durchatmen ein